Religiös werden?

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16 Antworten

Hallo deadone,

es tut mir leid, dass es Dir im Moment so schlecht geht! Es stimmt, der Glaube kann einem schon Halt geben, wenn er zu den wichtigen Fragen des Lebens Antworten liefert und wenn er tief im Herzen verankert ist. Viele Religionen bleiben den Menschen diese Antworten jedoch schuldig oder stellen Gott völlig falsch dar und in der Folge wenden sich viele vom Glauben ab. Sie sind nicht in der Lage, ihren Mitgliedern das zu geben, was sie für ein wirklich glückliches und sinnerfülltes Leben brauchen. Bedenke jedoch: Gott zeigt sich nicht durch die verwirrende Vielzahl von Religionen die so Unterschiedliches über ihn behaupten und keinerlei Einigkeit zeigen. Gott offenbart sich durch sein geschriebenes Wort, die Bibel, und durch seine Schöpfung. Darin beantwortet er auch die drängende Frage, die auch Dir auf dem Herzen brennt: Warum lässt Gott so viel Schlimmes geschehen?

Bevor ich auf diese Frage eingehe, möchte ich Dir noch einige Tipps bzgl. Deiner Depression geben und wie Gott zu Menschen steht, die daran leiden.

Erst einmal ist es gut zu wissen, dass Du den Depressionen nicht hilflos ausgeliefert ist, auch wenn Dir Dein Gefühl momentan etwas anderes sagt. Du kannst den Kampf gewinnen! Aber wie?

Einer der wichtigsten Schritte im Kampf gegen Depressionen ist, dass Du mit jemandem darüber sprichst. Ich meine, Gespräche auch außerhalb einer Therapie. Warum ist das so wichtig? Nun, niemand kann wissen, wie es in Deinem Herzen aussieht, wenn Du nicht aus Dir herausgehst und Dich jemandem mitteilst. Außerdem ist es ein Heilungsprozess, Gefühle in Worte zu kleiden, denn allein über Deine schmerzlichen Erfahrungen zu reden, kann Deinem Herzen Erleichterung bringen. Ich fand hierzu einen Spruch aus der Bibel sehr passend, der lautet: "Angstvolle Besorgtheit im Herzen eines Mannes wird es niederbeugen, aber das gute Wort erfreut es ( Sprüche 12:25). Das "gute Wort" könnte von Deinen Eltern oder einem mitfühlenden Freund/Freundin kommen. Wenn Du jedoch Deine Gefühle in Dich einschließt und unterdrückst, dann leistest Du Deinen Depressionen nur Vorschub. Doch ist hier auch ein Wort zu Vorsicht angebracht: Überlege Dir ganz genau, wem gegenüber Du Dich öffnen willst. Es sollte sich auf jeden Fall um eine vertrauenswürdige, mitfühlende und verständnisvolle Person handeln, die selbst stark genug ist, Dir wirklich beizustehen.

Ein weiterer Schritt ist, dass Du Deinen eigenen Wert erkennst.
Mangelndes Selbstwertgefühl spielt bei Depressionen eine entscheidende Rolle. Oft ist dieses aufgrund von körperlicher oder psychischer Misshandlung in der Kindheit entstanden. Auch wenn frühere negative Erlebnisse bei Dir emotionelle Narben hinterlassen haben, solltest Du daran denken, dass dies nichts an Deinem Wert als Mensch ändert. Daher solltest Du Dich um eine ausgeglichene Ansicht über Deinen wahren Wert als Person bemühen.

Die Bibel gibt auch dazu einen weisen Rat und fordert jeden dazu auf "nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern auf eine besonnene Selbstschätzung bedacht zu sein (Römer 12:3, Menge).
In den Augen Gottes bist Du sowieso sehr wertvoll und ihm persönlich sehr wichtig. Ich finde auch eine Veranschaulichung, die Jesus einmal gebrauchte sehr passend. Er sagte einmal zu seinen Jüngern:

" Werden nicht zwei Sperlinge für eine Münze von kleinem Wert verkauft? Doch kein einziger von ihnen wird ohne eures Vaters [Wissen] zur Erde fallen.  Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht: Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge" (Matthäus 10:29-31).

