Reisekostenerstattung bei Bewerbung

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9 Antworten

Hallo,

grundsätzlich hast Du einen Rechtsanspruch auf Reisekostenerstattung, sofern der Arbeitgeber Dich schriftlich eingeladen hat zur Vorstellung und sofern er nicht ausdrücklich schriftlich auf Nichterstattung hingewiesen hat. Allerdings kann es bein Einfordern und Einklagen der Kosten große Probleme geben - wie ich leider selbst erleben mußte. Denn wenn eine Klage ist im Regelfall nur am Ort des Arbeitgebers möglich - dort ist das zuständige Arbeitsgericht und dieses wird Dich auf deine eigenen Kosten zum Gütetermin vorladen. Da meine Bitte auf Dokumentenprozeß abgelehnt wurde, hätte ich zu meinen Reiskosten von 150 Euro nochmals die gleiche Summe aufbringen müssen. Anscheinend hat der Arbeitgeber dies gewußt und ließ es auf eine Klage an seinem Ort ankommen. Man kann aber versuchen, eine Klage vor dem Arbeitsgericht am Ort des Arbeitnehmers zu beantragen, aber ob Sie angenommen wird, ist unsicher. Mein Rat: unbedingt vom Arbeitgeber vorher schriftlich eine Kostenerstattung bestätigen lassen oder die Fahrkarte zusenden lassen bzw. vom Arbeitsamt zuvor Kostenübernehme zusichern lassen - dann ist man auf der sicheren Seite !

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diesen anspruch hast du, ob es sich lohnt dafür den rechtsweg einzuschlagen ist aber fraglich. bei 15 € bedeutet das mehr frust als lust. wenn du flug, verpflegungspauschale und hotelübernachtung als kosten hättest, wäre der rechtsweg sicher angebracht.
und noch ein tipp zum bewerbungsverfahren: viele arbeitgeber suchen nach bewerbern, die ihre ziele verfolgen und sich kümmern. floskeln wie "wir melden uns bis .... bei ihnen" sollen den bewerber häufig zu eigeninitiative animieren. d.h. man erwartet vom bewerber nach verstreichen dieses termins, dass er sich wieder meldet. das sollte nicht ungeduldig oder vorwurfsvoll geschehen aber so, dass dem arbeitgeber klar wird, dass der bewerber großes interesse an der stelle hat. das kann man dann auch ganz gut mit der frage nach der reisekostenübernahme verbinden. am einfachsten fragt man dann z.b. wer der ansprechpartner für die abrechnung ist. damit habe ich sowohl als AN und auch später als AG gute erfahrungen gemacht. bei weiteren anreisen, wie oben beschrieben mit flugzeug oder über mehrere hundert km mit dem PKW oder der bahn sollte man tatsächlich schon vorher den AG kontaktieren. viele AG kümmern sich dann um die buchung der anreise und einige zahlen z.b. auch nur die anreise mit öffentlichen verkehrsmitteln.
ein bewerber hat mich mal besonders beeindruckt. er bewarb sich aus ungekündigter stellung und ihm stand ein dienstfahrzeug seines AG zur verfügung. im vorfeld rief er dann aber an, um nach den modalitäten der reisekostenabrechnung zu fragen, da er aus gründen der fairness seinem bisherigen AG gegenüber, nicht seinen firmenwagen nutzen wolle. es gab auf diese stelle damals über 100 bewerber von denen 9 in die engere wahl kamen und ausschlaggebend war letztendlich dieses loyalitätsverständnis. einen besseren mitarbeiter habe ich nicht und auch nie gehabt.

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Das ist zwar dein gutes Recht die Kosten für das Bewerbungsgespräch einzufordern aber geschickter ist es auf die Absage zuwarten, bzw bis man den Vertrag in der Tasche hat.

So wirst Du sicherlich deine Fahrkosten zurück erstattet bekommen, die kannst Du sogar einklagen, aber ich befürchte das Du die Stelle sicherlich nicht bekommen wirst.

Du warst einfach etwas ungeschickt, viel Glück beim nächsten Mal.

