Religion - Evangelien

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4 Antworten

Zum Einen handelt es sich um geschichtliche Dokumente von Zeitzeugen, die durch die Ereignisse angeregt (engagiert) waren, diese aufzuschreiben. Die Berichte wiederum enthalten Details, die Menschen jeder Zeitepoche danach dazu anregten (engagierten), sich selbst damit zu befassen und ihr Leben damit zu verändern.

Wenn man überlegt, wie ein Mensch, nämlich Jesus, das Leben so vieler Menschen verändern konnte, daß 2000 Jahre später so viele Menschen ihr Verhalten auf Grund der Schriften aus damaliger Zeit verändern. Sogar Kriege mit Millionen Toten sind wegen dieser Schriften entstanden, weil sie Menschen motivierten, Dinge zu tun, die sie ohne diese Schriften gar nicht hätten tun können...

Wäre die Christenverfolgung erfolgreich gewesen und die Bibel hätte bis heute nicht überlebt, wäre die Gruppe selbst irgendwann in der Versenkung verschwunden und heute würde sich kaum jemand für diese Zeitepoche interessieren, denn es gibt über Jesus kaum Aufzeichnungen außerhalb der Bibel.

Da kann man mal sehen, wie ein Mensch das Leben einer ganzen Welt massiv beeinflussen kann. Mir fällt spontan kein Mensch ein, der so nachhaltigen Einfluss auf das Leben so vieler Menschen hatte, wie Jesus. Zwar gibt es viele große Namen in der Geschichte, aber Jesus hat wohl die meisten Veränderungen bei Menschen bewirkt.

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Kommentar von garwain
10.10.2011, 09:55

Nicht Jesus hat diese Veränderungen bewirkt, sondern die Religionen. Denn was von diesem Menschen Jesus gesagt wurde, darüber haben wir keinerlei Kenntniss mehr. Schließlich gibt es keine Augenzeugenberichte. Die Evangelien sind nur durch Hörensagen etliche Jahrzehnte nach dem Tod dieses Mannes bzw. der geschilderten Ereignisse geschrieben worden. Sie stammen nicht von den Namengebern dieser Schriften, sondern von uns unbekannten Autoren. Da wir auch keine Urschriften mehr besitzen, kann niemand sagen, was alles manipuliert wurde nachträglich.

Der Jesus den wir heute kennen, wurde von römischer, jüdischer und ägyptischer Mythologie erschaffen. Der Bibeljesus ist eine fiktive Gestalt. Über den historischen Jesus ist uns nichts bekannt.

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Die Evangelien sind keine "Zeugnisse" im Sinne von Tatsachenberichten. Die 4 Bibelevangelien sind aus ca. 50 solcher Schriften ausgewählt worden. Beim Konzil von Nicäa 325 n.Chr. wurde festgelegt welche davon in den Bibelkanon kommen. Der Rest wurde per Erlass von Kaiser Konstantin verboten. In diesen anderen Evangelien wird Jesus teilweise völlig anders beschrieben.

Diese Schriften sind alle durch Hörensagen von Abergläubigen Juden oder Römern entstanden. Die Autoren sind uns gänzlich unbekannt und wir haben keine Original Manuskripte mehr. Die ältesten Schriften sind erst 70 Jahre nach den geschilderten Ereignissen geschrieben worden. Es gibt zwar ca. 5000 Abschriften die uns zur Verfügung stehen, aber keine davon ist zu 100% komplett und keine ist zu 100% identisch zu den anderen.

Die Inhalte dieser Schriften sind nicht als historisch genau zu betrachten. Das Bild, welches z.B. von Jesus gezeichnet wird, ist durch und durch von ägyptischer Mythologie durchzogen. Diese Lebensgeschichte gab es bereits 3000 Jahre zuvor in Ägypten, Indien, im Maya-Reich und anderen Religionen/Völkern. Die Bibelgeschichte ist im Prinzip nur die römisch/jüdische Interpretation einer alten Göttersaga.

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Kommentar von mayya77
10.10.2011, 10:28

Lieber garwain, die Fragestellerin bezog sich auf Ausdrücke von Hans Küng - und der bezog sich auf die vier kanonischen Evangelien.

Das älteste Evangelium ist 70 nach Christus verfasst worden, also 40 Jahre (eine Generation) nach der Kreuzigung.

Dein letzter Abschnitt gibt, abgesehen vom ersten Satz, Deine exklusive Meinung wieder und entspricht weder dem Erkenntnisstand der Geschichtswissenschaft/ Archäologie noch der der Religionswissenschaft/ Theologie.

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Evangelien sind Dokumente von überzeugten Glaubenden, die zum Glauben an Jesus Christus aufrufen wollen; sie haben deshalb eine interpretierende, ja bekenntnishafte Form. Sie sind engagiertes und engagierendes Zeugnis oder, wie so oft mit dem entsprechenden griechischen Wort gesagt wird, Kerygma: Verkündigung, Ankündigung, Botschaft. Sie sind engagiert (= vom Glauben angeregt) weil sie von den vorösterlichen Ereignissen um Jesus berichten, und engagierend (= zum Glauben anregend), weil sie uns, die wir Jesus nur aus ihren Erzählungen kennen, ihren Glauben vermitteln.

Zwischen beiden liegt das Osterereignis. Mit aller Vorsicht war das eine Annäherung.

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Kommentar von pentagoras
10.10.2011, 10:14

ich will auch hier nur anmerken, dass Jesus Christus erst durch das Konzil von Nicäa durch Kaiser Konstantin "erschaffen" wurde. Bis zu dem Konzil war er Jesus von Nazareth und . . . ein Mensch wie Du und ich.

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evangelien sind schriftstücke von damaligen eingeweihten

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