Reitschule und Pflegepferd oder Reitbeteiligung?

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10 Antworten

Ich finde es falsch, wenn man ständig versucht, alles zu pauschalisieren. Nur weil sie eine RB hatte und vom Besitzer ihrer Meinung nach schlecht unterrichtet wurde, heißt das nicht, dass jeder Besitzer eines Pferdes automatisch ein schlechter Unterrichtender ist.

Und Schulpferde sind auch nicht prinzipiell verritten. Da gibt es durchaus auch ausnehmend gute Pferde und entsprechenden Reitunterricht auf recht hohem Niveau. Nur hierfür zahlt man dann auch entsprechend.

Das Problem ist wieder einmal das liebe Geld. Denn wenn ich davon genügend habe, dann kann ich mir auch entsprechend guten Unterricht leisten. Muss ich allerdings zusehen, dass ich mit schmalem Budget das Maximum erhalte, bin ich entweder auf viel Glück angewiesen oder aber muss ich unter Umständen nehmen, was ich bekomme und das Beste draus machen.

Es ist absolut lobenswert, dass Deine Freundin sich reiterlich weiterentwickeln möchte, aber wenn man begrenzte Mittel hat, muss man eben erfinderischer sein und unter Umständen auch mehr zu Opfern bereit sein, als jemand, der von Mama und Papa alles finanziert bekommt.  Dann muss man sich z.B. bemühen, die rechte Hand von einem richtig guten Reiter zu werden, an einem sehr guten Stall viel mitzuhelfen und als Ausgleich guten Unterricht abzubekommen. Wenn eine RB, dann eine an einem guten Pferd, das einem Turnier-erfolgreichen Reiter gehört, der einem reiterlich weiterhelfen kann und möchte - doch das ist nicht leicht zu bekommen. Denn wer als Amateur ambitioniert reitet, der teilt sein Pferd nicht immer gerne. 

Wäre ich an der Stelle Deiner Freundin, ich würde mir eine sehr gute Reitschule aussuchen und dort regelmäßig so viel Unterricht zu nehmen, wie es beim Budget erlaubt, dort versuchen Fuß zu fassen, mit zu helfen, Freundschaften zu schließen und dann darauf zu hoffen, dass ich dort eine RB bekomme und/ oder in eine Förderstunde komme und mich weiterentwickeln kann. 

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Kommentar von berdDbrot
09.02.2017, 20:51

das war ja mal. sie hat am Reitstall wo sie arbeitet guten Unterricht gehabt und auch eine  RB für die sie nichts zahlen musste. Nur das Pferd wurde ja eben jetzt verkauft. 

Sie hatte das Pech mit dem Unterricht der Besitzer ja nicht nur einmal sondern schon 3 mal gehabt. da ist klar dass man dann keinen Unterricht beim Besitzer mehr möchte.

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ideal wäre doch eine RB , wenn der/die Besi auch Unterricht machen kann, z.B. weil er/sie z.B. wg Krankheit/Alter nicht selbst  reiten kann, aber viel Erfahrung hat

ich weiß nicht, wie oft es sowas gibt, aber bei uns kenne ich das

in den Vereinen/Ställen, wo die Schiulpferde auch als RB gehen ist manchmal 1 Reitstunde pro Woche  mit drin oder zu einem günstigeren Kurs mit dabei

aber:
Unterricht muß sein!
selbst nach sehr langem Reiterleben und vielen eigenen ausgebildeten Pferden und Reitern brauche ich immer noch mal wieder den Austausch und den prüfenden Blick eines Könners, der mich korrigiert, meine Ideen/Hilfen ergänzt usw

wir haben uns z.B. eine mobile Trainerin zu viert geteilt: jeder hat sein Pferd  vorher schon warm gemacht und wurde dann 30 Min einzeln unterrichtet, DAS bringt enorm viel!

