Reizblase/ nervöse Blase, was kann man dagegen tun?

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2 Antworten

Du hast dann wohl eine Reizblase. Als erstes, nicht weniger trinken, denn sollten sich doch wieder Keime bilden, müssen die ausgeschwemmt werden. Viel Wasser trinken. Gegen die Reizblase könnte Deine Ärztin Dir etwas verschreiben, so das sie wieder entspannt, und sich an normale Leerungsabläufe hält. Du kannst sie auch selber trainieren, indem Du nur auf Klo gehst, wenn sie wirklich voll ist, obwohl es schwer ist das Gefühl zu ignorieren.

Vianne88 12.07.2011, 11:18

Das mit dem viel Trinken würde ich gerne machen, aber ich bin immer lange in S-Bahnen und Bussen unterwegs und da gibts nun mal bekanntliche keine Toiletten ^^". Ich fahre schon mal 1 1/2 Stunden am Stück und dann wirds echt kompliziert. Vor der Blasenentzündung hatte ich das Problem noch nicht, vielleicht geht es auch bald wieder weg, wenn sie dich Blase beruhigt hat? Was meinst du? Medikamente möchte ich lieber nicht nehmen, davon hab ich mittlerweile genug ;).

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Flitzpiepje 12.07.2011, 12:22
@Vianne88

Tja, dann bleibt Dir wohl nur das trainieren sprich anhalten. Ich hatte dieses Problem vor Jahren auch mal, das hat mich echt wuschig gemacht. Das Medikament was der Arzt mir dann verschrieben hat, war eher wie ein leichtes Schmerzmittel, das hat super geholfen. Bei mir trat es auch in einer Stresssituation auf. Versuche es doch mal am Wochenende. Sollte doch noch ein kleiner Infekt vorhanden sein, soll Cranberrysaft und knabbern der Trockenfrüchte super dagegen sein. Die bekommst Du im Reformhaus. Ich wünsche Dir auf jeden Fall gute Besserung, und auch, daß die Kürbiskernkur bald anschlägt.

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Wenn es keine organischen Probleme gibt und Du auch keine Hormonstörungen oder sonstwelche Schwierigkeiten hast, sind viele "Hausmittel" eigentlich sinnlos. Die wahrscheinlichste Ursache für Deinen ständigen Harndrang (auch "Reizblase" geheißen) ist, daß Du während der Blasenentzündungsphase Deine Miktionsgewohnheiten stark verändert hast, soll heißen, wahrscheinlich bist Du nervös geworden durch die Schmerzen und häufig aufs Klo gegangen, während Du den Rat Deiner Ärztin beachtet hast, viel zu trinken. Nun ist Dein vegetatives Nervensystem, das dafür zuständig ist, sozusagen "umprogrammiert" und reagiert hektisch auf kleine Mengen Urin.

Was Du tun kannst, ist erstens trotzdem viel trinken, denn so zweieinhalb Liter am Tag (und es ist Sommer!) solltest Du schon durch den Körper schleusen. Das muß nicht alles Getränk sein, denn Du nimmst ja auch mit anderer Nahrung Flüssigkeit auf. Diese Menge brauchst Du aber, sonst leiden die Nieren und mit ihnen auch Dein restlicher Körper. Zweitens schreibst Du mal auf, wie oft Du wirklich auf's Klo gehst. Drittens schnappst Du Dir einen alten Meßbecher und kontrollierst mal die Menge Flüssigkeit, die wirklich dabei rausgeht. Ein- und Auslauf sollten sich so ungefähr die Waage halten, wenn Du mit einrechnest, daß Du zur Zeit vielleicht viel schwitzt.

Und wenn Du diese Parameter mal zusammen hast und da alles in Ordnung ist, fängst Du mit gezieltem Training an. Das heißt, daß Du nicht beim ersten Impuls "ich muß aufs Klo" sofort zur Toilette gehst, sondern wartest, bis Du es gar nicht mehr aushältst. Wenn Du mit der Zeit dieses Training etwas steigern kannst, versuchst Du auf feste Zeiten zu kommen. Vor dem Frühstück, nach dem Frühstück, bis zum Mittagessen einmal oder zweimal, vor dem Mittagessen, nach dem Mittagessen und so weiter. Auf die Art kannst Du Dein vegetatives Nervensystem wieder "umprogrammieren" und die Hektik rausbringen, so daß die Blase nicht gleich losklingelt, wenn sie nur ein paar Tröpfchen hat. Diese Dinge kannst Du ohne jedes Gesundheitsrisiko machen. Wenn Dir vor lauter Druck ein paar Tröpfchen danebengehen, nimm eine Slipeinlage zur Vorsicht. Solches Blasentraining macht man im Krankenhaus zur Wiedereinübung in normales Miktionsverhalten, wenn Menschen lange einen Katheter tragen mußten, nach OPs und schweren Blasenentzündungen. Gute Besserung, q.

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