Reinfall mit Versicherung?!

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15 Antworten

Umwandlung in eine beitragsfreie Versicherung

(7) Anstelle einer Kündigung nach Absatz 1 können Sie zu dem dort genannten Termin schriftlich verlangen, ganz oder teilweise von der Beitragszahlungspflicht befreit zu werden. Hierbei wird das nach Absatz 3 Satz 2 und 3 berechnete Deckungskapital Ihrer Versicherung um einen Abzug in Höhe von ...22 sowie um rückständige Beiträge herabgesetzt. Mit dem Abzug wird die Veränderung der Risikolage des verbleibenden Versichertenbestandes ausgeglichen; zudem wird damit ein Ausgleich für kollektiv gestelltes Risikokapital vorgenommen. Weitere Erläuterungen sowie versicherungs-mathematische Hinweise zum Abzug finden Sie im Anhang zu den Versicherungsbedingungen. Sofern Sie uns nachweisen, dass die dem Abzug zugrunde liegenden Annahmen in Ihrem Fall entweder dem Grunde nach nicht zutreffen oder der Abzug wesentlich niedriger zu beziffern ist, entfällt der Abzug bzw. wird – im letzteren Falle – entsprechend herabgesetzt. (8) Die Beitragsfreistellung Ihrer Versicherung ist mit Nachteilen verbunden. In der Anfangszeit Ihrer Versicherung sind wegen der Verrechnung von Abschluss- und Vertriebskosten (vgl. § 13) nur geringe Beträge zur Bildung einer beitragsfreien Rente vorhanden. Auch in den Folgejahren stehen nicht unbedingt Mittel in Höhe der eingezahlten Beiträge für die Bildung einer beitragsfreien Rente zur Verfügung. Nähere Informationen zur beitragsfreien Rente und ihrer Höhe können Sie der beigefügten Tabelle entnehmen.

Dies müßte so ähnlich in deinen Bedingungen stehen! Also wenn du keinen Änderungsantrag für den reduzierten Beitrag von 100 € mtl. unterschrieben hast, dann hast du natürlich auch keinen Nachtrag zu deiner Rentenpolice mit dem geänderten Rentenzahlungsbeitrag von deiner Gesellschaft erhalten. Das heiß für dich: nach den 12 Monaten Beitragsüberbrückung bzw. -stundung tritt für dich wieder die bisherige Beitragszahlung ein, also eben die bisherigen 500 € monatliche zahlweise - vermut ich mal. Denn dann dürfte der Vertreter aus dem Gröbsten raus sein mit seiner Provision und du kannst sehen wie du die Beiträge in Zukunft zahlst!

Mein letzter Rat hierzu:

Bitte evtl. weitere Änderungen des Rentenvertrages nur noch schriftlich und mit der Gesellschaft direkt vereinbaren!

Gruß siola

Zum sparen zwingen kann dich keiner, also würde ich dir mal empfehlen vielleicht einen unabhängigen Versicherungsmakler aufzusuchen und die Verträge mal unter die Lupe nehmen zu lassen.

Ist wahrscheinlich die sanftere Lösung im Vergleich zum Vorwurf der Falschberatung.

hubertadolph 03.11.2012, 15:53

Dem kann ich nur zustimmen - ein fachlich richtiger Rat!!!

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wie du schon in deinen Themen gepostet hast ist der nächste Weg ein Rechtsanwalt für dieses Fachbereich denn du wirst nach Strich und Faden übern Tisch gezogen! Ich denke der Vertrag existiert nur virtuell sprich der "Berater" kassiert nur für sich selbst ohne je an Rückzahlung zu denken. Die 5000 Eus waren nie abgesprochen! Wenn du diese bezahlt hast wirst du nie wieder was von ihm hören, dein Geld ist weg, alles!