Wenn für Gott schon kleine Vögel, wie die Sperlinge es sind, nicht gleichgültig sind und er sie beachtet, wieviel wichtiger sind wir Menschen ihm dann? Die Ausdrucksweise "die Haare eures Hauptes sind gezählt" bedeutet, dass Gott sich genau mit uns befasst und mit allen Einzelheiten vertraut ist. Wenn Gott ein solch großes Interesse an jedem einzelnen von uns hat, glaubst Du dann nicht, dass er Dir auch in Deiner Verzweiflung helfen kann und möchte?

Es kann allerdings etwas geben, dass Dir immer wieder Dein Selbstwertgefühl raubt, wenn Du Dich nämlich wegen jedes kleinen Fehlers selbst zerfleischt. Wenn es auch Dir so ergeht, dann denke daran, dass eine solche unvernünftige Fehlersuche Deine Selbstachtung in einem erheblichen Ausmaß untergräbt. Vergiss nicht: Wir alle haben unsere Fehler und Schwächen. Doch wir haben auch Stärken. Statt sich auf eine penible Fehlersuche zu begeben, sollte man lieber an das denken, was man besonders gut kann. Vielleicht setzt Du Dich einfach mal hin und schreibst all die Stärken und positiven Eigenschaften auf, die Du an Dir entdeckst.

Es gibt noch etwas, das zu einem mangelnden Selbstwertgefühl beitragen kann. Es könnte die übertriebene Sorge sein, von anderen anerkannt zu werden und die Angst vor Ablehnung. Es mag sein, dass in der Vergangenheit Menschen zu Dir unfreundlich und gefühllos waren. Denke jedoch daran, dass Dein wahrer Wert nicht daran gemessen wird, ob Dich andere mögen oder nicht. Auch Jesus wurde gem. der Bibel von anderen "für nichts gehalten" und "geringgeachtet", obwohl er sogar vollkommen war (Jesaja 53:3). Doch das änderte nichts an seinem wahren Wert oder daran, wie Gott ihn einschätzte.

Depressionen können manchmal sehr schlimm und anhaltend sein und man hat das Gefühl, sie würden nie enden und es sei unmöglich, sie jemals zu überwinden. Bedenke jedoch, dass keine Situation hoffnungslos ist! So erging es z.B. einem Schreiber der Bibel, dem Propheten Jona. Er schrieb einmal: "Es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich am Leben bin" (Jona 4:1-3). Seine Missstimmung hielt jedoch nur eine gewisse Zeit an. Er konnte sie überwinden.
Ich selbst kenne jemanden, der eine sehr lange depressive Phase durchmachte, sich seine Situation dann jedoch in relativ kurzer Zeit erheblich besserte, weil er ein anderes Medikament bekam, dass wesentlich besser half, als das alte. Ärzte sagen, dass Depressionen gut behandelbar sind und oftmals sogar wieder völlig heilen können.

Ich schrieb vorhin, dass Du Gott persönlich wichtig bist. Immer wieder ist in seinem Wort der Bibel zu lesen, dass ihm die Niedergedrückten sehr am Herzen liegen und er sich um sie kümmert. Hier einige Beispiele:

- "Das Herz der Niedergeschlagenen", verheißt Gott "zu beleben (Jesaja    57:15, de Wette)

- "Ich aber bin niedergedrückt und arm. Jehova selbst beachtet mich. Du bist mein Beistand und der für mein Entrinnen Sorgende." (Psalm 40:17).

- "Dieser Niedergedrückte rief, und Jehova selbst hörte. Und aus all seinen Bedrängnissen rettete ER ihn" (Psalm 34:6).

- " Um das Geschrei des Geringen vor ihn kommen zu lassen; Und so hört er das Geschrei der Niedergedrückten" (Hiob 34:28)

Wie Du siehst, gab es depressive Personen auch schon in früherer Zeit. Gott hatte großes Mitgefühl für sie und er beachtete sie. Sie haben jedoch auch selbst etwas Wichtiges getan, damit ihnen Hilfe von Gott zukommen konnte: Sie haben sich im Gebet an ihn gewandt. Gebete sind jedoch nicht nur, wie viele sagen, eine psychologische Krücke. Man wendet sich ja nicht an einen fiktiven, sondern an einen realen Gott, der nicht nur helfen möchte, sondern der auch die Macht dazu hat.
Welche positiven Auswirkungen ein Gebet haben kann,beschrieb einmal der Apostel Paulus, der in seinem Leben viele Drangsale durchstehen musste und aus eigener Erfahrung sagte:

"Seid um nichts ängstlich besorgt, sondern lasst in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekanntwerden;  und der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, wird euer Herz und eure Denkkraft durch Christus Jesus behüten" (Philipper 4:6,7).

