Reizdarm/Reizmagen/Magenschleimhautentzündung und Homöopathie

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6 Antworten

Ich habe seit langer Zeit Probleme mit dem RDS. Jetzt habe ich nach einer Arthroskopie Arnika D6 Globuli genommen. Seither hat dich meine Darmsymptomatik stark gebessert. Zufall? Ich habe zum ersten Mal seit langer Zeit keinen Durchfall mehr.

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Es gibt zweifellos Erfolge bei der homöopathischen Behandlung der Colitis ulcerosa, die gemeinhin als nicht heilbar gilt. Genau genommen kann ich über einen Fall berichten, der nach erfolgloser schulmed. Therapie homöopathisch behandelt wurde. Es wurde, wie üblich, eine ausführliche Anamnese gemacht und anschließend das Konstitutionsmittel gegeben. Die Col. ulc. ist nach 2 Hochpotenzgaben ausgeheilt. Man sollte daraus nicht ableiten, dass die Homöopathie grundsätzlich Colitis ulcerosa heilt, sondern dass sie in der Lage war, diesen, an Col. ulc. erkrankten Menschen zu heilen. Mit anderen Worten: Nicht der Krankheitsbegriff steht im Mittelpunkt, sondern der kranke Mensch.

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Kommentar von Thomas3005
16.10.2011, 16:26

Die Col. ulc. ist nach 2 Hochpotenzgaben ausgeheilt. Man sollte daraus nicht ableiten, dass die Homöopathie grundsätzlich Colitis ulcerosa heilt, sondern dass sie in der Lage war, diesen, an Col. ulc. erkrankten Menschen zu heilen.

Auch das wäre eine unzulässige Schlußfolgerung.

Wenn ich als Hellseher in meine Glaskugel schaue und jedem meiner Klienten weissage, dass er heute abend mit der Zahl 10 im Roulette gewinnt und dann tatsächlich einer von 37 meiner Klienten im Roulette gewinnt dann kann ich doch auch nicht allen Ernstes behaupten, dass Hellsehen bei diesem einen Klienten funktioniert hat - oder siehst Du das anders?

Zugeben:

Der eine Roulettegewinner (also der Einzelfall) wird vermutlich sehr von meinen hellseherischen Fähigkeiten überzeugt sein aber vermutlich auch nur, solange er nichts von den anderen 36 Einzelfällen weiß, die mit meiner Vorhersage verloren haben....

Bei einem Einzelfall läßt sich ein ursächlicher Zusammenhang zwischen einer bestimmten Therapie und einem Heilerfolg prinzipiell nicht bestätigen - es könnte tausend andere Faktoren geben die für die Heilung verantwortlich waren.

Glaubt man z.B. der oben beschrieben Hypothese von return (was ich übrigens nicht tue) dann könnte es auch ganz einfach sein, dass der Lieferant des Schweinefleischs der betreffenden Person Massnahmen gegen Mäuse und Ratten ergriffen hat. Vielleicht war aber auch eine klitzekleine Veränderungen in den Ernährungsgewohnheiten der Grund für die Heilung...

Mit anderen Worten: Nicht der Krankheitsbegriff steht im Mittelpunkt, sondern der kranke Mensch.

Schöner Spruch - nur was soll er uns konkret sagen?

Mich erinnert das an das übliche alternativmedizinische Werbegeschwätz mit Begriffen wie "ganzheitlich", "sanft", "natürlich", "individuell" die so ziemlich alle alternativmedizinischen Verfahren für sich in Anspruch nehmen weil es sich für die Kundschaft toll anhört ohne irgendetwas handfestes auszusagen.

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Mit Homöopathie? Kann ich nichts zu sagen, wenn du aber meinst, dass du die Magenschleimhautentzündung ohne schulmedizinische Medikamente mit natürlichen Mitteln in den Griff bekommen willst, sage ich dir: Das geht. Und zwar mit Luvos Heilerde ultra (in Wasser eingerührt - morgens als erstes, abends als letztes) und Bullrichsalz (gibts in Tablettenform) nach den Mahlzeiten (die Menge musst du jeweils selbst austüfteln). Die Beschwerden hast du damit ratzfatz im Griff und der Magen heilt. Wenn du zu diesem Problem neigst ist es aber so, dass du das wohl nie dauerhaft loswerden wirst, wenn du nicht "dran bleibst".