Es ist doch ganz einfach zu sehen, was da gelaufen ist. Du hast eine Fondsgebundene Rentenversicherung, wahrscheinlich mit einem Garantiefonds, abgeschlossen. Damit kann man theoretisch kein Geld verlieren. Auf die praktische Möglichkeit, dennoch geringe Verluste einzufahren, verzichte ich hier. Der Berater hat ausschließlich ( und das mit absoluter Sicherheit ) nur an seine Provision gedacht. Dass seine Firma schon mal pleite ging, deutet auch darauf hin. Bestimmt hat er immer große Abschlüsse gemacht und dann regelmäßig die schon ausgegebene Provision wieder zurückzahlen müssen. Die Provision berechnet sich immer prozentual aus der Summe der über die gesamte Laufzeit einzuzahlenden Beiträge und ist zumeist auf 35 Jahre "gedeckelt" . Als Makler hat er mindestens 40 Promille. In Deinem Beispiel heißt das: 35 Jahre * 12 Monate * 500 € = 210.000 € Provisionsgrundlage. Damit würde er 8.400 € Provision verdient haben. Ist das nicht Motivation genug, Dich so falsch zu beraten.? Natürlich sollst Du erst viel einzahlen, dann hat er nach 5 Jahren die Provision voll verdient ( vorher müsste er bei Herabsetzung diese anteilig zurückzahlen ) und danach kommt für ihn die Sintflut. Wenn Du nämlich dann herabsetzt, ist aber bereits die höhere Provision Deinem Versicherungskonto belastet und er ist nicht mehr in der Haftungszeit. Und natürlich tut er Alles, damit Du innerhalb dieser 5 Jahre den Vertrag genau aus diesem Grund nicht herabsetzt. Ein beliebtes Mittel ist die Beitragsstundung. Die wird erst einmal so behandelt, dass es nur vorübergehend ist. Du zahlst eine Stundungsgebühr, die der Höhe Deiner Versicherung angemessen ist und musst dann alle gestundeten Beiträge auf einmal nachzahlen. Klar erstattet er Dir gern die Stundungsgebühr und gewinnt erst einmal Zeit. Du hast auch die Möglichkeit, der Versicherung jetzt zu schreiben, dass Du kein Geld hast, alles nachzuzahlen. Dann wird Deine Versicherungssumme um diese 5.000 € herabgesetzt ( am Ende kommt im Verhältnis natürlich auch weniger raus ) und der Vermittler muss für diese 5.000 € seine ca. 200 € Provision zurückzahlen ( 4% ), behält aber noch über 8.000 €. Ich erhalte als unabhängiger Versicherungsmakler, von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich, zwischen 43 und 46 Promille. Nur damit Du siehst, dass ich weiß, wovon ich schreibe - und ich habe eine Stinkwut im Bauch, wenn ich sehe, wie solche Leute auch meinen Ruf ruinieren. Als unabhängiger Makler hatte er eine gesetzlich vorgeschriebene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Fälle von Falschberatung. Als Vertreter haftet seine Versicherung. In beiden Fällen wird aber nicht für Vorsatz gehaftet - und danach sieht es hier aus. Wie gesagt, wahrscheinlich musste er schon zu oft persönlich haften und hatte die Provision schon verbraucht. Mein Vorschlag ( nur für den Fall, das alles so stimmt, wie beschrieben ): 1. Kündige die Versicherung sofort und mache eine Vertragsaufhebung von Beginn an wegen Falschberatung geltend. Schildere der Versicherung dazu genau die Umstände. Wenn Du Zeugen hast, bist Du klar im Vorteil, auch wenn es der Ehegatte ist. Die bisherige Rechtssprechung ist hier klar auf Seiten des Verbrauchers. 2. Parallel zu der Vertragsaufhebung schreibst Du genau diesen Fall dem Versicherungsombudsmann in Berlin. Die genaue Anschrift findest Du in der Police auf den letzten Seiten. Er ist genau für solche Fälle installiert und arbeitet kostenfrei. Bitte diesen um Hilfe und erwähne in der Kündigung gegenüber der Versicherung, dass Du Dich parallel in diesem Fall an den Ombudsmann gewendet hast. Kleiner Tip - sei trotzdem zur Versicherung freundlich, die Leute im Innendienst können erst einmal nichts dafür. 3. Lass Dich auch auf keine Gespräche mehr mit diesem "Menschen" ein. Er will nur noch seine Provision retten. Kannst es übrigens testen, wenn er anruft für einen Termin. Sage ihm doch mal zur Probe, Du nimmst ihn jetzt mit seiner Beratung beim Wort und willst erst einmal die nächsten 5 Jahre den Mindestbeitrag ( meist 50 € ) zahlen. Er hätte ja gesagt, dass solche Änderungen problemlos möglich seien. Danach würdest Du sehen, ob Du finanziell wieder für eine Erhöhung in der Lage bist. Er wird alles tun, um selbst dies zu verhindern ( mindestens 7.000 € Prov.rückzahlung ). Sollte er aber sagen, dies wäre ein sehr guter Vorschlag angesichts Deiner persönlichen Situation und der Beweis, dass er gut beraten hat, weil er auch auf diese Möglichkeit hinwies, nehme ich alle Beschuldigungen zurück. Mach es einfach - oder zahle weiter, bist Du pleite bist.