So weit also einige Hinweise zum Thema "Depressionen". Vielleicht haben Dir die angeführten Texte aus der Bibel schon einen ersten Zugang zu Gott gegeben. Nun aber zu Deiner eigentlichen Frage, warum Gott all das unerträgliche Leid in der heutigen Zeit zulässt.

Vielleicht wäre zuerst einmal zu klären, wie das Böse überhaupt in die Welt kam. Die Bibel zeigt, dass ein ursprünglich guter Engel dadurch zum Teufel wurde, dass er die erste Lüge äußerte. Angetrieben von dem Wunsch, etwas zu erlangen, was eigentlich nur Gott zusteht, nämlich angebetet zu werden, belog er Eva, die erste Frau und verleitete sie zum Ungehorsam gegen Gott. Ihr Mann, Adam, schloss sich der Rebellion an und auf diese Weise kam das Leid und der Tod in die Welt. (siehe 1. Mose 3:1-6)

Viele Menschen fragen sich, ob nicht letztendlich Gott selbst für das Böse verantwortlich ist, da er bei seiner Schöpfung einen Fehler gemacht habe. Dem ist jedoch nicht so, da alle Dinge, die Gott hervorgebracht hat, vollkommen sind. Die Bibel sagt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er." (5. Mose 32:4) Die Menschen, und auch die Engel, waren somit nicht fehlerhaft erschaffen worden und daher durchaus in der Lage gewesen, Gott treu zu bleiben.

Dass sich sowohl Menschen als auch Engel dennoch für die Sünde entschieden, hat mit ihrer Willensfreiheit zu tun. Jeder von uns kann entscheiden, ob er das Gute oder das Böse erwählt. Gott hat uns nicht als Roboter erschaffen, die automatisch und zwanghaft seinen Willen tun. Er wünscht sich jedoch, dass ihm seine vernunftbegabten Geschöpfe aus Liebe gehorchen, ähnlich wie sich das Eltern von ihren Kindern wünschen.

Es stellt sich natürlich die Frage, warum Gott das Leid bis heute zugelassen hat. Der tiefere Grund hat mit der in Eden begonnenen Auflehnung gegen die göttliche Herrschaft zu tun. Seid dieser Zeit bemühten sich die Menschen, alle möglichen Regierungsformen auszuprobieren. Außerdem waren die meisten Menschen nicht bereit, sich der göttlichen Herrschaft zu unterstellen. So bevorzugen Menschen bis heute selbst über Recht und Unrecht zu entscheiden, statt sich zu erkundigen, was Gott gefällt und was nicht. Dadurch, dass Gott Zeit verstreichen lies und Menschen die Gelegenheit gab, zu beweisen, dass ihr von Gott unabhängiger Lauf der bessere ist, wurde deutlich, ob der Mensch damit Recht behalten sollte.

In all den Jahrhunderten Menschheitsgeschichte wurde eines immer deutlicher: Menschenherrschaft trägt nicht zum Wohl und zum Glück der Menschen bei. Das bestätigt die Bibel mit folgenden Worten: "All das habe ich gesehen, und mein Herz richtete sich auf jede Arbeit, die unter der Sonne getan worden ist [während] der Zeit, da der Mensch über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht hat. (Prediger 8:9) Keine Regierung auf der Erde konnte bisher Kriegen, Verbrechen, Ungerechtigkeiten und Krankheiten ein Ende machen. Gerade in unserer Zeit wird mehr als deutlich erkennbar, wie sehr doch die menschlichen Regierungen versagt haben. Die Zustände auf der Erde werden von Tag zu Tag schlimmer und sogar der Fortbestand der Menschheit ist in Gefahr.

