Reiten verbessern?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Jetzt macht mal halblang... ich nutze unseren Platz vllt 1x die Woche fürs Reiten oder Bodenarbeit. Im Grunde käme ich aber auch ohne aus. So wichtig sind Platz und halle nun wirklich nicht. Und mit einem 4 jährigen würde ich generell erstmal ein Jahr lang ins Gelände, Balance, Kraft und Ausdauer aufbauen. In der Bahn braucht er das und die meisten jungen Pferde sind von so engen Kurven und starken Biegungen überfordert. Vor einigen Jahren war es üblich junge Pferde erstmal nur geradeaus zu reiten. 

Dein Pferd ist noch sehr jung. Die Ausbildung eines solchen Tieres ohne erfahrene Hilfe ist nicht sehr ratsam. Daher würde ich gucken, ob man nicht irgendwie das Geld für einen Trainer beschaffen kann. Arbeiten gehen eben, jobben, sparen. Der muss nicht wöchentlich kommen, aber hin und wieder mal um grobe Fehler zu korrigieren und euch Hausaufgaben zu geben. 

Die Reitfähigkeiten kann man im Gelände wunderbar verbessern. Darfst dein Pferd halt nicht um die Kurve driften lassen sondern musst in Stellung und Biegung reiten. Stellen kann man sein Pferd auch im Gelände, Volten und Zirkel gehen auf großen Kreuzungen. Tempiwechsel einbauen, mal schritt, dann trab, Galopp, Halten, Rückwärts etc. Halten aus dem Trab oder Galopp ist ne super Sache, die gekonnt werden muss. Wurzelige Wege verbessern die Trittsicherheit und Balance des Pferdes und bringen es zur Konzentration. Längere Galoppaden fördern die Ausdauer, Hügel oder Berge hoch und runter zu reiten verbesser Schub- und Tragkraft, sowie die Balance. 

Ich sehe absolut nichts verwerfliches darin mit einem jungen Pferd so viel rauszugehen. Dem Reiter bringt es Sattelfestigkeit sowie Kondition und eine gute Ausdauer, zudem lernt man sein Pferd nirgends so gut kennen wie im Gelände. Was Haltung und Hilfen angeht: Regelmäßig Bilder machen lassen, vllt kennst du jmd mit einer Kamera der mitkommt. Mir hilft es schon sehr, wenn ich mal selbst sehe wie ich sitze. Oftmals reicht das aus und ich ändere meine Haltung, achte mehr darauf und werde besser. Alle paar Wochen sollte auch mal ein Trainer kommen und gucken, was und wie ihr das macht. Manche Fehler sieht man nicht und andere bemerkt man einfach nicht. 

Einige Dressurlektionen lassen sich im Gelände sehr gut erarbeiten, bspw das Schenkelweichen quer über breite Wege. Von links nach rechts seitlich rüber. Macht meine im Gelände traumhaft, am Platz eher lustlos. Das Pferd nicht schlappen lassen, sondern reiten und arbeiten. In welche Richtung wollt ihr denn? Nur ausreiten oder Wanderritte, Distanzreiten, Dressur? Springen wäre ungünstig ohne gescheite Hindernisse, an feste Hindernisse im Wald würde ich mich erst heranwagen wenn Reiter und Pferd springen können. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also eigt. gibt es ja viele Möglichkeiten sein Reiten zu verbessern, es kommt auch darauf an, ob du dich eher dressur- oder springmäßig weiter entwickeln willst. Wenn du mehr Springen willst, solltest du aber nicht mit festen Hindernissen üben, weil bei so einem jungen Pferd kann das bissl gefährlich sein. Vielleicht gibt es so eine Art Wiese oder Lichtung, wo ihr Hindernisse aufstellen könnt? Aber wenn du das RA5 gemacht hast, bist du doch schon mindestens auf gutem E-Niveau. Du kannst eigt. alles was du gelernt hast an Dressur auch im Gelände anwenden, also Schenkelweichen etc. Je nach dem, was genau deine Ziele sind,  gibt es ja ganz verschiedene Übungen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von jjjana2000
26.06.2016, 22:09

Ok, danke nur leider darf man ja auf den Wiesen von Mai bis Oktober nicht Reiten und die Cavalettis müsste man erst zu einer Wiese hinfahren, was ich auch nicht kann. Leider hat mein Pferd auch 0 Springerfahrung. 

Dressurmäßig kann er auch noch absolut gar nichts. Was wären denn konkrete Übungen im Gelände? 

Und wie kann ich diese umsetzen? Momentan geht nämlich weder Schenkelweichen, noch in Anlehnung reiten. 

0
Kommentar von Urlewas
27.06.2016, 08:01

Nun ja - dass jeder, der ein RAZ hat, auf entsprechendem Niveau reite, ist doch leider zu bezweifeln. Manch einer schafft das auf solchen Reiterhöfen, wo die Pferde das Programm von allein abspulen,  und man nur noch zusehen muss, das man einigermaßen manierlich drauf sitzt..

Aber selbst wenn es bei der Fragestellerin anders ist, ist es immer noch ein riesiger Unterschied, auf einem ausgebildeten Pferd einem Niveau entsprechend zu reiten, oder ein junges Pferd auszubilden oder auch nur zu halten.