ADAIA 15.11.2012, 00:07

Sehr gute Antwort. Aber es gibt auch Vertreter, die bekommen weniger als die von dir genannten Promillsätze. :)

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Wie Du am Schluß deiner Darleghungen schon richtig zu differenzieren wußtest, ist die Haftungseite hier geteilt in:

  • "Beraterleisteung" als selbständiger Vermittler nach § 84 HandeldGesetzBuch (dazu galt Vermögensschadenshaftung aus seiner beruflichen Haftpflichtversicherung, so ihm dieser "Beratungsfehler" vorgetragen wird und hinreichend beweisbar ist; das bedeutet: ihm wird so vorgehalten - bei Androhung auch gerichtlicher Klage zur Durchsetzung der Schadensersatzforderung - und er hätte dann über seine (damals gültige) Berufs-Haftpflicht-Versicherung eine Ersatzleistung zu bewirken; Problem (für ihn): er muß dazu ausweisen, daß er nicht "grob" fahrlässige gehandelt/beraten hatte; kann er das nicht, haftet er persönlich für den durch ihn / durch seine "Fehlberatung" bewirkte Verlust-Summe >> diesen Schadensersatz sollte er beibringen können; ist er heute angestellt bei der Versicherung, die das Produkt stellte, sollte eine außergerichtliche Einigung hier möglich sein, wenn man sogleich diese Versicherung mit ins Boot holt (am besten gleich den Vorstand, nicht erst eine "Etappe" anschreiben und sogleich bündig vortragen);

    • für alle Beratungen ab Angestellter der Versicherung haftet er im Falle eines Beratungsfehlers als so genannter Erfüllungsgehilfe des Konzerns, das heißt der Konzern haftet dann vollumfänglich für seuinen Erfüllungsgehilfen, kann sich die Auslagen - bei grober Fahrlässigkeit des Angestellten dann über die Regreßordnung aus fortlfd. Gehaltszahlungen wieder zurückholen, zum Teil wenigstens, da hier auf regelmäßig drei Monatsbezüge bgrenz ist (im Innenverhältnis also)

Vielleicht wäre hier folgende Vorgehensweise zielführend: 1. Du sprichst das Problem mit einem Fachanwalt für Versicherungsvertragsrecht durch (Erstberatung kostenfrei, erst wenn er dir die Aussicht auf Erfolg seiner Beauftragung zusagt, beginnen seine Kosten, die dann aber der Schuldner, also der "Berater" bzw. die von ihm vertretene Versicherung zu tragen haben wird, >> Verursacherhaftung), dein Partner ist dabei, um zeugenschaftlich für den Beweis einzutreten 2. Gemeinsam mit dem Anwalt (nicht mit deinem Partner) vereinbarst Du einen Gesprächstermin bei Versicherer, um die Problematik hier vorzutragen (wie oben); in diesem Termin wird sehr wahrscheinlich das Mißverständnis >> der Beratungsfehler des "Beraters" herausustellen sein, mit der Folge, daß der Versicherer sich hierzu positionieren muß, nämlich zu den Frage, ob und wie hier ggf. so wieder abzuwickeln ist, daß von deiner Seite aus das Geschehen vergessen anzusehen wäre; der Fachanwalt wird darzulegen wissen, daß der Versicherer von sich aus dann eine Kulanzregelung anstrebt, um die Angelegenheit nicht gerichtshängig werden zu lassen > dies nämlich ist das Allerletzte, was Versicherer gebrauchen können: Öffentlichkeit für ihre Praktiken der "Vertragsvermittlung an Unbedarfte" 3. Der Vertrag wäre dann in Gänze vom Anbeginn abzuwickeln, sämtliche daruf von dir geleistete Einzahlungen wären deinem Konto wieder gutzubringen; Wenn Du mir nun noch die Frage stellst, wie es denn dann mit deiner Altersvorsorge bestellt wäre?, folgender Hinweis: Lies dir bitte mal ganz langsam den § 89 im Versicherungsaufsichtgesetz (VAG) durch: Zahlungsverbot; Herabsetzung von Leistungen

