Relative Luftfeuchtigkeit und tatsächliche Luftfeuchtigkeit?

3 Antworten

Die relative Luftfeuchtigkeit gibt für die aktuelle Temperatur und den aktuellen Druck das Verhältnis des momentanen Wasserdampfgehalts zum maximal möglichen Wasserdampfgehalt an.

Dh es ist tatsächlich kein "verlässlicher" Wert und der tatsächliche Wasserdampfgehalt kann davon abweichen, jedoch den relativen Gehalt in % auf Grund von physischen Eigenschaften der Luft nicht überschreiten?

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@pazzero

Es ist schon ein verlässlicher Wert. Die relative Feuchtigkeit wird in % angegeben und die Absolute in g/m³.

Den Wasserdampfgehalt der Luft gibt die absolute Luftfeuchtigkeit in g/m3 an, ihr Maximalwert ist abhängig von der Temperatur. Mit höheren Temperaturen wird er größer und bei niedrigen Temperaturen entsprechend kleiner.

Die** relative Luftfeuchtigkeit** gibt hingegen das Verhältnis zwischen aktueller absoluter Luftfeuchtigkeit und dem maximalen Dampfgehalt (Sättigungsfeuchte) an, d. h. wie viel Prozent des maximalen Wasserdampfgehaltes in der Luft erreicht sind. Die Luft kann also bei niedrigen Temperaturen weniger Wasserdampf aufnehmen als bei hohen Temperaturen.

Die relative Feuchtigkeit ist besonders gut auf das menschliche Empfinden zugeschnitten. Beispielsweise empfindet man eine relative Feuchte von 90 % bei allen Temperaturen über 20°C als schwül, unabhängig davon, dass sich dabei die absolute Feuchtigkeit ganz erheblich mit der Temperatur verändert. Gemessen wird die Luftfeuchte mit einem Hygrometer.

Bei Der Langzeitlagerung von Lebensmitteln oder auch anderer feuchteempfindlicher Produkte spielt die Luftfeuchtigkeit eine besondere Rolle. Bei längerem Verbleib von feuchteempfindlichen Produkten kann es zur Feuchteaufnahme kommen. Mikrobiologischer Verderb wie zu Beispiel Schimmel hängt stark von der vorhandenen Feuchte ab und tritt bei Kondensation nach starken Temperaturschwankungen auf.

http://www.eurotronik.de/luftfeuchte.htm

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Wir unterscheiden zwischen absoluter und relativer Luftfeuchtigkeit und keinesfalls zwischen "tatsächlicher" und "nicht tatsächlicher".

Die absolute Luftfeuchtigkeit ist das Verhältnis von Wasserdampfmasse zu Luftvolumen. Übliche Einheit: g/m^3.

Mit zunehmender Temperatur der Luft steigt deren Aufnahmefähigkeit für Wasser.

Die relative Luftfeuchtigkeit gibt den Wassersättigungsgrad der Luft in Prozent an. Sie sinkt mit steigender Temperatur, wenn kein Wasser zugeführt wird. Umgekehrt steigt sie bei fallender Temperatur, bis zur Übersättigung. Dann kondensiert das Wasser. In unserem Alltag, besonders bezüglich der gesundheitlichen Befindlichkeit und des Trocknungseffektes der Wäsche, spielt allein die relative Luftfeuchte eine Rolle. Relativ trockene Luft, also ungesättigte Luft, lässt alle feuchten Körper austrocknen. Übersättigte Luft kann durch Kondenswasser die Schimmelbildung in Wohnungen begünstigen.

Je wärmer die Luft, umso mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen. Bei Luft mit +20 Grad sind es maximal 23,4 g/m³. Die relative Feuchte beträgt dann 100%. Enthält sie aber nur 11,7 g/m³ , also die Hälfte, dann beträgt die rel. Luftfeuchtigkeit auch nur die Hälfte von 100, also 50 %.

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