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Kommentar von Pinova
14.10.2011, 10:22

Und noch eine kleine Plauderei aus meinem Nähkästchen:

Bei mir fingen die Magenbeschwerden schon als Teenager an. Damals sagte mir mein Arzt bereits, dass ich zu viel Magensäure produziere und Zeit meines Lebens Tabletten nehmen sollte, damit keine Verschlimmerung (bis hin zum Magenkrebs) eintritt. Dagegen habe ich mich zunächst gesträubt, da ich mich für "sowas" doch zu jung fand und ich auch nicht der Typ bin, der gerne Tabletten nimmt. Mit der oben geschilderten Methode habe ich die besten Erfahrungen gemacht, aber, wie gesagt, man muss auch dranbleiben und so angenehm ist das nicht. Jedenfalls jetzt, gut 25 Jahre später, habe ich die nötige Einsicht und nehme jeden Abend vor dem Einschlafen Panthozol und bin beschwerdefrei.

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Persönlich hatte ich diese erfarhungen nicht, aber aus Sicht der Homöopathie kann ich Dir sagen dass man diese Beschwerden mit Homöopathie gut in Griff bekommen kann. Dafür muss man zu einem/r Homöopath/in und während einer homöopathischen Anamnese wirst Du ganz detailliert befragt. Es kann bis zu 3 Stunden dauern. Danach wird dir ein Mittel verschrieben und weiter beobachtet. Es ist wichtig dass Du zu einem klassischen Homöopathen gehst und dass er/sie dich durch die ganze Heilung begleiten kann und erreichbar ist. Die Heilung kann jahrelang dauern, aber in der Zeit sollten die Beschwerden immer weniger und weniger werden bis sie vollständig "ausgelöscht" sind. Bei anderen Patienten hingegen, kann die Heilung auch rasch auftreten. Da es um eine chronische Erkrankung geht und abhängig davon ob und wie sie schon vorher behandelt wurde, es kann in halbem Jahr geheilt sein, aber manchmal erst vollständig in 2 Jahren.

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Kommentar von Thomas3005
16.10.2011, 17:59

Faszinierend wie mal all das wissen kann obwohl es in der Homopathie praktisch keinerlei zugänglichen Daten zu Heilerfolgen und Krankheitsverläufen gibt!

Andererseits - bei näherer Betrachtung sagt der Beitrag ja eigentlich - ja was eigentlich? Eigentlich doch nur, dass Homöopathen nichts über die Ursachen und den Krankheitsverlauf von Reizdarm wissen aber ihn trotzdem gerne behandeln - vermutlich nicht kostenlos aber wohl umsonst.

Gibt es denn wenigstens irgendwelche Daten darüber, wie oft Homöopathen eine Behandlung von Reizdarm versucht haben, wie oft das erfolgreich war und wie lange es gedauert hat?

Das wäre doch für einen Betroffenen ganz interessant zu wissen...

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Niemand! Homöopathie hat nichts mit Krankheit oder Heilung zu tun, sondern ist reine Esotherik. Der minimale Placeboeffekt rechtfertigt nicht den Preis.

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Hallo Rina1234,

Reizdarm-Syndrom nennen die Enterologen alle Darmstörungen, von denen sie nicht wissen was dahinter steckt. Es ist daher ein höchst uneinheitliches Krankheitsbild. Aus homöopathische Sicht verbirgt sich dahinter sehr oft eine Resttoxikose. Das bedeutet von mancherlei früher durchgemachten Darminfektionen sind noch nicht überwundene Reste übrig. Das passiert besonders dann, wenn Infekte von der offiziellen Medizin mit Antibiotika behandelt wurden oder gar mit Cortison und anderen immunsuppressiven Mitteln, welche die Abwehr und die Darmflora nachhaltig durcheinander bringen können.