(1) Ergibt sich be der Prüfung der Geschäftsführung und der Vermögenslage eines Unternehmens, daß dieses für die Dauer nicht mehr imstande ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen... Alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden.

(2) Unter der Voraussetzung in Absatz 1, Satz 1 kann die Aufsichtsbehörde, wenn nötig, die Verpflichtungen eines Lebensversicherungsunternehmens aus seinen Versicherungen dem Vermögensstand entsprechend herabsetzen. ...

Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt.

Quelle: www.versicherungsgesetze.de/versicherungsaufsichtsgesetz/0089.htm

... und beantworte dir dann bitte selbst ganz sachlich die Frage, ob Du eine Versicherungslösung für deine Altersvorsorge noch für geeignet hälst. Ich würde dir - mit einiger Erfahrung zur Altersvorsorgeberatung ausgestattet - eher abraten wollen, womit Du am Ziel deiner hoffentlich erfolgreichen v.g. Bemühungen einen weiteren geldwerten Erfolg wirst für dich verbuchen können - es gelingt die nämlich damit, einen wirklichen Fehler (über die rechtlich begründete Schadensersatzforderung wegen Beratungsfehlers) wieder ausgebügelt zu haben.

Banken/Sparkassen haben neue AGB: "Nr. 21 Pfandrecht, Sicherungsabtretung (1) Umfang Der Kunde räumt hiermit der Sparkasse ein Pfandrecht ein an Werten jeder Art, die im bankmäßigen Geschäftsverkehr durch den Kunden oder durch Dritte für seine Rechnung in ihren Besitz oder ihre sonstige Verfügung... lies weiter!!

Ich würde in Deinem Fall mal Verbindung zu einem Versicherungsombusmann aufnehmen, denn hier wirst Du wirklich unabhängig beraten ohne dass Dir wieder neue Kosten entstehen. Mach Dich mal schlau, wo in Deiner Gegend eine solche Beratungsperson zu finden ist. MfG Renate

Hallo, leider kann man Deinen Ausführungen nicht entnehmen, wann diese Verträge abgeschlossen worden sind. Wenn es nach April 2007 geschehen ist, dann hat bereits zu diesem Zeitpunkt eine gesetzliche Verpflichtung zur Erstellung eines Beratungsprotokolles bestanden. Ich hoffe nur Du/ihr habt ein solches von ihm unterschrieben vorliegen und hoffentlich kein "Beratungsverzicht" unterschrieben.

Außerdem gehe ich davon aus, dass es sich nicht um einen echten Versicherungsberater handelt, denn der hätte aller Voraussicht nach anders gehandelt. Es gibt leider viel zu viele selbsternannte Versicherungsberater, die leider nur Verkäufer sind. Den echten Versicherungsberater erkennt man daran, dass er in der Vergangenheit ein gerichtlich zugelassener Versicherungsberater war.

Einen solchen solltet ihr aufsuchen, denn neben einem RA (der selten aus der Versicherungswirtschaft kommt) darf der echte "gerichtlich zugelassene" Versicherungsberater (kommt aus der Versicherungswirtschaft) ebenfalls Rechtsberatung leisten, was ansonsten kein Versicherungsvermittler (VersMakler oder VersVertreter) darf. Er kennt Die Machenschaften sehr genau und kann Eure ganzen Unterlagen sicherlich am besten sichten und entsprechend nachvollziehen. Viel Erfolg.

hubertadolph 03.11.2012, 15:41

Grundsätzlich: Ein Versichrungsvermittler oder ein Versicherungsmakler kann keine Rechtsberatung geben! 1. Es entspricht nicht seiner Ausbildung und er hat entsprechend keine Zulassung dafür! 2. Deckt seine Vermögenschadenhaftpflicht nicht eine solche Beratung ab. Daher begibt er sich auf sehr dünnes Eis wenn er entsprechend tätig wird.

