Reiten nach Kreuzband OP

3 Antworten

Gegen das Reiten spricht nichts, aber gegen das Stürzen. Ich kenne eine junge Frau sehr gut, die auch als Kind das erste Mal das Kreuzband gerissen hatte. Ich war dabei, heute mit 26 hat sie nach vielen Operationen und einem Jahr Rollstuhl ein künstliches Kniegelenk. Wie lange das hält weiss niemand. Fakt ist aber einzig und allein die Unvernunft wieder und viel zu früh auf das Pferd zu sitzen und Eltern die nicht in der Lage waren ein Machtwort zu reden.

Danke für deine Antwort :) Ja, das Risiko eines Sturzes ist da und wird es auch immer sein.

Meine Stute ist jedoch ein absolutes Verlasspferd, und ich lege meine Hand ins Feuer für sie. Ich würde sie vor dem Reiten ggf. ein wenig ablongieren, damit sie sich ggf. ausbocken kann. Die Gegend hier ist sehr ruhig, Spaziergänger, die mal vor der Halle vorbeilaufen, kennt sie, ebenso Flugzeuge oder Hubschrauber, da bringt sie nichts mehr aus der Ruhe. Sollte ich doch mal merken, dass sie heute spannig ist, bleib ich halt am Boden.. ;) Noch dazu habe ich jetzt 11 Jahre Reiterfahrung und bis meine Gute mich in den Sand setzt, brauchts einiges.

Ich denke, dadurch lässt sich das Risiko auf ein Minimum reduzieren. Natürlich wäre es das allervernünftigste, einfach bis November zu warten. Doch wenn, wie du mir bestätigt hast ;), die normale Belastung beim Reiten kein Problem darstellt und ich wirklich eher mit dem Fahrrad stürzen würde (was sicher auch nicht das lustigste wäre..), als mit dem Pferd, dann fällt es schon sehr schwer, 3 weitere Monate zu warten.

das mit deiner Bekannten tut mir sehr leid, ich hoffe, sie kommt im wahrsten Sinne des Wortes wieder "auf die Beine".

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@kleeblaettchen

Gerne! :-)) Leider gehört diese Bekannte zu der unvernünftigen Sorte und liebt das Risiko. Ich bestätige dir gerne, dass sie mit Schulpferden verunglückt ist. Ein eigenes Pferd bietet sicher weniger Risiken. Besprich das aber bitte ausführlich mit deinem Arzt. Er weiss was das Knie aushält bzw. aushalten sollte. Gute Besserung!

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gegen geführten schritt oder an der longe mit einer erfahrenen person spricht nix aber du könntest stürtzen und das wäre doof

Was hilft mir ein Longenführer, wenn, angenommen, das Pferd zur Seite hüpft oÄ?

Für meine Stute würde ich da wirklich die Hand ins Feuer legen, die ist ein absokutes Verlasspferd. Das Risiko eines Sturzes ist tatsächlich minimal - und nach diesen 3 Monaten mindestens genauso groß, wenn nicht noch größer (Winter, kalt, knackige Pferde.. ;) ).

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Ich hab mir mit 14 das Knie zerstört (Schienbeinkopfbruch, Innenband fast durch, Kreuzband angerissen), hatte 8 Wochen einen Gips bis zur Hüfte - anfangs brauchte ich eine Stricknadel zum Kratzen, am Ende konnte ich ganz normal mit der Hand bis zum Knie runter, so wenig Muskeln waren übrig...

Reiten hab ich 2 Wochen nach Gipsabnahme wieder probiert (da konnte ich grade so ohne Krücken gehen wegen den Muskeln, Beugen und Strecken war schon wieder fast normal). Wirklich richtig geritten bin ich erst nach fast einem halben Jahr wieder, weil eben die Beugung nach innen, um den Schenkel ans Pferd zu kriegen, lange echt weh getan hat. Insgesamt hats über ein Jahr gedauert, bis ich auch beim Reiten keine Schmerzen mehr hatte.

Achja- es war das rechte Knie, und rechts war vorher immer meine bessere Seite - seitdem ists links besser. Auch wenn die Muskeln dann wieder da waren, scheinbar hab ich immer noch ein bisschen geschont, unbewusst oder so...

