Reitlehrerin oder Job in Gestüt?

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7 Antworten

Ich liebe Pferde wirklich sehr - aber ich bin heilfroh, dass sie meine Freizeit und nicht mein Beruf sind, wenn es um den Beruf des Pferdewirtes geht.
Sicherlich gibt es wunderschöne Aspekte an diesem Beruf - aber für mich würden die negativen überwiegen. Angefangen bei der echt schlechten Bezahlung und sehr oft auch den fehlenden Perspektiven Karriere zu machen und das Gehalt entscheidend steigern zu können. 

Im Sommer ist es sicherlich leichter, als im Winter, wenn die Hände so kalt sind, dass man kaum die Zügel in der Hand halten kann, die Feuchtigkeit und Kälte in einen reinkriechen und die mitunter sehr schwere körperliche Arbeit dafür sorgt, dass wenn endlich Feierabend ist, man keinen Meter mehr freiwillig vor die Türe geht. Und selbst wenn man sich aufrafft, bzw. aufraffen würde, muss man schon gucken, was finanziell so dransitzt. Denn wenn man so wenig verdient, wie es das als Pferdewirt, Pferdepfleger und Co. in der Regel der Fall ist, bleibt meist nicht viel nach Miete, Versicherungen, Lebensmitteln und Kosten für die persönliche Mobilität übrig. Meist sitzt auch kein eigenes Pferd dran.

Aber darüber hinaus gibt es natürlich noch zahllose andere Möglichkeiten, mit Pferden zu arbeiten, wo u.a. die Verdienstmöglichkeiten besser sind - Veterinär-Mediziner, Arzthelferin in einer Tierklinik, Pferde-Physio-Therapeut, Sattler, Osteopath, Heilpraktiker, Zucht, Studium Pferdemanagement, Hufschmied, Pferdezahnarzt, auch auf einem Gestüt, in der Zucht, gibt es recht interessante Stellen.

Bei aller Pferdeliebe ist es wichtig, sich bei der Berufswahl auch nach Perspektiven zu orientieren. Auch wenn Dir ein Verdienst von 1200 Euro netto im Moment viel erscheint und die heftigen Arbeitszeiten eines Pferdewirts sogar wünschenswert sind, nutzt sich die Euphorie meist schon im ersten kalten und nassen Winter ab und werden doch noch Wünsche mit der Zeit wach, nach Kino-Besuchen, auch mal schicken Klamotten, mit Freunden ausgehen wollen und mal nicht zu müde dazu sein und nach ein wenig mehr Komfort. Wenn sich aber das Gehalt nie wirklich steigert, ist auch der Wunsch mal eigene Kinder zu bekommen meist in so einem Knochenjob nicht einfach.

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Hallöchen,

Wenn Du beruflich etwas mit Pferden machen möchtest, kommt es sehr auf Deine Vorkenntnisse an. Darüber erzählst Du uns nichts, und auch Dein Profil gibt nichts in dieser Hinsicht her.

Weißt Du, mit Pferden arbeiten, das lernt man nicht mal eben in einer normalen Ausbildung, als  wolltest du Bäcker oder Verkäuferin werden.

Um an eine berufliche Zukunft mit Pferden denken zu können, sollte man schon vor Beginn der Ausbildung einige Jahre intensive Erfahrung mitbringen.

Vielleicht kannst Du ja irgendwo auf einem Reiterhof ein Ferienpraktikum machen, um mal ein wenig Ahnung  davon zu bekommen, was es heißt, einen Beruf ausüben zu wollen, der sozusagen eine Mischung aus Landwirtschaft und Profisport bedeutet...?

Man muss fur den beruflichen Umgang mit Pferden sowohl körperlich als auch mental stark sein. Auch dann, enn Du reitlehrer wirst " nur" mit einem Trainerschein. Dieser kostet allerdings auch mehrere Tausend Euro, während Du in einer Berufsausbildung zum Pferdewirt eine Ausbildungsvergütung erhältst.