Oft ist aber auch der Verzehr von Fleisch, welches von kranken Tieren stammte, die Ursache. Insbesondere Artgerecht gehaltene Schweine, die auf der Weide wühlen können, fressen auch die Kadaver von verendeten Mäusen und Ratten, egal ob diese an Typhus, Cholera, Pest, Tollwut oder Trichinen gestorben waren. Die Schweine vertragen das alles, denn sie können die Erreger mit Ausnahme der Trichinen, fast alle in ihrem Fett ersticken. Sie schützen damit alle anderen Tiere und auch die Menschen vor diesen Epidemien, behalten jedoch die Giftstoffe dieser Erreger in ihrem Körper. Ausser den Trichinen kann die Fleischbeschau davon aber nichts erkennen. Daher muss man beim Reizdarm-Syndrom mit Hilfe der Nosodentestung herausfinden, welche Toxinbelastungen zugrunde liegen und diese dann mit den entsprechenden Nosoden isopatisch ausleiten. eine solche Ausleitungs-Kur dauert im Schnitt 10 Wochen.
Liegen Überlagerungen mit mehreren Toxinen vor, so können diese oft nur nacheinander ausgeleitet werden, woraus sich ein entsprechend Vielfaches dieser 10 Wochen ergibt. Nach Antibiotika wird die Darmflora manchmal von dem Erreger: „Clostridium diffizile“ überwuchert, welcher für seine Antbiotikaresistenz bekannt ist. Dann ist auch hier die entsprechende Nosode aus diesem Erreger angebracht.
Da zu den Nosoden jeweils ein individuell passendes Begleitmittel benötigt wird, muss dazu ein Nosoden-erfahrener Therapeut aufgesucht werden. Nach antibiotischer Behandlung einer Streptokokkensepsis kann eine Darmirritation auch alleine von den nicht überwundenen Streptokokken-Toxinen verursacht sein. In dem Fall hilft nur das Streptokokken-Hapten um als Antigenabsorber die Toxine doch noch zu überwinden. Stammte das Fleisch von einem Schwein, welches mit Schweinepest (nicht Schweine-Grippe) infiziert gewesen ist, so wird dadurch ein colitisch ulzeröses Reaktionsengramm geprägt, welches aus allen solchen Toxinbelastungen einen Schub einer Colitis ulcerosa, eines Morbus Crohn, einer Stomatitis aphthosa oder einer Uveitis werden lassen kann. Auch bei Rindern gibt es die MD/VD-Diarrhoe, eine Infekton, die mit dem Schweinepest-Virus antigen gleich ist. Da diese, zunächt in Amerika beobachtete Rinderseuche inzwischen auch in Europa vorkommt, kann eine, mit der Schweinpest gleiche Belastung auch von Rindfleisch ausgehen.

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Kommentar von Rina1234
14.10.2011, 13:41

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, ich bin angenehm überrascht über diese vielen Informationen.

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Kommentar von FragenFragenFra
14.10.2011, 18:37

Sehr interessanter Beitrag, danke!

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Kommentar von Thomas3005
14.10.2011, 20:50

Das bedeutet von mancherlei früher durchgemachten Darminfektionen sind noch nicht überwundene Reste übrig.

Wie darf man sich diese "Reste" so konkret vorstellen und welcher Homöopath hat das wie herausgefunden - Hahnemann war es ja nicht....

Oft ist aber auch der Verzehr von Fleisch, welches von kranken Tieren stammte, die Ursache. Insbesondere Artgerecht gehaltene Schweine, die auf der Weide wühlen können, fressen auch die Kadaver von verendeten Mäusen und Ratten, egal ob diese an Typhus, Cholera, Pest, Tollwut oder Trichinen gestorben waren.

Die Bio-Kost-Fraktion wird es mit Entsetzen zur Kenntnis nehmen - aber ganz Unrecht hast du damit nicht, dass im Freien gehaltene Tiere in dieser Hinsicht problematischer sind.

Die Schweine vertragen das alles, denn sie können die Erreger mit Ausnahme der Trichinen, fast alle in ihrem Fett ersticken.

"im Fett ersticken" - kannst Du das mal ein bisschen genauer ausführen das hört sich sehr interessant an.

Sie schützen damit alle anderen Tiere und auch die Menschen vor diesen Epidemien, behalten jedoch die Giftstoffe dieser Erreger in ihrem Körper.

Kannst du mal bitte so einen Giftstoff konkret benennen - z.B. einen den das Schwein aufnimmt wenn es eine an Pest erkrankte/verendete Maus frißt...

welche Toxinbelastungen zugrunde liegen und diese dann mit den entsprechenden Nosoden isopatisch ausleiten.

Schade nur, dass es auch für Nosoden keinerlei Wirksamkeitsnachweise über Placebo hinaus gibt.

Wie hat man eigentlich herausgefunden, dass bei "Ausleitungen" tatsächlich ein bestimmter Giftstoff "ausgeleitet" wird - die Frage konnte mir bislang leider noch nie jemand beantworten.

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