Wenn du für deine Stute die Hand ins Feuer legst, dann setz dich drauf und probier es aus - sobald du merkst dass etwas zu zwicken anfängt, steig wieder ab und provozier dein Knie nicht weiter. Und wenns doch weh tut - Topfen(=Quark)wickel sind super. (Zimmerwarm - nicht direkt aus dem Kühlschrank! 1cm dick auf ein Geschirrtuch schmieren und drumwickeln, auch in die Kniebeuge!, eine Stunde lassen und dann runterwaschen - es tut echt gut ;-)

Alles Gute!

Oh, und was mir jetzt noch einfällt: ich war danach regelmäßig (alle 2-3 Wochen, bis die Muskeln wieder kräftig waren - danach nur mehr alle 3 Monate, jetzt nur mehr wenn ich merke es passt was nicht, so ca. 2x/Jahr) beim Chiropraktiker, der mir das Knie wieder eingerenkt hat. Durch die labbrigen Bänder wirds instabil, und wenn du mal gesehen hast wie ein Knie operiert wird wunderts nicht mehr dass da was verschoben bleibt nach der OP. Dazu würd ich dir echt raten!

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@Aristella

Uiuiui das klingt ja wirklich nicht gerade angenehm O.o Hast du jetzt noch Probleme mit dem Knie? Knacksen, Instabilität, Schmerzen..?

Bei mir ists auch rechts, und ich glaube, rechts war schon vorher meine schlechtere Seite :D (Ist auch die Seite, auf der sich mein Pferdi schlechter biegt..). Aber um das ein wenig auszugleichen, habe ich vor, seeehr viele Biegeübungen zu machen (also mit Pferd), um das Bein wiederein wenig daran zu gewöhnen. Was mir nur auffällt, ist, dass ich, beim Stehen mein Gewicht unbewusst fast komplett auf das linke Bein verlagere und rechts quasi komplett entlaste. Wir wohl ewig dauern, um das wieder rauszubekommen..

Wie gesagt, in der Halle / auf dem Platz (<- wobei ich da länger warten werde) fühle ich mich absolut sicher auf ihr. Im Gelände auch - wobei es da halt eher mal sein kann dass sie nen Hupfer zur Seite macht (nicht schlimm und auch nicht so, dass ich runterfallen würde, aber evt. das Knie "krumm" belasten würde..). Durchgegangen, gebockt, gestiegen etc. ist sie mir noch nie. Und anlässe dafür hätte es genug gegeben .. ;D

Wenn ich irgendwo Schmerzen habe, höre ich natürlich auf. So schwer es auch fällt, aber dann machts ja keinen Sinn. Vor der OP ( = nach dem Unfall) bin ich auch ein paar Mal Schritt geritten. Da hats dann gezwickt,, wenn ich meine Fersen hochgezogen habe - war also gar nicht mal so schlecht... ;)

Chiropraktiker wollt ich mir auch mal einen suchen. Eigentlich nicht wegem Knie, eher wegen Rücken & Hüfte, Ist nur schwierig, jemanden richtig guten zu finden... :(

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@kleeblaettchen

Jein - ich merk, dass manche Sachen nicht so toll sind fürs Knie. zB alles, wo man sich (aus Faulheit oder weil man schon müde ist) am stehenden Fuß dreht, so wie Schneeschaufeln oder Holz schlichten. Wandern findet mein Knie auch nicht so toll (wobei bergab deutlich unangenehmer ist als bergauf). Dann fühlt sich das so an, als würde innen im Knie was stecken und es knackst manchmal beim belasten in der Beugung (besonders beim Treppensteigen). Wenn ich merk, das zwickt wieder öfter, geh ich wieder zum Chiro und der renkt mir das wieder ein. Wirklich Schmerzen hab ich selten, eben meistens kurz vorm Chiro :)

Achja, ich kann das rechte 2cm weiter nach hinten durchdrücken als das linke.

Such dir wirklich einen Chiro - der hilft so richtig. Ich glaub, ohne den hätt ich schon lange operieren müssen...

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