Religiöse sind Atheisten?

8 Antworten

Ja da ist was dran.

Man muss nur aufpassen: Gerade die fundamentalistischen Gläubigen haben etwas zu sagen, das parallel erscheint: Sie behaupten, Gott habe sich jedem offenbart und der Atheist wisse sehr wohl dass es Gott gebe, er hasse ihn nur und sei rebellisch und ungehorsam aus eigenem Antrieb.

...das ist nicht wahr, aber es kann unter Umständen überzeugend klingen weil der Glaube an Gott doch ziemlich naheliegend ist und viele Atheisten ja noch in ihm aufgewachsen sind und deshalb durchaus einen gottesförmigen Platz in ihrem Herzen haben.

Man merkt es ja auch da dran, dass man von religiösen nicht nur überzeugt werden will, sondern dass die sich und auch Atheisten oft auffordern, zu glauben. Oder den Glauben als eine Tugend betrachten. Etwas was man tun muss und woran man festhalten oder arbeiten muss.

Der Zweifel ist nämlich immer um die Ecke. Ich als Atheist muss nicht an meinem Atheismus arbeiten oder aufpassen dass ich ihn nicht verliere oder vernachlässige- ich kann da völlig in mir selbst ruhen. Es gibt keine nagenden Zweifel und keine nervigen Widersprüche. An eine gottlose Welt und an den ewigen Tod zu glauben erfordert keine geistigen Verrenkungen wie es bei Jahwe und dem Himmel der Fall ist.

Ja, da ist etwas dran. Danke für die Frage, die ich ergänzen möchte, weil es Atheisten gibt, die unterbewusst Religiöse sind.

Die Angst vor dem Tod haben sowohl viele Religiöse als auch viele Nicht-Religiöse. Es ist bekannt, dass solche die glaubten, dass mit dem Tod alles aus ist und es kein Danach gibt, in ihren letzten Erdenstunden unsicher wurden und ein banges Sich-Fragen begann, ob es nicht doch ein Fortleben gibt und mit diesem eine Verantwortung nach dem Tod.

Manchmal glaube ich, dass selbst Religiöse unterbewusst Atheisten sind

Vor einiger Zeit hat die katholische Kirche mal eine Umfrage unter ihren Gläubigen gemacht und dabei erschreckt festgestellt, dass ein großer Teil der Katholiken gar nicht mehr an einen personalen Gott glaubt, sondern an so Sachen wie "Gott ist Liebe", "Gott ist Energie" oder ähnliches glaubt und damit per Definition Atheisten sind.

Wenn man einen geliebten Menschen verloren hat, ist man natürlich traurig, da man bis zum eigenen Tod von diesem Menschen getrennt ist. Wenn das kein Grund zur Trauer ist, was ist denn dann einer?

Als Christ habe ich aber keine Angst vor meinem eigenen Tod, ganz im Gegenteil! Ich freue mich auf das, was Gott uns in der Bibel zusagt:

  • "Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!" (Offenbarung 21,4-5a).

Jeder Mensch wird als Atheist geboren. Mit Religion wird er erst später infiziert. Die Trauer bei Begräbnissen zeigt, dass Gläubige selbst nicht an den Unsinn von wegen "ewigem Leben" im "Paradies" glauben.

Ich fände es interessant Religiosität einmal auf Anzeichen psychischer Erkrankungen/Störungen/Probleme zu untersuchen um festzustellen wie "psychisch krank" es eigentlich ist an solche Mythen und Lügen zu glauben und wie viel vom natürlichen Atheismus des Menschen eigentlich noch in religiösen Menschen schlummert.

Aber nein, so etwas darf ja nicht sein, denn wo kämen wir denn da hin, wenn man vielleicht nachweisen würde, dass Religion tatsächlich ein psychisches Problem ist? Böse böse Wissenschaft.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Recherchen und Forschungen

so ein experiment würde ich sehr interessant finden

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