Das wird so  alleine auf sich gestellt schon recht schwierig sein :-/

4

Denke ich auch. Klar, nun kommen wieder viele mit "Dressurreiten geht auch im Gelände"...aber mal ehrlich , selbst wenn du regenfest bist usw., die Bodenverhältnisse lassen ausreiten oft nicht zu, ein Reitlehrer wird im Gelände wohl kaum neben dir herfitschen und meine persönliche Meinung ist, dass niemand dauerhaft seinen Leistungsstand ohne kompetente Leute, die einem auf die Finger gucken, halten kann. Fehlerchen schleichen sich immermal unbemerkt ein. Man wird eher schlechter,besser auf keinen Fall. Nicht umsonst hat selbst der Bundeskader seinen Trainer. Ohne Förderung kann man sich nicht verbessern (würden Bücher und guter Wille reichen, würde sich keiner mehr teure Reitstunden leisten) und wenn dann auch noch keine Trainingsmöglichkeiten gegeben sind - knick den Gedanken.

Mit viel Glück trittst du auf der Stelle, aber so wirkliches vorankommen, nee..

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MissDeathMetal
26.06.2016, 23:02

... als es gesifft hat wie Sau die letzten Tage, sind wir raus. Als es 32°C hatte sind wir auch raus ins Gelände. Als es länger gestürmt hat sind wir in den nicht ganz so schlimmen Phasen raus. Wer Ausreden sucht, der findet welche. Aber mal ehrlich: Wer nicht aus Zucker ist, der geht raus. Ausnahmen sind Glatteis und Gewitter oder Hagel. 

Wer nur Ausreden sucht, der findet welche. Zu matschig, zu heiß, zu viele Bremsen, zu nass zu kalt zu zu zu. Matsch ist super, das trainiert Balance. Heiß ist nicht schlimm, dafür gibts Morgen- oder Abendstunden. Muss man halt entsprechend aufstehen oder aufbleiben. Bremsen nerven, treiben aber an. Selten so viel getrabt und galoppiert wie jetzt. Wenn es regnet kann man sich ordentlich anziehen, eine gute Regenhose und ein Bundeswehrponcho kosten zsm keine 100€ und halten Jahre lang bei jedem Siffwetter. Wenn es kalt ist, zieht man eben mehr an. Wenn es windig ist, naja, Mütze auf und los. Entweder man will raus und sieht die Möglichkeiten oder man weigert sich und wirft mit unsinnigen Argumenten um sich, die man locker umgehen kann wenn man nur will und sich bemüht. 

Reitlehrer kommen mittlerweile auch häufig mit raus, wer Glück hat findet einen guten RL in der Nähe der mit dem eigenen Pferd mitreiten und so Kommandos gibt und korrigiert. Ein Lehrer, der einem auf die Finger schaut, ist wichtig, da stimme ich dir voll und ganz zu! Dennoch macht man ohne Trainer nicht nur Rückschritte oder trampelt auf der Stelle. Ich bin momentan auch größtenteils ohne RL unterwegs und mein Pferd, das anfangs oft gerannt ist und sich nicht leichttraben oder aussitzen ließ, galoppiert jetzt Wurzelwege hoch wo es andere Pferde im Schritt auf de Schnauze legt. Lässt sich in allen Formen und Farben traben und kann fliegende Wechsel im Galopp. Mein Sitz ist schon wesentlich besser geworden, ich bin sattelfester geworden, kann mein Pferd exakt einschätzen. In manchen Dingen kommt man ohne Trainer nicht weiter, das stimmt. aber vieles kann man alleine hinbringen wenn man sich bemüht. 

Meine Erfahrung sagt: Gelände steht Reitplatz/Halle in nichts nach und es bringt Pferd wie Reiter sehr viel weiter wenn man es nur richtig macht... 

2
Kommentar von Minibecci
27.06.2016, 07:48

Ich stimme dir voll zu! Und letztendlich hat doch jeder Reiter das Ziel sich zuverbessern und das lassen meiner Meinung diese Trainingsverhältnisse nicht zu! Wenn man sie über Haupt Trainingsverhältnisse nennen kann! Ich würde dann deiner Stelle, wenigstens mal nach einem Reitplatz fragen oder zu einem anderen Hof reiten der evt. Halle, Platz besitzt!  

0

Ein guter Reitlehrer kommt auch zu dir und gibt Einzelunterricht, auch im Gelände. 

Gelände hat in dem Sinn den Vorteil, dass die Möglichkeiten schier unbegrenzt sind, in der Halle oder am Platz gibt's immer das gleiche. 

Such nach einem mobilen RL, der qualitativ hochwertigen Unterricht gibt, wenn dein Pferd geländesicher ist. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo :)


Es gibt auch Reitlehrer, die zu dir hinkommen (selbst ohne Reitplatz) und auch im Gelände trainieren. Es wird sich bestimmt auch irgendwo ein Grasfeld zu finden sein und wenn nicht, dann halt aufm Feldweg :D

Für ein junges Pferd ist aber auch sehr förderlich im Gelände viel geritten zu werden, da es sehr trittsicher und selbstbewusst wird.
Natürlich sollte eine gute Grundausbildung nicht fehlen...

Die Kosten sind da ganz unterschiedlich und du solltest vorher einige zusammensuchen und vergleichen, da muss man selbst schauen, wie viel man ausgeben möchte und wie oft der/diejenigen kommen soll.

Aber stark eingeschränkt bist du leider trotzdem. :(


LG :)


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von jjjana2000
26.06.2016, 22:14

Einen Reitlehrer (und dessen Anfahrtskosten) kann ich mir auf Dauer nicht leisten und meine Eltern wollen soeinen nicht zahlen.  Außerdem habe ich das Problem, das man von Mai bis Oktober gesetzlich nicht auf Wiesen Reiten darf. 

0

Hey :) wenn du einen Hänger Besitz oder jemanden kennst der einen Hänger hat kannst du ja mal auf einen Kurs fahren mit deinem Pferd. Aufjedenfall sehr lehrreich

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?