Dann interessiert es mich sehr, was ein gerichtlich zugelassener Versicherungsberater sein soll? Was macht der? Darf der vor Gericht Versicherungen verkaufen?

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Hallo, erst einmal grundsätzlich: Mich interessiert erst mal nicht wie und wo oder warum Du angelegt hast. ( Da fehlen jede Menge Fakten und Informationen). Ferner ebenso uninteressant die Summe.

Grundsätzlich zu Deiner Situation: Man kann i.d.R. einen Vertrag beitragsfrei stellen. Das kann zeitlich begrenzt sein und die Beiträge können gestundet werden so dass die Situation wie bei Dir entsteht, dass man die Beiträge dann nach Ablauf der Frist nachzahlen muss. Kann mann alles aus den Bedingungen lesen - ggf. einen Berater der Gesellschaft hinzuziehen oder einen Makler. Grundsätzlich besteht aber auch bei jedem Vertrag den Beitrag auf Mindestbeitrag herunter zu setzen! Liegt oft bei 30-50 Euro pro Monat. Möglicherweise, so sollten Sie prüfen lassen: Beitrag auf Mindestbeitrag herabsetzen! Wenn geht, über die Möglichkeit nachdenken und prüfen (wenn es nicht anders geht) den Mindesbeitrag (monatlich) mit vorhandenem Fondsvermögen verrechnen, so dass nichts mehr gezahlt werden muss (für die Zeit der Erziehung). Später (nach Erziehungszeit ) kann man den Beitrag wieder erhöhen. Immer einen Fachmann oder Makler hinzuziehen!

Um es mal kurz auf den Punkt zu bringen: Das sind außerordentlich unseriöse Geschäftsmethoden und ich kann es nicht ganz nachvollziehen, dass man als Berufsanfänger, ohne misstrauisch zu werden, 500€ in eine Rentenversicherung zahlt. Da du die Verträge unterschrieben hast, kannst du dich nicht einfach auf Unkenntnis berufen. Aber falsche Beratung und das Vorspiegeln falscher Tatsachen ist nicht in Ordnung. Wende dich doch an den Versicherungsombudsman. (http://www.versicherungsombudsmann.de/home.html) Das ist kostenlos und völlig unverbindlich für dich. Oder du beschwerst dich über den Vermittler (Berater möchte ich hier schon gar nicht sagen) direkt bei der BaFin. Wie das geht steht hier: (kann leider nur einenLink eingeben...bescheurt) google bitte nach BaFin Beschwerde Versicherung :)

Ich wünsch dir viel Erfolg.

Laut Berater kann ich die monatlichen Eintragungsbeträge anpassen. Er hat mir geraten am Anfang möglichst viel einzuzahlen und ggf. später zu reduzieren. Ich war einverstanden ein Maximum von 500Euro monatlich so zu sparen und anzulegen...

Hallo liebe/r Hourriyah, dies beweist dass dein Vertreter nur provisionsgeil ist ! Er hat nämlich in der Regel 5 Jahre Stornohaftung - bei einem mtl. Beitrag von 500 € x 12 Monate x ca 40 Jahre ergibt sich eine Beitragssumme von ca. 240.000 € ! ! ! Damit hätte er ca. 10.000 € !!! an Provision verdient, wenn du diese Beitragszahlungen hättest weiterführen können!

... und ggf. später zu reduzieren.

Nach ca. 5 Jahren Stornohaftung hätte er seine "Schäfchen" - sprich: Scheinchen - im Trockenen und du könntest aus seiner provisionsgeilen Beratersicht dann die Beiträe reduzieren! Dies ist eindeutig Provisionsgier und hat mit unabhängiger Beratung überhaupt nichts zu tun!

Handelt es sich womöglich noch um eine Riesteranlage, wo 4% vom Vorjahresbrutto schon ausreichend sind für eine max. Förderung, dann müßtest du bei der Riesteranlage ein Vorjahresbrutto von 6000 € / 4 x 100% = 150.000 € vorweisen können! Frage: Bist du evtl. Pilot mit diesem Einkommen??? Das ist eindeutig Betrug und Falschberatung! ! !

hourriyah29 02.11.2012, 10:57

Gute Antwort. Danke!!! Was bedeutet 5 Jahre Stornohaftung?

