Reitbeteiligung verlassen?

9 Antworten

Ich kann mir vorstellen, wie das sein muss: Bevor man es nicht erlebt hat, weiß man meist nicht, was es bedeutet, wenn es keinen richtigen Platz und keine Halle gibt. Man ist riesig glücklich, dass man eine Reitbeteiligung hat und glaubt sich am Ziel seiner Wünsche. Und dann genießt man den ersten Sommer mit Ausreiten und Ausreiten und Ausreiten. Der Herbst wird dann schon etwas härter, ständig kommt man nass nach Hause und auch der Spaß des Pferdes an der Bewegung in Regen und Wind scheint etwas begrenzter zu sein. Dann kommt der Winter und der Regen und der Wind werden noch mal eine Spur kälter, die Wege noch matschiger und die Zeitspanne im Tageslicht so entsetzlich klein. Ich glaube, da sehnt sich auch der härteste Hund zwischendurch mal nach einer profanen Halle, einem Lichtschalter und trockenen Knochen. Und dann brennt man für Pferde, will gut reiten können und stellt irgendwann fest, dass man zwar schon ganz schön sattelfest geworden ist, dass das aber mit der klassischen Reiterei, die man im Fernsehen sieht, so gar nicht zu tun hat. Vielleicht strebt man keine olympischen Weihen an, aber der Wunsch, das korrekte Reiten zu beherrschen Unterricht zu bekommen, der ist dann doch da.

Vielleicht bist Du gerade just an diesem Punkt und das ist nicht verwerflich. Wir Reiter ticken alle nicht gleich. Es gibt so viele unterschiedliche Überzeugungen und Ansichten. Die einen sind glücklich und entspannt, wenn sie einfach nur ausreiten können, irgendwie am langen Zügel und zwischendurch mal Kette geben auf der Galoppstrecke. Wieder andere gymnastizieren ihre Pferde sogar im Gelände, andere wieder - dazu gehöre ich, sind mit Leib und Seele Dressurreiter und streben da nach Perfektion. 

Es ist Deine Freizeit und mit der musst Du auch glücklich sein. Wenn Du nun feststellst, dass Du es nicht mehr bist. Und dass es nicht das ist, was Du dauerhaft machen möchtest, dann ist das zwar echt doof für den Pferdebesitzer, aber im Endeffekt ist ein Mensch, der sich nur noch gezwungenermaßen um ein Pferd kümmert, auch keiner, der mit Spaß dabei ist und das ist auch fürs Pferd nicht so schön. Demnach wäre es für mich als Pferdebesitzer absolut OK, wenn mir meine RB ehrlich sagen würde, dass sie nicht mehr glücklich mit den Bedingungen ist und aufhören möchte. Aber auch hier ticken Pferdebesitzer ganz unterschiedlich. Es kann durchaus sein, dass er oder sie dann beleidigt ist. Aber da musst Du dann durch. Sei doch einfach so fair, dass Du ihm/ ihr rechtzeitig Bescheid sagst und ihm so noch die Möglichkeit gibst, einen Ersatz zu finden, wenn er es selber nicht schafft sich ums Pferd zu kümmern. Aber lass Dich nicht knebeln und auf Vereinbarungen ein, wie "bis ein anderer gefunden ist", sondern limitiere das auf maximal 4 oder acht Wochen.

Ach ja, was Du sagen könntest: "Lieber/ Liebe XYZ, es tut mir wirklich Leid, aber ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich für diese Art des Outdoor-Reitens nicht gemacht bin. Ich liebe das Pferd wirklich, aber auf Dauer möchte ich deutlich anders reiten, Unterricht haben und an mir und meinem Reiten arbeiten. Das ist hier einfach nicht möglich und deshalb möchte ich aufhören. Am liebsten sofort, weil es mir ja doch schwer fällt, mich zu trennen und hier weiterhin hinzukommen und zu wissen, dass man doch geht, fällt nicht leicht. Aber wenn ich Dir damit helfen kann, dann bleibe ich noch bis .........., dann kannst Du in der Zeit nach Ersatz für mich suchen."

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@Sallyvita

DAS fände ich als Besi gut so ! sehr sogar,

jedenfall besser als gar nix zu sagen und einfach nicht merh zu kommen - selbst in der Probezeit sollte die RB sich wenigstenes abmelden...

aber die Kids heuer sind auch nicht mehr das, was wir mal waren.....

;--!

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Hallo,

sag ihr doch einfach die Wahrheit. Pferdebesitzer kennen sich untereinander - immer. Und wenn es über fünf Ecken ist. Sei ehrlich und fair. Ich persönlich würde es nicht gut finden, wenn die RB von heute auf morgen nicht mehr kommt. Vielleicht ist deine jetzige Reitbeteiligung sogar zum Teil auf dich angewiesen?

Ein offenes, ehrliches Gespräch führen. Anbieten die Reitbeteiligung gewissenhaft weiterzuführen (4 Wochen, bis zum Ende des Monats, etc.). Einfach sagen "Ich komm nicht mehr und Tschüß" kommt selten gut an.

das hast du schon gewusst, als du diese RB angenommen hast.

aber eine rb, die nur "auf ihr niveau" kommen will und der es nicht auf das pferd ankommt, würde ich als besitzer immer gerne gehen lassen. allerdings müsste sie noch bis ende der frist zahlen.

also mach dir keinen kopp. 

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