Gott wird dem Treiben der Menschen jedoch nicht endlos zusehen. In dem Bibelbuch Apostelgeschichte, Kapitel 17:31 steht: "Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr [dafür] gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat.“ Wenn Gott die Erde richtet, wird er dafür sorgen, dass alle menschlichen Regierungen beseitigt werden und an deren Stelle das Königreich Gottes zu herrschen beginnt (siehe Daniel, Kapitel 2, Vers 44). Dies ist das Reich Gottes, um das viele im sogenannten "Vaterunser" beten, wenn sie sagen: "Dein Reich komme". Das wird einen neuen Zeitabschnitt in der Menschheitsgeschichte einläuten. Dann wird es hier auf Erden endlich Ruhe und Frieden geben und niemand wird mehr krank oder sterben.

Dass Gott nicht schon längst in das Weltgeschehen eingegriffen hat, zeigt im Grunde, wie groß seine Geduld ist. Bei der Zulassung des Bösen geht es nämlich nicht nur um die Frage, ob Gott das Recht hat, über die Menschen zu herrschen, sondern auch darum, ob es Menschen gibt, die Gott aus selbstloser Liebe dienen. Diese Streitfrage bezüglich der Treue des Menschen gegenüber Gott ist von weitreichender Bedeutung. Der Teufel hatte nämlich behauptet, es gäbe keinen einzigen Menschen, der Gott aus echter Liebe dient. Das wurde an dem Beispiel eines treuen Dieners Gottes aus alter Zeit mit Namen Hiob deutlich. Satan behauptete, er könne ihn sowie jeden anderen Menschen von Gott abwendig machen, wenn er ihn unter Druck setzen würde. (siehe Hiob, Kapitel 1, Verse 8 - 12) Durch Gottes Geduld kann jeder Mensch den Beweis erbringen, wer in dieser Streitfrage Recht behält: Satan oder Gott.

Hätte Gott gleich zu Anfang das Böse ausgemerzt, in dem er die Rebellen sofort vernichtete, dann wären die erwähnten Streitfragen für immer ungeklärt geblieben. Vielleicht wird die Sache durch folgende Veranschaulichung deutlicher: "Wie könnte ein Familienvater am besten die in aller Öffentlichkeit erhobene Anschuldigung widerlegen, er würde seine Stellung als Familienhaupt missbrauchen, und die Behauptung, seine Kinder wären besser daran, wenn sie ihre Entscheidungen unabhängig von ihm träfen, sowie die Anschuldigung, sie alle würden ihm nicht aus Liebe, sondern um materieller Vorteile willen gehorchen? Wären die Anschuldigungen oder Behauptungen in den Augen der Nachbarn zweifelsfrei widerlegt, wenn er den Falschankläger einfach erschießen würde? Welch eine vorzügliche Rechtfertigung es doch statt dessen wäre, wenn er seinen Kindern die Gelegenheit gäbe, für ihn als Zeugen aufzutreten, um so bezeugen zu können, daß ihr Vater seiner Familie in gerechter und liebevoller Weise vorsteht und sie bei ihm bleiben, weil sie ihn lieben! Würden einige seiner Kinder sich auf die Seite des Anklägers stellen, das Haus verlassen und durch Aneignung eines anderen Lebensstils ihr Leben ruinieren, würde aufrichtigen Beobachtern nur bewußt werden, daß die Kinder sich besser seiner Leitung unterstellt hätten." (Unterredungen anhand der Schriften S. 83)

Wie Du siehst, ist die Frage, warum Gott das Böse zulässt, komplizierter als die meisten zunächst denken. Die Art und Weise, wie Gott in dieser Sache vorgegangen ist, zeugt jedoch von seiner großen Weisheit und seinem Weitblick. Ich hoffe, dass diese Erklärungen einigermaßen verständlich gewesen sind. Je mehr man sich mit der Bibel beschäftigt, umso erstaunter ist man, auf welche Fragen und Probleme sie eingeht. Vor allem aber hilft sie uns dabei, ein enges, persönliches Verhältnis zu Gott zu entwickeln, etwas, was unserem Leben einen wirklich tiefen Sinn verleiht.

LG Philipp

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Es gibt ein schönes Lied ("Vergiss es nie") mit einem Text, über den du vielleicht mal nachdenken kannst:

http://www.golyr.de/kirchenlieder/songtext-vergiss-es-nie-489673.html

Sich eine eigene Form von Gott machen zu wollen, ist meiner Meinung nach nicht zielführend.