Kann ich noch stornieren? Die Versicherung habe ich seit 2008. Ich bin Ärztin ;)

Leider kein Riester.

Ich bin Ärztin. Ich habe den Vertrag einmal von einem unabhängigen Berater prüfen lassen und er meinte das wäre eine gute Sache. Auch mein Steuerberater meine so einen Vertrag hätte er gerne. Noch hoffe ich, dass es irgendwie gut ausgeht. Es ist auch eine bekannte und anerkannte Versicherung.

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siola55 02.11.2012, 11:08
@hourriyah29

Also 5 Jahre Stornohaftung glit für die Provision des Vertreters! Solltest du die Beitragszahlung 5 Jahre in der zuerst vereinbarten Höhe durchhalten, dann hat der Vertreter quasi seine ca. 10.000 € verdient ohne Provisionsrückrechnung! Reduzierst du den Beitrag z.B. schon nach einem Jahr, dann bekommt der Vertreter ein Provisions-Storno, d.h. er muß anteilig die Provision an den Versicherer zurückzahlen!

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siola55 02.11.2012, 11:17
@siola55

Also Vertragsbeginn in 2008 bedeutet, der Vertreter hat bis 2013 Stornohaftung, deshalb der Vorschlag von ihm mit den mtl. 100 € weiterzuzahlen, damit ihm die Provision wenigstens noch anteilig weitergezahlt wird! Man kann doch jederzeit nach Ablauf des ersten Jahresbeitrags den Vertrag reduzieren bzw. beitragsfreistellen ohne jegliche Gebühren oder Kosten - ist mir jedenfalls so wie bei dir gehandhabt nicht bekannt- was steht dem im Kleingedruckten über Beitragszahlungen bzw. -reduzierungen?

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siola55 02.11.2012, 11:30
@siola55

Er sagte telephonisch kein Problem, riet mir aber mindestens 100Euro monatlich weiter zu zahlen und lieber die berufsgebundene Rente (Versorgungsamt) zu pausieren. So wurde es gemacht.

Also ich vermute mal, der "windige" Vertreter hat keine Beitragsreduzierung gemacht (immer an seine Provision denken!), sondern hat nur eine Beitragsüberbrückung mit der Gesellschaft vereinbart - wo ist eigentlich der Änderungsantrag über die reduzierte Beitragszahlung von 100 € mtl bzw. die geänderte Police??? Ich vermute mal den gibt es gar nicht sondern eben diese "Stundung" für 1 Jahr, d.h. 12 x 100 € + 5000 € Einmalzahlung ergibt wieder ca. den alten Jahresbeitrag!?!

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hourriyah29 02.11.2012, 16:59
@siola55

Ahhh jetzt verstehe ich auch wieso es 5 000 sind und warum ich diese jetzt nachzahlen soll. Unverschämt!!!

Ich habe einen Maklervertrag unterschrieben und wir haben ein Beratungsprotokoll in dem das mit den möglichen Betragsreduzierungen glaube ich drin stand.

In einer halben Stunde habe ich das Gespräch mit ihm. Da werde ich ihm auf den Zahn fühlen. Dann muss ich die Verträge rauskramen und studieren.

Würde mich gerne danach noch einmal melden, wenn ich darf. Alle Beiträge waren sehr hilfreich, VIELEN DANK!!!

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siola55 03.11.2012, 00:45
@hourriyah29

Aber gerne doch - komm' grad zurück von einem Konzert von meinem Schatz, der Helene Fischer - einfach geil und toller Auftritt - halb Konzert und halb Musical! Dann mal viel Erfolg beim Beratergespräch!

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siola55 02.11.2012, 11:00

Bevor ich meinen Rat hier weiterführen kann, sollten ein paar Daten ergänzt werden wie z.B. Riesteranlage ja/nein, Vetragsbeginn, Endalter bzw. Vertragsende usw.

Noch ein Problem: zum Zeitpunkt der Beratung war der Berater selbstständig als unabhängiger Versicherungsberater,

Meine Frage hierzu: Hast du evtl. einen Maklervertrag oder einen Beratervertrag unterschrieben???

