Reiten im Winter ohne Halle

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7 Antworten

Ich würde sagen, entweder oder ... Also entweder so, wie Wolpertinger sagt, komplett über den Winter eine Pause geben oder aber einigermaßen regelmäßig was machen.

Zudem kommt im Winter noch das Problem hinzu, dass die Pferde durch die Kälte ja oft noch ein bißchen "knackiger" werden. Die Frage ist also, ob es dann am Wochenende ausreichen würde, ein "bißchen" ausreiten zu gehen, oder ob das Pferd unterm Sattel dann nur eins im Sinn hat - und zwar laufen, laufen, laufen....

Zudem musst du vermutlich auch bedenken, dass du wahrscheinlich eher nicht jedes Wochenende die Gelegenheit haben wirst, reiten zu gehen, weil es Zeit- und Wetterverhältnisse nicht zu lassen werden. Heißt, die Pause zwischen deinen Reitphasen könnte auch noch länger als nur eine Woche werden.

Hi Emely, ich reite in Moment auch einen 4 jäheigne Knappie-Hanoveraner ein. Da ich auch nur am We reiten kann (Wir haben einen Platz, aber den kann man im Winter eh nur für Bodenarbeit& Schrittarbeit benutzen) gehe ich immer mega große Runden raus (mind. 4h) mit ordentlichen Galoppen und gehe am Ende des Ausritts noch auf eine Wiese oder ähnliches, um dort dann noch ca. ne halbe Stunde Dressur zeug zu reiten. Das klappt immer super, ich denke es ist weil er sich davor ja richtig austoben kann. Er steht in einem Offenstall in ner 7-ner Herde und ist ein sehr durchgeknallter aufgeweckter Typ. Er ist auch 2. Herdenchef. Probier das doch auch mal aus, denn so verlernt er weder das Ausreiten noch schön am Zügel gehen. Glg& noch viel Spaß :)

sunnysammy 05.12.2013, 19:17

du reitest ein junges Pferd 4 Stunden lang? Na prost Mahlzeit, das Tier bedankt sich....

und der Bauer auch, wenn du seine Wiese kaputt trampelst

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SunnyRise22 06.12.2013, 20:48

Dein Konzept finde ich sehr spannend: du reitest ein 4-jähriges Pferd ein, welches die ganze Woche nicht geritten wird. Am WE kommst du, schwingst dich auf dein holdes Ross und jagst es 4 Stunden?! durch den Busch, um anschließend noch Dressurarbeit zu machen? Das klingt -sorry- echt ziemlich strange und vor allem nicht gesund.

Versteh mich nicht falsch: ich bin -auch und besonders mit jungen Pferden- ein überzeugter Draußenreiter. Aber selbst im tiefsten Winter mit 15 Grad Minus haben die Youngsters spätestens nach der ersten Galopptour ihre überschüssige Energie abgebaut, sodass man anständig mit ihnen arbeiten kann. Was ich gerne bei besonders knackigen Kerlchen mache: zum Aufwärmen führe ich sie ca. eingedeckt 15 Mins. Schritt oder bringe sie in die Führmaschine. Dann steige ich auf und trabe auf beiden Händen flott, aber kontrolliert. Dabei gibts schonmal den einen oder anderen Hopser, aber wenn sie ihren Dampf kontrolliert ablassen können, werden sie sehr schnell ruhig. Wenn ich den Eindruck habe, dass das angaloppieren ohne große Bocksprünge klappt, galoppiere ich auf beiden Händen im leichten Sitz und dann ist die Messe zu 99,9% Prozent auch schon gelesen und die Flausen zwecks Kälte und Energieüberschuss verschwinden.

Meine Kleinen könnte ich nie im Leben 4 Stunden am Stück reiten. Außerdem glaube ich, dass sie dazu körperlich noch garnicht in der Lage sind.

Kontinuität ist die halbe Miete in der Ausbildung und in jedem Training. Du sitzt ja auch nicht die ganze Woche über auf dem Sofa, nur um dir dann pünktlich zum WE einen 15 KG schweren Rucksack zu packen und damit 20 KM joggen zu gehen, um dann anschließend noch etwas Ballett oder ähnliches zu machen, oder?;)

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Auch ich würde mich für entweder oder entscheiden:

Variante 1: du gönnst ihm eine Winterpause, ohne zu reiten. Bodenarbeit kannst ja nach Bedarf, Wetter, Lust und Laune noch machen, aber ansonsten nichts. Nach dem Winter fängst du halt langsam wieder an und baust ihn auf.