Der Gott, der uns in der Bibel begegnet, ist offensichtlich nicht interessiert an einer materiell wohlhabenden und gewaltfreien "heilen" Welt. Das wird im wenig bekannten 2. Kapitel des bekannten Buches "Hiob" im alten Testament deutlich.

Aber dieser Gott ist sehr interessiert am seelischen Wohlergehen jedes einzelnen Menschen. Es geht auf jeden einzelnen Menschen zu und gibt Zusagen ("Verheißungen"), was er tun will, wenn der Mensch ihn in sein Leben hinein lässt. Und dieser Gott geht auch wieder, wenn man ihn nicht mehr in seinem Leben haben will.

Ihr werdet mich suchen und werdet mich finden. Denn wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, werde ich mich von euch finden lassen. Das sage ich, der Herr. (Jeremia 29, 13-14).

Probiere es doch einmal aus. Lass dich auf Gott ein und wende dich an ihn (=suche ihn). Erzähle ihm einfach, wie es dir geht, was dich bewegt, usw. (beten = reden mit Gott).

Dadurch vertraust du auf Zusagen aus der Bibel, die sich seit über 2000 Jahren bewährt haben. Du kannst dabei nur gewinnen.

Schau dir mal das Johannesevangelium an, das ist voll von Zusagen Gottes an den einzelnen Menschen.

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Hallo Deadone,

Religiös werden als Therapie gegen Depressionen - wenn Du herausfindest wie es funktioniert kannst Du damit viel Geld machen ;)

Nutzt Du schon die bewährten Methoden gegen Depression (Arztbesuch, Psychotherapie, Sport, Medikamente, gesundes Essen, Bewegung an der frischen Luft, Wellness)?

Religiös werden um etwas zu erreichen klappt nicht. Wenn Du einen religiösen Aspekt nutzen möchtest, der tatsächlich gegen Depression hilft würde ich Dir die Danbarkeit empfehlen. Das ist eine einfache Übung, die tatsächlich gegen Depression helfen kann. Überlege Dir immer morgens beim Aufwachen und Abends vor dem Schlafen 3 Dinge, für die Du dankbar bist. Das können banale Dinge sein (das warme kuschelige Bett, die Luft zum atmen, das saubere Wasser zum Waschen), aktuelle Dinge (das Lächeln eines Mitmenschen, ein schönes Erlebnis, eine gute Nachricht, ein schöner Traum), philosophische Dinge (danke, dass ich über mich nachdenken kann, danke, dass jeder Tag mir neue Chancen gibt). Danken musst du nicht unbedingt Gott. Du kannst in Gedanken Menschen danken (z.B. Deiner Familie, dem Bäcker, der das leckere Brötchen gemacht hat, dem Bauer, der den Weizen angebaut und geerntet hat), der Umwelt danken (der Sonne, dass sie scheint, dem Wind, dem Regen, den Blumen, der Erde), oder dem Universum, dem Schicksal etc....

LG und alles Gute!

Hourriyah

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Wichtig : Keinen fundamentalistischen Glaubensgemeinschaften anschließen

Den  Kontakt zu anderen Menschen suchen, welche liberalen Kirchen angehören.

Wo Du über  die schlimmen Geschehnisse in dieser Welt sprechen kannst. Wo Du auch über Deine Probleme reden kannst und über Zweifel, Wut über Ungerechtigkeit

wo das Gottesdienst kein rachsüchtiger Gott des Alten Testamentes ist, sondern eine spirituelle höhere Kraft. Und wo Jesus im Mittelpunkt steht

Wünsche Dir alles Gute und viel Kraft!

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Kommentar von deadone
22.02.2016, 21:09

vielen dank

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Deshalb brauche ich etwas, an was ich glauben kann und "versuche" religiös zu werden, aber irgendwie klappt das nicht

Ist ja auch kein Wunder, denn man kann hierzu nicht die Ratio einschalten und sich etwas erzwingen. Da hat man dann schon verloren, denn Zwang (erzwingen) ist bereits ein Kampf mit sich selbst. Und Zwang ist nicht etwas, bei dem man von einer Freiwilligkeit sprechen kann...