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http://www.pferd-aktuell.de/trainerportal/trainerportal

Hier sollten Deine Fragen befriedigt werden.

Wenn Du schon reiten kannst, dauert das mit Beginn der klassischen Ausbildung mind. 3 Regel-Ausbildungsjahre, bzw.4 Jahre, je nach dem was Du willst. On Top oder inclusive die erforderlichen Lizenzen die Du Dir nebenbei erwerben kannst oder auch vorher. Dann kommt der Meister, den man in diesem Beruf unbedingt machen sollte, denn die Kutte macht den Mönch. Der Erfolgt hängt von Dir alleine ab.

Das Abitur verschafft Dir zwar eine Verkürzung, aber keine Verbesserung Deiner Qualitäten.

Die persönliche Reife zum Trainer erhält man durch den eigenen Charakter, die kann man nicht erwerben, denn sie kommt aus der Erfahrung und davor aus der Kinderstube. Also ein Trainer ist eine Person mit Erfahrung und Reife, alle anderen sind Kasperfiguren.

Als Startup rate ich Dir eine Ausbildung auf einem der Landgestüte zu absolvieren oder in einem professionellen, privat geführten Betrieb aus dem Bereich Zucht oder Leistungssport. Dann hätte das Zukunft, denn eine bodenständige Ausbildung zahlt sich immer aus.

Dennoch ein Pferdejob ist ein hartes Brot und mit 40 sollte man seine Schäfchen im Trockenen haben.

Kurzgefasst, es dauert ein Leben und wenn Du es dann voll drauf hast, gehts in die Rente.

Ein BWL-Studium ist da einfacher und der Erfolg stellt sich schneller ein.

Oder gehe einen anderen Bildungsweg in Sachen Pferde, z.B. Tierarzt, aber auch dann gilt: Mit Pferden verdient man am wenigsten.

Wie gesagt, diese Antwort dreht sich auch um Lebenssicherung und nicht um Wendyspass, denn viele wollen etwas mit Pferden machen, die meisten schaffen es nicht und brechen ab.

Der Link sollte da Klarheit bringen.

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Du hast entweder die Möglichkeit, vom FN oder ähnlichen Vereinen aus eine Trainerlizenz zu bekommen. Dafür musst du dann verschiedene Abzeichen und den Trainerlehrgang sowie -prüfung machen. Allerdings ist das relativ kostspielig, zumindest bei uns im Islandpferdebereich. 

Eine andere Möglichkeit ist die Ausbildung zum Pferdewirt. Das ist im Prinzip eine normale, berufliche Ausbildung auf einem Hof oder Gestüt. Dabei spezialisierst du dich auch schon auf eine bestimmtes Gebiet, bspw. Pferdezucht oder Spezialreitwesen. 

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Klar sein muss dir von vornherein dass die Bezahlung auch als Reitlehrerin oder Pferdewirtin in aller Regel ausgesprochen mies ist. Hinzu kommen extrem lange Arbeitszeiten.

Nur wenn du eine Spitzen-Reiterin bist, sieht das etwas anders aus. Aber so weit kommen die allerwenigsten und allzu viele Reitlehrerinnen werden nicht gesucht.

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Reitlehrerin ist kein geschützter begriff. jeder kann sich reitlehrer nennen, ob er nun ahnung hat oder nicht. besser aufgehoben bist du da mit einem trainerschein. da verweise ich mal auf skjoniis antwort👍 bei den großpferden ist es ähnlich wie bei den isis:)

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Mistress321 08.11.2016, 10:16

Da muss ich voll recht geben:)

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Viowow 08.11.2016, 10:21

naja, wenn man angestellt ist, hat man schon auch mal frei;)

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kaytie1 08.11.2016, 10:35
@Viowow

Ja natürlich, ich meinte das man auch mal an Weihnachten oder Silvester arbeiten muss und Sonntags

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Viowow 09.11.2016, 14:24

da hast du recht:)

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