Gruß siola

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Candlejack 03.11.2012, 14:05

Endlich mal eine sehr gute kritische Antwort ohne Polemik und Pauschalurteil. Du hast die Hintergründe für diese "Beratung" sehr gut dargestellt. Solchen Vertretern gehört das Handwerk gelegt, allerdings ohne alle anderen mit zu beschmutzen.

Riester wird es nicht sein, da ich keinen Anbieter kenne, der eine Riester mit 500 EUR Monatsbeitrag bei 167 EUR Maximalförderbeitrag (2.100 p.a.) haftungtechnisch annehmen würde. Versuche gab es schon...

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hubertadolph 03.11.2012, 16:05

In der gestellten Frage geht es nicht darum ob und wieviel der Berater verdient hat!!! Ferner ist sehr, sehr fraglich wie es 1. zu dieser Berechnung der Provision gekommen ist, 2. auf welcher Grundlage von Angaben diese Berechnung durchgeführt wurde, sprich es ist sehr fraglich ob eine Provision in dieser Höhe geflossen ist!!! Demnach ist der gegebene Kommentar völlig am Thema vorbei!!!

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Candlejack 03.11.2012, 21:53
@hubertadolph

Die interne Berechnung von Provision stimmt doch oweit auf der Basis der eingezahlten Beiträge bis Rentenbeginn. Sofern der Anbieter tatsächlich 40 Jahre verprovisioniert, was die wenigsten tun... allerdings war oben wohl von einem gebundene Vertreter die Rede und der dürfte tatsächlich ca. die Hälfte erhalten haben, was allerdings auch schon sehr viel und für diese "Beratungsleistung" eine Schande ist !

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siola55 04.11.2012, 13:56
@hubertadolph

Demnach ist der gegebene Kommentar völlig am Thema vorbei!!!

Aber die Höhe der Prov. sagt sehr viel über die Vorgehensweise dieses Versich.vertreters aus!

Gruß siola!

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Schon allein deine monatlichen Beiträge erscheinen mir sehr utopisch. Ich mein, ich bin kein Fachmann, aber ich weiß ja, was ich zahle: Knapp 35 Euro monatlich mittlerweile - ein Teil davon in einen Fonds und den anderen Teil in eine stinknormale Riester-Rente. Ich habe vor sieben Jahren damit angefangen, da war ich 24. Wenn man in einem HOHEN Alter anfängt, gut, dann muss man natürlich deutlich mehr zahlen, aber 500 Euro? Korrigier mich einer, wenn ich falsch liege, aber ich bilde mir ein, dein Versicherungsvertreter macht mir eher nen inkompetenten Eindruck.

Meine Empfehlung an dich lautet also, dass du deine Versicherung da erst mal "einfrierst", dir nen Anwalt für ne Rechtsberatung suchst, und wenn du schon mal beim Suchen bist, auch gleich noch einen neuen Versicherungsvertreter.

kevin1905 02.11.2012, 16:46

Man sollte 10% vom netto im Schnitt für die private Altersvorsorge aufwenden. Wer selbständig ist sogar 30%, daher sind die Beiträge nicht zwingend utopisch. Wer es hat der hats.

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Candlejack 03.11.2012, 13:54

Ein Beitrag von 500 ist tatsächlich utopisch, aber selbst 35 EUR sind als ausreichende Vorsorge utopisch - utopisch niedrig ! Selbst mit Zinseszinsen ab 24. Wenn daran ein Berater beteiligt war, sollte man dem mörderisch auf die Finger hauen, weil eine tatsächliche Beratung auf Versorgungslücken und die realen notwendigen Sparraten scheinbar ausgeblieben sind.

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Im Versicherungsvertragsgesetz ist ausdrücklich geregelt, daß Vertreter lügen dürfen bis sich die Balken biegen, Hauptsache es wird ein möglichst hoher Vertrag abgeschlossen.

Es ist nur etwas anders im Gesetzestext formuliert:

"Mündliche Aussagen des Vertreters bedürfen zu ihrer Gültigkeit der schriftlichen Bestätigung durch die Versicherungsgesellschaft."