Depressionen kommen aus einem selbst hervor. Aus diesem Grund muss man auch in sich selbst hinein begeben und die Ursache in sich selbst suchen und finden... Hier helfen keine Religionen, eher Psychologen, welche einem unterstützend behilflich sein können...

Ebenso zweifle ich an Gott, weil Millionen von Menschen jeden Tag Unerträgliches wie Hunger oder Anschläge erleben müssen.

Dafür ist Gott nicht zuständig, denn wir wollten alle unseren freien (Entscheidungs)Willen haben, welche Gott zu respektieren hat und respektiert. Insofern darf er nicht in die Belange der Menschen auf Erden sich einmischen...Wir Menschen haben von ihm wichtige Dinge mitbekommen: Liebe, Achtsamkeit, Güte, Demut, Toleranz etc. Auch sind in vielen (im Grunde in allen) Religionen bestimmte Gebote und Regeln des Miteinanders aufgeschrieben, an denen man sich ebenso orientieren könnte...Des Weiteren hast Du noch Deine eigenen Gradmesser wie Gewissen, (Bauch-, Herz-)Gefühl, Intuition etc.., welche Dich lehren, was richtig und nicht richtig ist...

Viele Menschen haben dies verdrängt, beachten dies nicht, gehen und sehen darüber hinweg, achten nicht auf ihre innere Stimme etc. pp...

Dafür kann man Gott nicht die Schuld geben.

Man gibt ja auch nicht dem Lehrer die Schuld, wenn man aufgrund der fehlenden Schulleistungen seine Prüfungen nicht besteht...

was ist die richtige Religion?

Bin ja gespannt, ob Du das für Dich herausfinden wirst aus den vielen diversen 'Angeboten'...

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Gedicht:

Religion

Auf dieser Erden es viele gibt,
zu zählen sie man nicht vermag;
Ob man sie hasst oder liebt,
wir leben mit ihr Tag für Tag.

Ob Jude, Moslem oder Christ,
der größten drei, die uns bekannt,
ob gläubig oder Atheist,
fast jede sich als wahr ernannt.

Erstaunlich ist jedoch für mich:
Den Kern in all’ den Konfessionen,
die Ethik anzueignen sich,
in all’ den Schriften zu betonen.

Was Du nicht willst, das man Dir tu’,
ein uns bekannter Satz beginnt,
das füge keinem anderen zu,
für uns die Ethik so ersinnt.

Erblick’ um Dich herum die Welt,
betrachte mit neutraler Sicht;
Wie ist’s mit Ethik wohl bestellt,
halten hoch wir sie ins Licht?

Mit Ethik aber nicht getan,
erfasst Du sie nur mit Verstand;
Doch bringt sie weiter in Deinem Plan:
Ergreifen sollst die Gottes Hand.

Die Kirchen all’ und deren Lehren,
die Schuld allein tragen sie nicht;
Der denkend’ Mensch, er kann sich wehren
und in sich hören, was Herz so spricht.

Im Herz ist das Gewissen rein,
in Liebe ist und nur gerecht;
Lass’ führen Dich vom Herze Dein,
und außen vor das Kirchenrecht.

Auf die Kirche hör’ Du nur,
die im Herze Dein erbaut;
Sie predigt von der Liebe pur,
ist mit dem Gottes Sein vertraut.

Für mich ist dies die Religion:
Zu lieben alles, wie Dich selbst.
Auch Jesus dies gelehrt hat schon
und mich auf Gottes Pfad sie hält.

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Gruß Fantho

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Ich würde dir gern die Bibel ans Herz legen. Garnicht auf all das hören was die meinungen der Menschen sind denn es gibt milliarden Menschen und jeder meint die Richtige Lebenseinstellung/Religion zu haben. Setz dich mit der Bibel auseinander ruhig auch kritisch und du wirst sehr schnell feststellen das es genau das richtige für dich ist.