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Kommentar von berdDbrot
09.02.2017, 14:39

Naja, sie hatte das iin der vangenheit  von den Besitzern der RBs unterricht bekommen, das möchte sie jetzt aber nicht mehr, weil sie einfach das Gefühl al die Jahre nichts gelernt zu haben. Nur weil man ein Pferd hat, heißt es ja leider auch nicht, dass man dan auch guten Unterricht geben kann, bzw gut reiten kann. ich würde meiner Rb auch niemals reitunterricht geben, weil ich sopwas einfach nicht vermitteln kann bzw selber gar nicht so der beste Reiter bin.


und bei Schulpfferden ist dann die Frage wie oft die korrigiertt werden. Wir haben eine gute Reitschule, wo die Pferde auch Korektur geritten werden, aber die vergeben keine RB an die Pferde, weil die eben nicht wollen, das die Pferde kaputt gemacht werden.

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Oder bringt da eine RB mit Unterricht mehr?

Meistens ja. Ich kenne es aus meinem Stall so, dass man mit seiner RB meistens Einzelunterricht hat - oder zu zweit reitet - und das ist natürlich viel effektiver als ein Unterricht in der Abteilung.

Schwierig finde ich die zeitliche Begrenzung. Ich kenne eigentlich niemanden, der nur für einmal in der Woche eine RB sucht. Aber herumfragen kann man ja.  Aber die meisten Besitzer wollen für zwei Tage eine RB haben.

Was die Kosten angeht: meist muss man für eine RB natürlich einen monatlichen Beitrag leisten. Aber die meisten Besitzer kommen den RB preislich (etwas) entgegen, wenn diese bei guten RL dann auch Unterricht nehmen. Da hat ja auch das Pferd etwas von.

Wenn natürlich selbsternannte "RL" in der Mitte stehen und krauses Zeug erklären, dann natürlich  nicht.

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Kommentar von Urlewas
09.02.2017, 19:06

Nu ja - das kommt auch auf den Reitlehrer an. Selbst bei Einzelstunden in der Landesreitschule habe ich schon : war schade ums Geld. Daheim hätte ich in einer halb so teuren Gruppenstunde ( ist nicht gleich Abteilung) mehr davon gehabt...

Und was die selbsternannten  Reitlehrer, die Kraft ihrer gesammelten Schleifchen anderen Reitern das Geld aus der Tasche ziehen, sind wie uns wieder einig. Da wird mir oft schon schlecht  beim Zuhören. Selten  jemand, der wirklich erwas vernünftig weitergeben kann.

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Kommentar von berdDbrot
09.02.2017, 20:55

also ich sag mal so. Mit nem Privatpferd kann kan auch Abteilung reiten und ich habe ja geschrieben, dass es hier um Einzelunterricht geht also auch in reitschulen.

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Ich für mein Teil habe eine passable Reitschule mit brauchbaren Pferden, und lerne in Gruppenstunden dort recht gut. Hin und wieder reite ich zusätzlich private Pferde, oder nehme zum Beispiel irgendwo im Urlaub mal Einzelstunden.

Wie die örtlichen Reitschulen bei Euch sind, weiß ich nicht. Ich würde einer passablen (!)  Reitschule immer den Vorzug geben. Wäre da allerdings nichts passendes fur mich zu finden, würde ich mich auch eher nach einer Reitbeteiligung umsehen.

Auch was den Umgang mit den Pferden angeht, kommt es auf die Reitschule an. In" meiner" Reitschule ( Meisterbetrieb) geht es gleichermaßen professionell wie familiär zu, so dass jeder, der möchte, auch am ganzen Stallgeschehen teilhaben kann. Pferde putzen, sich nach der Reitstunde mit den Reitlehrern unterhalten, umsehen, fachsimplen... alles möglich. Da lerne ich auch " drumherum" mit Sicherheit mehr als bei irgendeiner verschrobenen Privatperson ( entschuldige, soll sich hier niemand persönlich gemeint fühlen😉), die ihr einziges Pferd vergöttert.

