Relativitätstheorie und Kernenergie?

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2 Antworten

Hallo Hans,

vielleicht macht die Geschichte das am besten deutlich.

Seit man wußte, daß es Atomkerne gibt, und daß sie aus Kernbausteinen bestehen, machte man sich Gedanken darüber, daß der Kern deutlich schwerer ist als seine einzelnen Bausteine zusammengenommen. Die Allgemeine Relativitätstheorie gab mit der Gleichung E = mc^2 eine Erklärung dafür: Die zusätzliche Masse entspricht der Energie, die man hineinstecken muß, um die Bausteine an einem Ort so dicht zusammenzubringen, so daß sie sich zu einem Kern verbinden.

Als 1938 zum ersten Mal Urankerne im Labor gespalten worden waren, ergaben sich aus dieser Überlegung plötzlich praktische Konsequenzen: Da die Bruchstücke hinterher zusammengenommen um 0,8 Promille leichter sind als der Urankern vor der Spaltung (sog. Massendefekt), muß die dementsprechende Energie bei der Spaltung freiwerden. Und diese Energie, das konnte man mit Einsteins Formel leicht ausrechnen, ist ungeheuer groß. Da man durch die künstliche Kernspaltung nun imstande war, diese Energie mit technischen Mitteln freizusetzen, lag es auf der Hand, daß sie sowohl für neuartige Kraftwerke als auch für Waffen von nie dagewesener Zerstörungskraft genutzt werden konnte. Ein Jahr darauf begann der Zweite Weltkrieg und Physiker in Deutschland und in den USA machten sich an die Arbeit, um die zweite dieser Anwendungen in die Tat umzusetzen.

https://www.leifiphysik.de/kern-teilchenphysik/kernreaktionen (siehe grüner Kasten "Nukleare "Energiegewinnung" durch Spaltung (schwierige Aufgabe)")

https://www.abiweb.de/physik-atomphysik-kernphysik/kernphysik-2/anwendung-nutzung-der-kernenergie.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Massendefekt


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Kommentar von lks72
02.07.2017, 21:27

Gute Ausführung , nur eine kleine Anmerkung, E = m • c² ist eine Konsequenz schon aus der speziellen Relativitätstheorie

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Es geht hier um den Massendefekt.

Vielelicht kennst du die berühmte Formel: E = mc2.

Das heißt aus der Masse kann man Energie gewinnen.

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