Reitbeteiligung....Vertrauen aufbauen...

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6 Antworten

Huhu,

Pferde kommunizieren anders als wir Menschen und sie haben andere Ansprüche an ihre “Verbündeten“, als wir. Wir möchten im Umgang mit dem Pferd, dass es uns als Leittier akzeptiert und wir dann mit ihm arbeiten können. Für ein Pferd ist vor allem Berechenbarkeit des Menschen wichtig. Das heißt, unser Pferd muss uns einschätzen können, es muss sich darauf verlassen können, dass wir wissen, was wir tun und dass wir immer den gleichen Konzept folgen.

Hier ein Beispiel zur Berechenbarkeit des Menschen. Herr H. möchte seinen Paint von der Weide holen. Er schiebt als erstes einmal ein Leckerlie rein, möchte dann los gehen, doch das Pferd bewegt sich kein Stück vom Fleck. Nun wird Herr H. wütend, er wird energisch, ruckt barsch an Strick und bekommt das Pferd schließlich mit Einsatz des Stricks in Gang. Zehn Meter weiter bleibt das Pferd unaufgefordert stehen. Herr H. tut seine vorherige Aktion leid, bleibt mit dem Pferd stehen und gibt noch ein Leckerlie. Er bleibt einige Minuten mit dem Pferd stehen, gibt ein Leckerlie nach dem anderen und versucht schließlich vergeblich wieder wieder zu gehen, stößt dabei wieder auf Widerstand und muss erst wieder energisch und laut werden, bis er weiter kommt. Für das Pferd völlig unverständlich. Erst wird es gelobt fürs Rumstehen, dann angeschrien, dann wieder gelobt und nachdem es für seine eigene Entscheidung gelobt wurde, soll es plötzlich wieder auf den Menschen hören und brav mitgehen

Daraus folgt, dass der Mensch konsequent ist. Nur Konsequenz macht ihn für das Pferd auch berechenbar.

Hier ein kleines Beispiel um das zu verdeutlichen. Frau M. geht mit ihrem Haflinger spazieren. Sie möchte, das er ihr vertrauensvoll folgt. Am einer Weggabelung möchte Frau M. rechts abbiegen. Der Haflinger bleibt stehen und möchte links rum. Frau M. gibt ihm nach und die gegen links weiter. Sie möchte gerne das Leittier ihres Pferdes werden, ist für ihr Pferd in dieser Situation allerdings nicht berechenbar. Sie signalisiert ihm quasi “Stimmt, du hast Recht. Ich habe mich geirrt, den Weg ist besser. Dann gehen wir halt da lang, du hast diese Meinungsverschiedenheit gewonnen. Du entscheidest besser'“ Einem Menschen, welcher nicht sicher weiß, wo er lang will und sich immer wieder umentscheidet, ist für das Pferd kein gutes Leittier. Statt dessen hätte Frau M. ihm signalisieren sollen “Hey, der Weg ist ok, alles in Ordnung, ich weiß wo ich lang will, du kannst mir folgen.“. Sie trifft die Entscheidungen und sollte bei der Durchführung dann auch konsequent sein, damit das Pferd sich auf sie verlassen kann.

Das dritte wichtige Standbein um das Vertrauen eines Pferdes zu gewinnen, ist Respekt. Der Mensch sollte das Pferd als Lebewesen sehen und es respektieren, genauso wie seinen Individualabstand, seine Vorlieben und seine Eigenarten. Der Mensch muss sich mit Respekt auf die Ebene des Pferdes begeben um es verstehen zu lernen.

Berechenbarkeit, Konsequenz und Respekt sind die Grundsteine des Vertrauens. Damit ein Pferd Vertrauen fast und sich einig vom Menschen führen lässt, muss der Mensch berechenbar und konsequent sein und den Pferd als eigenständiges Wesen respektieren und lernen, die speziellen Eigenschaften des Pferdes zu verstehen.

Zeigt der Mensch dies im gesamten Umgang, in der Arbeit mit dem Pferd und unterstreicht dieses durch Zuneigung und Liebe, sowie das Pferd diese möchte, den nicht jedes Pferd mag viel Nähe, und Zeit, die er mit dem Pferd verbringt, kann das Vertrauen zwischen Mensch und Pferd wachsen. Das Vertrauen wächst mit der Zeit, wenn du dich korrekt und fair gegenüber dem Pferd verhältst.

Liebe Grüße

Hi!

Das kommt schon! Mach einfach viel mit deiner RB und sei in regelmäßigen Abständen da, damit das Pferd sich an dich gewöhnen kann. Das Vertrauen wächst nach und nach beim reiten, putzten, spazierengehen, Bodenarbeit oder auch schon, wenn du ihn/ihr ein Leckerli gibst. Du brauchst dir gar keine Sorgen machen, dass das Vertrauen nicht kommt! Das wird schon! War bei mir auch so!!!!!!!

Glg kathiyy

Mit der Zeit kommt das fast von ganz alleine :) Wenn du regelmäßig kommst und dich ganz viel mit dem Pferd beschäftigst (schmusen, putzen, reiten, spazieren gehen etc.) dann kann das pferd vertrauen zu dir aufbauen. Ich habe meine rb jetzt 5 Monate und mittlerweile sagen alle, dass wir ein richtig gutes Team geworden sind.

Vertrauen kannst du ganz wunderbar mit Bodenarbeit auf bauen. Oder einfach mal locker spazieren gehen. Denn durch das Führtraining merkt das Pferd schonmal, du bist der Boss und nicht er. LG

Du gehst da schon falsch ran. Sei überzeugt von deiner Beziehung zum Pferd und zeige es ihm auch. Wenn du da nervös ran gehst, merkt das Pferd das schnell und es wird tatsächlich schwierig.

Viel Spaß und Erfolg

Mit der Zeit kommt das Vertrauen 😊 bei meiner Stute hat es auch ein paar Wochen gedauert 😊 geb dem ganzen einfach Zeit :)

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