Natürlich kann man auch mit einer Reitbeteiligung Glück haben, und alles passt. Es kommt IMMER auf den Einzelfall an.

Daher kann man Dir da aus der Ferne kaum was raten, als dass sie es einfach ausprobiert.

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Unterricht sollte man eigentlich immer nehmen, wie ich finde. Aber was jetzt mehr bringt, lässt sich meiner Meinung nach nicht so pauschal beantworten. Hängt ja wohl vom Pferd und vom Reitlehrer ab.

Wenn der Reitlehrer schlecht ist, hilft es unter Umständen auch nicht viel, wenn das Pferd gut wäre. Ist das Pferd schlecht ausgebildet und unrittig, kann man vielleicht mit gutem Reitunterricht noch was lernen, hätte man schlechten Reitunterricht, würde es wohl als "Gegenleistung" für das ausgegebene Geld nicht so viel bringen.

Also würde ich die Frage nicht so pauschal beantworten, sondern je nachdem wie gut der Unterricht und/oder die RB wäre.

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Sucht doch einmal bei euch in der Nähe nach einer RB, fragt in Ställen nach oder schaut auf Seiten wie "eBay Kleinanzeigen" nach Pflegepferden. Nach Absprache mit dem Besitzer lässt sich bestimmt was machen 😊
Ich zB habe mit der Besitzerin meines Pflegepferdes abgesprochen, dass ich so für ihn nicht bezahle, ihn aber nur im Privat/Einzelunterricht reite. So hat man ein vertrautes Pferd auf dem man viel lernen kann und zugleich guten Reitunterricht.
P.S. Reitbeteiligung PLUS Reitstunden mehrmals die Woche könnte ich mir zusammen auch nicht leisten. Da wäre ich bei meinen 2 Pflegepferden bei über 280 €.

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Ich würde eine RB + Reitunterricht nehmen. Da man mit einer RB mehr lernt auch was Pflege, Ernährung, Krankheit usw. angeht. Im Unterricht lernt man 'nur' reiten.

Oft geben auch die Besitzer selbst unterricht, schließlich kennen sie ihr Pferd am besten. Oder die Besitzer übernehmen den Unterricht gegen mehr arbeit am Stall.

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Kommentar von berdDbrot
09.02.2017, 14:30

Deswegen wollte sie sich ja auch eine Pflegebeteiligung suchen. Damit sie nebenbei im Umgang zu Pferden noch was lernt. Reituntzerricht von besitzern möchte sie nicht mehr, damit hat sie bis jetzt nur schlechte erfahrungen gemacht.

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Kommentar von Dahika
09.02.2017, 18:41

Oft geben auch die Besitzer selbst unterricht,

Na ja, ich halte da nicht viel von. Ein Besitzer, der zugleich guten Unterricht geben kann, ist schon selten. Übrigens würde ich mir das auch nicht zutrauen!

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Ich würde zur RB mit Unterricht tendieren. 

Wenn man nicht viel Geld zur Verfügung hat, kann man auch nur alle 2 oder 3 Wochen Unterricht nehmen, wenn er dafür richtig gut ist und man Hausaufgaben mitkriegt. 

Mache ich auch so. 

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Kommentar von berdDbrot
09.02.2017, 14:12

und dann eine halbe Stunde oder eine ganze? Einige mobile Reitlehrer nehmen für eine halbe Stunde 20 bis 25 € + Benzingeld. Das wären dan so grob 25-30€ Bei 2 mal die Woche dann 60€. Eine RB unter 40€ findet man kaum.

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Ich würde an ihrer Stelle an einem guten (!) Stall Reitunterricht nehmen.

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Es gibt auch Reitschulen, die Reitbeteiligungen an ihren Schulpferden vergeben. Deine Freundin sollte sich mal an Reitschulen in ihrer Nähe erkundigen, ob dies dort auch angeboten wird.

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Kommentar von berdDbrot
09.02.2017, 14:31

ja werden sie. das problem ist, sie will keine verittenen Schulpferde.

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