Reitanfänger zuerst Bodenarbeit?

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8 Antworten

Als ich mit Pferden angefangen habe gab es noch Pferdekunde in den Reitställen. Wenn du diesen Kurs nicht abgeschlossen hattest, dann durfte man am Anfängerkurs gar nicht erst teilnehmen.

Dann kam ein Theoriekurs der 6 Stunden lang war und dann hatten wir 4 Longestunden. Erst jetzt wurde entschieden in welche Reitschulgruppe man kam. Es gab 1 und 2 - in der 1 waren die, die schon gute Balance hatten und vorwissen - ind er 2 waren die die noch Balance lernen mussten und eben ganz neu waren.

Bei uns wurde man auch noch vom Pferd gezogen, wenn man nicht gut mit ihm umgegangen ist.

Vor jeder Reitstunden mußte man dem Reitlehrer erzählen, wie man sein Pferd fertig gemacht hat und alle geschlossenen Riemen zeigen und auch das der Sattel richtig liegt, vorher durfte man nicht aufsteigen.

Ich finde reiten ist sogar der kleinste Teil in der Pferdehaltung.


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Kommentar von ponyfliege
24.02.2016, 21:10

stroh im schweif: 5 mark in die kasse. dasselbe bei schmutzigen hufen. ;-))

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Kommentar von Viowow
24.02.2016, 21:22

bei uns gibts bei dreckigen pferden zumindest noch eine runde kuchen für alle;)

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Kommentar von sagittarius91
25.02.2016, 10:51

Das sehe ich genauso und bin erleichtert, dass ich mit dieser Ansicht nicht allein dastehe. Hatte sie schon als engstirnig anzweifeln wollen.

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Das sehe ich auch so . In meinem Reitstall wurde ich auch gleich aufs Pferd gesetzt und da wusste ich null Komma null.
Einmal war ein feriencamp und die Teilnehmer durften Bodenarbeit machen, da War ich ganz neidisch, sonst wird das nie angeboten.
Ich hätte vielleicht nicht gesagt 1 Jahr vorher, man sollte halt Bescheid wissen über Bodenarbeit, Longieren etc und wenn man möchte kann man dann ja zwischen den regulären Stunden wieder eine Einheit legen.
Also ich bin absolut dafür :D

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Ich bin ganz deiner Meinung.
Wenn ich professionell klettern möchte, muss ich auch erstmal mit dem Gurt und der Technik vertraut werden und kann auch nicht sofort an die Wand gehen und runterfallen.
Ist bei jeder Sache so, erst Theorie, dann Praxis. Deshalb geht man ja auch zur Schule und der Uni; um für die späterere Praxis (den Beruf) zu lernen.

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ich bin ein freund des parallelen lernens.

erst ein bisschen theorie: biomechanik, bewegungsablauf etc.

dann sitz- und gleichgewichtsübungen.

deine oben dargestellte meinung (meiner ansicht nach eine chatfrage) wäre vergleichbar damit, als müsse jeder der auto fahren lernen möchte vorher ein auto komplett auseinander und wieder zusammen bauen können, sämtliche elektronischen messungen vornehmen und sämtliche reparaturen ausführen können.

sowas verlangt man von einem werkstattmeister oder von jemandem, der fahrzeuge auf verkehrssicherheit prüft.

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jemand, der ganz normal reiten lernen möchte sollte das tun. einfach so. ohne vorkenntnisse.

ein bisschen physik, mathe, biomechanik und verhaltensbiologie sind sicher wünschenswert weil hilfreich.

ich finde, wer reiten lernt, sollte erklären können, wie ein wärmetauscher im kühlschrank funktioniert. weil wer das erklären kann, kommt nicht auf die idee, sein pferd im winter zu scheren und einzudecken.

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das, was du da oben zum besten gibst, ist meiner ansicht nach VöLLIG ABSURD.

ich kann leider zur zeit keine fragen melden. sonst hätte ich es getan. weil du nämlich keine frage gestellt, sondern lediglich deine meinung bekundet hast. der fragesatz unten dran ändert daran auch nichts.