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Kommentar von DerBuddha
22.02.2016, 21:58

lol....der war gut:

"Ich würde dir gern die Bibel ans Herz legen. Garnicht auf all das hören was die meinungen der Menschen sind "

wenn er nicht auf die meinungen der menschen hören soll, WARUM soll er dann auf deine hören?....mal wieder ein echter widerspruch von einem gläubigen, aber kein wunder, wenn man an etwas glaubt, was sich selbst widerlegt in den schriften.......die bibel ans herz legen bedeutet nämlich, dass er dann sehen wird, dass der im alten testament beschriebene gott der teufel selbst wäre..........:)

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kein erkennender mensch hat den wunsch nach religiosität, wie sie heute gesehen wird

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Sehr schwieriges Thema das man glaube ich hier sehr schwer beantworten kann. Wenn du willst können wir das genauer über Skype oder Teamspeak besprechen, dann kann ich dir das viel einfacher erklären.

Am Ende des Tages musst du selbst für dich entscheiden.

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Aus einer solchen Phase kannst nur du dich selbst befreien. Antike Märchenfiguren können hier nicht helfen.

Ich war einmal in einer ähnlichen Situation, aber ich habe (mit Hilfe realer Freunde) gelernt an mich selbst zu glauben und habe dies überwunden. Du schaffst dies auch...bitte glaube an dich. 

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Man kann sich keine eigene Form von Gott machen, weil Gott souverän ist und wir ihn niemals nachbauen könnten.

Er sagt von sich selber, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Und wer an ihn glaubt, nicht verloren geht.

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Es muss nicht der Gott sein, welcher von den Menschen dargestellt wird, wir sollten uns kein Gottesbild machen. Glaube, wenn es dir hilft, an eine höhere Macht.

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Ich kenne das Problem ganz genau, weil ich bis vor kurzem das gleiche durchgemacht habe wie Du. Bei mir war es sogar so schlimm, dass man mich in einer Psychiatrie eingewiesen hat, weil ich zwei Selbstmordversuche hinter mir habe.

Erst in der Psychiatrie kam ich zur Vernunft und begann viel zu beten.

Ich wusste, dass ich eine Religion brauche, doch welche?

Die Zeit nach der Klinik war hart, weil ich immer noch nicht meine Religion gefunden habe.

Ich gab aber nicht auf, weil ich wusste unter diesen 4000 Religionen ist was für mich.

Ich habe gekämpft und jeden Stein dreimal umgedreht.

Texte habe ich viele gelesen, Glaubenshäuser besucht und selbst mit Gläubigen gesprochen mündlich, per Telefon oder E-Mail.

Es dauerte lange, sehr lange.

Doch ich habe es geschaft, weil ich wusste, was ich wollte.

Du kannst das auch.

Ich schwöre Dir da ist etwas für Dich, so viele Religionen gibt es.

Du must nur suchen und wissen, wonach Du suchst!

Ich bin jetzt Religionsexperte.

Da ich weiß wie brutal dieser Weg ist, biete ich Dir auf jedem Fall meine Hilfe an!

GLG Patric   

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Glaube an dich und höre auf dein Herz. Zwing dich zu nichts was du eigentlich nicht willst. Ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen, ich glaube an Jesus und ich bete zu ihm. Mir hilft das ungemein :-) Ich wünsche dir alles gute

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Kommentar von DerBuddha
22.02.2016, 21:55

das wäre dann einfach nur ein placebo-effekt.........:)

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Kommentar von Svetlana27
22.02.2016, 22:13

Ich kennen den Placeboeffekt :-) ich bin Krankenschwester. Mir sind wissenschaftliche Erklärungen egal denn für mich ist und bleibt es Gott ;-D

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Wir sollten uns mal an unsere Eigene Nase fassen, warum Menschen hungern. Denn es gibt sehr reiche Menschen. Damit es den Menschen besser geht können auch wir was tun, wir können was spenden oder fair gehandelte Produkte kaufen. Wenn du Fragen zu fair gehandelten Produkten hast, dann frag einfach.
Ich glaube an Gott, ich bin evangelisch. Wenn du Fragen hast dazu, dann kannst du auch fragen. Womit bist du denn nicht einverstanden? Und Gründe/Argumente, warum ich an Gott glaube findet man, wenn man sich mal eine meiner Antworten ansieht, die als hilfreich makiert wurden.

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das einzige, woran du glauben solltest, wäre an dich selbst..........an deine stärken, an deine schwächen, an deine familie und daran, dass religionen nur von menschen erfunden wurden...............:)

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