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Kommentar von Schaengel63
15.07.2013, 10:42

Danke für die Antwort. Der vermeintliche AG wollte mir innerhalb von 3 Tagen "auf jeden Fall Bescheid geben". Dies hatte er auch nach 10 Tagen nicht.

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Es ist niemand verpflichtet, Reisekosten zu einem Bewerbungsgespräch zu erstatten. Du wolltest doch was von ihm....

Was anderes ist eine Vorladung zu Gericht oder als Zeuge.

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Kommentar von flirtheaven
15.07.2013, 10:26

das ist falsch. reisekosten müssen vom einladenden AG übernommen werden, sofern er dies nicht ausschließt.

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Kommentar von Schaengel63
15.07.2013, 10:27

Das ist nicht richtig. Mal davon abgesehen, wollte er etwas von mir!

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Kommentar von user2034
15.07.2013, 10:29

Dann solltest Du Dich mal etwas schlauer machen, für das nächste Bewerbungsgespräch.

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Das ist jetzt aber nicht wahr.....oder? Du hattest ein Bewerbungsgespräch und forderst jetzt nach 2 Wochen eine Übernahme der Reisekosten???? Dass du dir den Job in den Allerwertesten stecken kannst dürfte wohl klar sein. Die Tatsache dass du zu einem Vorstellungsgespräch "eingeladen" wurdest heisst nicht dass der potentielle AG die Kosten hierfür zu tragen hat. § 670 bedeutet eher, dass wenn du da schon arbeiten würdest und dein Chef dich auf Dienstreise schicken würde, dann müsste er die Kosten übernehmen. Ich an deiner Stelle hätte statt einer Rechnung zu schicken lieber mal nach dem Status deiner Bewerbung gefragt.

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Kommentar von flirtheaven
15.07.2013, 10:31

wenn man keine ahnung hat, sollte man sich nicht äußern. natürlich muss der potentielle arbeitgeber die reisekosten tragen, wenn er die nicht im vorfeld ausgeschlossen hat. das ist schon in zig. prozessen durchgekaut worden.

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Kommentar von Kingblolero
15.07.2013, 10:49

Ich weiss ja nicht wie oft du dich in deinem Leben schon beworben hast, aber 2 Wochen für eine Entscheidungsfindung ist nicht viel- auch wenn er gesagt hat dass er sich bis Ende der Woche melden würde. Vielleicht wollte der potentielle AG auch nur sehen ob du wirklich interessiert bist und nach Ablauf der Frist nachhakst?? Und dann gleich eine Rechnung schicken??? Ich weiss nicht- das hört sich für mich nicht gerade professioniell an zumal es sich hier um Peanutsbetäge handelt.

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Kommentar von IngaClaus
15.07.2013, 10:55

ich würde bei solch einem Arbeitgeber, der so unzuverlässige Aussagen macht, gar keine Anstellung haben wollen.

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hat der potentielle Arbeitgeber irgendwo direkt vermerkt/ erwähnt, dass er keine Kosten übernimmt?

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Kommentar von Schaengel63
15.07.2013, 10:26

Nein, hat er nicht.

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Bevor ich mich zu weit aus dem Fenster lehne

Liebe(r) Schaengel63 - du hast dich bereits sehr weit aus dem Fenster gelehnt.... (dein Verhalten erinnert mich sogar ein wenig - symbolisch - an den Prager Fenstersturz.... allerdings hast du dich "selbst geworfen")

Du bewirbst dich um eine Stelle und "drohst" gleich mit Paragraphen?

Dann würde ich dich auf jeden Fall ablehnen - so toll könnte deine Ausbildung und deine Berufserfahrung gar nicht sein. Denn: Mit "jemandem" zu arbeiten, der mir unter Umständen alle fünf Minuten sagt, aufgrund welchen Paragraphens er nun die Toilette aufsuchen dürfe, wäre mir zu anstrengend.....

Überdenke dein Verhalten, bevor du dich wieder blamierst!

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Das hab ich ja noch nie gehört, warum sollte er deine Reisekosten zahlen?

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Kommentar von flirtheaven
15.07.2013, 10:25

weil er dazu verpflichtet ist, wenn er dies nicht ausdrücklich ausschließt.

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Kommentar von Schaengel63
15.07.2013, 10:28

Stimmt absolut

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