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Kommentar von ponyfliege
24.02.2016, 21:13

ach ja - und reiten ist natürlich nicht alles. aufs reiten kann man auch gut verzichten.

auf den rest nicht. aber das wirst du niemand beibringen können, der nicht von daheim so erzogen wurde.

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Eine bekannte von mir hat eine Reitschule. Die  jüngsten fangen da mit 6 Jahren an, und ein 6 Jähriges Kind versteht noch nicht alles, für die ist ein Pferd zum Knuddeln und reiten da. 

Box misten naja, zwingen kann man die Kinder nicht und auch wenn sie es machen ist das mit dem richtigen Misten so eine Sache. (In der Ferien Freizeit wird das immer gemacht) Aber da holen die Kinder entweder zu viel Stroh raus, und machen zu viel rein oder sie nehmen zu wenig raus und machen zu wenig rein) Und wie es richtig geht verstehen sie das dann auf an hieb nicht.

Das 2 problem ist hier die Einsicht, viele wollen das gar nicht zu zahlen für ein Jahr, nur führen, box misten, Longieren und Bodenarbeit nicht. Die zahlen nur wenn sie was "lernen". lernen sehen sie nur das reiten, nicht das drum herum. Außerdem lernt man auch viel währenddessen. 

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sehe ich genauso.

das problem ist das thema angebot-nachfrage.
welche eltern bezahlen dafür geld, das ihre kinder "dreckarbeit" machen?
richtig, fast keine.
die kids sollen nach 3 reitstunden am besten schon aufs turnier.
wenn das pony nicht macht was es soll, bekommen die ganz kleinen schon ne gerte und sporen, mit der ansage "sich durchzusetzen"...

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Kommentar von Urlewas
24.02.2016, 21:38

Immer diese Extreme!

Ich denke, wenn jemand sich langsam mit Bodenarbeit ans Pferd herantastet - gute Sache. 

Wenn ein Kind einen Kurs auf dem Ponyhof macht, und auch ein paar Pferdeäpfel aufschaufelt - auch gut.

Aber wenn zum Beispiel eine Reiterin ihren Lebenspartner dafür begeistern möchte, an ihrem Hobby teilzuhaben, wird ihr das kaum gelingen, wenn sie  ihm erst mal die Mistgabel in die Hand drückt.

Und die Späteinsteigerin, die mit Arthrose im Fuß ihren Jugendtraum noch wahrmachen  und mit 60 aufs Pferd möchte, wird auch keine Chance haben, wenn sie erst Stunde um Stunde mit dem Pferd im roudpen herum laufen soll.

Wir  haben keine Milität mehr - wieso sollten wir jetzt die Menschen bei ihrem Hobby in Schablonen pressen...?

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Grundlagen rund ums Pferd ja, stimme ich dir zu. Allerdings altersgerecht. Du kannst kein 6jähriges Kind zum Stalldienst verdonnern, nur weil es einmal die Woche zum Voltigieren kommt.

Bodenarbeit, Misten usw. gehört für mich nicht dazu. Putzen / Satteln / Pflege gehört für mich unbedingt dazu. Alles andere wäre an der Praxis vorbei und man würde in diesen Ställen keinen Reiternachwuchs mehr sehen.

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Kommentar von friesennarr
24.02.2016, 20:27

Das ist für mich genau die falsche Denkweise.

Bei einem Tier gehört immer alles dazu, nicht nur die Fellpflege, das Satteln und das Reiten. Für mich gehört auch auf die Koppel bringen - von der Koppel holen, das Misten, die Fütterung und einfach alles mit dazu.

Wenn die Kinder das nicht mit lernen wollen, dann gehören sie auch noch nicht in den Unterricht.

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Auf unserem Reiterhof wird es meistens parallel gemacht, also 1 Stunde Bodenarbeit, 1 Stunde Theorie und dann 1 Stunde Reiten, und so weiter.

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