ODER

Variante 2: du reitest ihn kontinuierlich auch unter der Woche. Die Jungen muss/braucht man ja auch nicht ne Stunde oder mehr am Stück zu reiten, eine halbe Stunde sinnvoller Arbeit bringt häufig mehr, wenn er natürlich trotzdem noch auf die Weide darf.

Ich für meinen Teil habe einen gewissen Hass gegen die "Wochenendreiter" entwickelt: die ganze Woche über stehen sich die Tiere (am besten in der Box) die Beine in den Bauch, oder futtern sich auf der Weide fett. Am WE lassen sich die werten Reiter dazu hinab, mal nach ihren Pferden zu schauen und jagen sie stunden durch den Busch, um sie anschließend verschwitzt und völlig am Ende in die Box zu bringen.---> Sorry, kleiner Exkurs zum Dampf ablassen, war nicht direkt auf dich bezogen.

Gerade die Jungen sollten regelmäßig in kleinen Dosen geritten und bewegt werden, damit ihr Körper in der Lage ist, sich step by step an das längere Tragen eines Reiters und an die Arbeit unter dem Reiter zu gewöhnen. Damit tut man sich und seinem Pferd einen großen Gefallen.

Was das beste für dich und euch ist musst du selbst entscheiden.

Emelyjulie 07.12.2013, 09:43

was ich vergessen habe in meine Frage zu schreiben, dass Pferd ist 10 aber halt gerade erst eingeritten und sie kann sich auf der Wiese bewegen, sie steht nicht in der Box hat einen Offenstall (das letzte sollte jetzt nichts gegen dich sein, weil du das geschrieben hast Kann die das denn dann im Frühling noch oder muss man dann fast von vorne anfangen falls die den ganzen Winter nicht geritten wird Danke LG

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ich persönlich vertrete ja die meinung, dass man mit einem jungpferd regelmäßig reiten sollte, da es sich so besser im reiten festigt und du nicht jedes mal neu ansetzen musst. wenn man alle 2 tage reitet, kann das pferd dann besser lernen (finde ich)

allerdings bietest du deinem pferd ja durch den weidegang viel bewegung. trotzdem solltest du meiner meinung nach schauen, dass es auch unter der woche etwas arbeitet (und wenns "nur" bodenarbeit ist) und so geistig gefordert wird und weiter lernen kann.

im endeffekt kennst du dein pferd am besten und weist wie wichtig ihm arbeit und beschäftigung ist. also musst du selbst abschätzen ob dein pferd damit klarkommt nur am wochenende zu arbeiten oder ob es sich zu tode langweilt.

für im Winter zu reiten braucht du Snow Grips und zusätzlich auch noch Hufeisen mit Spikes das ist alles nicht billig. Ohne die kannst du das Reiten vergessen im Gelände.

https://www.strohm.de/de/Huf-Grip,72.html

Wolpertinger 05.12.2013, 18:27
@Auchdazu

Seltsam...meiner braucht das alles nicht.

Meine läuft einfach, so wie immer, barhuf und hat den besten Hält durch seinen Tragrand.

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Auchdazu 06.12.2013, 04:59
@Wolpertinger

Für Barhuf brauchts es auch keine Grips. Die braucht man ja * wegen* den Hufeisen

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Punkgirl512 06.12.2013, 13:49
@Auchdazu

Und wo steht, dass das Pferd Hufeisen hat?

Finde die Antwort mal so gar nicht passend zum Thema...

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Auchdazu 06.12.2013, 16:29
@Punkgirl512

WO steht aber, das das Pferd keine hufeisen hat?

was du findest im mir so egal wie der geplatzte Sack in China. zumal du noch nicht mal einen Beitrag hier geleistet hast.

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sie wird es nicht verlernen, aber ihre energie wird dann am WE sehr hoch sein und das ist bei einem jungen hüpfer nicht so toll. ich würde an deiner stelle den stall wechseln

Früher, also bei den alten Meistern, wurden Pferde nach dem ersten Einreiten, inner nochmal furein Paar Monate zurück auf die Weide entlassen.

Diese Zeit sollte zum einem der körperlichen Reifung dienen zum anderen auch dem Pferd Gelegenheit geben sich psychisch weiterzuentwickeln.

Also du tust deinem Pferd einen Gefallen wenn du ihm eine Winterpause gibst

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