religion oder philosophie wählen?

11 Antworten

Also mal aus Schülersicht: Sind beides Laberfächer. Muss man bei beidem Glück mit dem Lehrer haben. Ich habe beides durchprobiert: Mein erster Philo-Lehrer hatte "Sophies Welt" als Unterrichtsmaterial verwendet, der zweite hat die Zeit damit totgeschlagen, Vorträge zu halten, die dritte hat es hinbekommen, die ganze Klasse einzuschüchtern und exakt jeden genau dann dran genommen, wenn ihm gerade nichts sinnvolles zur Frage einfiel. Nach dem Schuljahr bin ich zu Religion gewechselt. Eigentlich war das mehr so Geschichte mit Schwerpunkt auf Religionen (Religionskunde). Und ab und an, wenn der Lehrplan es unbedingt erforderte, Gegenwartsthemen wie "Liebe, Freundschaft, Sexualität" oder Antisemitismus. Beim ersten haben wir eigentlich Bildanalyse und dann Persönlichkeitspsychologie gemacht, das zweite waren die zweit-anstrengendsten drei Wochen meines Lebens, die wir eingehend damit verbracht haben, über den Alltag im KZ informiert zu werden.

In der Oberstufe hatte ich dann beides und auf einmal war der Philounterricht das, was hier so idealisiert beschrieben wurde von den Vorschreibern – eine neue Lehrergeneration war von der Uni gekommen, die nicht nur fachlich, sondern auch pädagogisch fit war und tatsächlich auch Methodik vermittelt hat.

Wirf ne Münze.

bei philosophie (falls du damit sowas wie Ethik meinst) lernst du alle Religionen kennen und sonstige Dilemma- und Problemthemen und die ganzen Philosophen mit ihren Vorstellungen vom Sinn des Lebens und dem Menschen usw..

bei Religion behandelst du u.a. die Bibel denke ich.. ich weiß es da nicht so richtig..

Ich würde Philosopie wählen, weil das breiter und "objektiver/ neutraler"" ist und darin u. a. auch über die Funktion und Gestalt von Religion gesprochen werden kann.,

In Deutschland sind Staat und Kirche noch nicht getrennt, was u. a. den Reliunterricht angeht - da geben die Konfessionen und Religionsgeeinschaften den Ton an -und das meist einseitig.

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