Irgendwo auch sachgerecht, die Herrschaften müssen Ihre Gespielinen (Budapest-Sause) ja irgendwie bezahlen~~~

Candlejack 03.11.2012, 14:01

Der erste Absatz ist mal wieder Polemik pur. Für JEDE falsche Aussage, die Du einem Vertreter gemäß Protokoll oder Zeugen nachweisen kannst, haftet er.

Wieso der Ergo-Fall der Budapest-Reise nun wieder allen Vertretern angehängt wird, kann ich auch nicht nachvollziehen. Im Grunde ist es doch auch völlig egal, ob der Konzern seinen guten Beratern eine Reise nach Rom (da regt sich nie einer auf) oder eine nach Budapest mit Kaufdamen bezahlt. Das ist maximal moralisch verwerflich im Sinne der Kundengelder bzw. im Sinne verheirateter oder vergebener Vertreter, aber sonst...

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hubertadolph 03.11.2012, 16:12

Der Kommentar ist reine Kneipenparole! Die Frage war wie man den Beitrag herabsetzen kann und warum das so nicht gelaufen ist . Kneipenparolen helfen niemanden weiter - also bitte sparsam damit umgehen und nicht diesen Blog vollmüllen!

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So ist die Branche. An einem Abschluss möchten demnach 3 Komponenten verdienen

a. der Kunden

b. der Vermittler

c. der Konzern

Auch ich finde Deine Beiträge enorm hoch und ich bin mir sicher Du wirst da mit Sicherheit Miese einfahren aber das ist ein anderes Thema

Grundsätzlich ist es bei derartigen Abschlüssen üblich seine Anpassungen individuell zu gestalten. Ob dieser Service dann nun gesondert in Rechnung gestellt wird, das ist hier jedoch ein anderes Thema. Was nun die Nachzahlung betrifft auch das ist völlig untypisch aber der Vertrag sagt was Sache ist. Wenn derartiges im Vertrag erwähnt ist und Du dieses unterschrieben hast, ja, dann hast Du die schlechte Karte eingekauft.

Schau mal was dazu im Vertrag steht und analog lässt Du Dir mal mitteilen was Du Stand heute von Deinen EInlagen ausgezahlt bekommen würdest. Ich vermute Du wirst einen erneuten Schock erleiden.

Alternativ würde ich mich mal bei Personen schlau machen die eben nicht zu diesem Konzern gehören. Eben Profis bei denen Du eben kein Kunde bist. Die sind objektiver und haben auch keinen Grund Dich "belügen" zu wollen.

Wie gesagt, der Kunde hat ein Bedürfnis, der Vermittler hat ein Bedürfnis und der Konzern hat ein Bedürfnis. Und dieses Bedürfnis findet sich in Deinem Geld begründet.

Versicherungen sind keine Engel, auch keine wohltätigen Ritter. Versicherungen sind betriebswirtschaftlich denkende Unternehmen mit dem Ziel Geld zu verdienen und nicht Geld zu verschenken. Damit dieses dann aber doch halbwegs realisiert werden kann, geht ein Teil von Deinen monatlichen Einlagen in den Topf vom Vertreter, in den Topf der Versicherungen und dann rechne mal aus wie viel von Deinem EInsatz wirklich angelegt wird. Wenn Du hier bei 70% liegst, dann kannst Du schon glücklich sein.

Auch wie das Geld angelegt wird sollte man streng im Auge behalten, Da wird schon ordentlich gepokert und eben auch mit Risiko. Der Dumme, das ist der Kunde...

Candlejack 03.11.2012, 13:57

Wieso ist die Nachzahlung völlig untypisch ? Wir reden hier von einer Stundung, da werden also Beiträge ausgesetzt, die später entweder nachzuzahlen sind oder bei denen dann die Leistungen gekürzt werden. Von 500 auf 100 sind also Stundung von 400 monatlich, bei einem Jahr kommen da doch knapp 5.000 zusammen !

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Dein Mann ist ja Zeuge. Ruf da umgehend an (diese Leutchen sind professionell um einen reinzulegen, wie du es selbst gemerkt hast), und alles was man dir nun am Telefon verspricht, wirst du in Zukunft schriftlich haben wollen (nur das zählt, nichts anderes).

Ansonsten gehst du auch mit deinem Mann eine Anzeige gegen den machen der dich so falsch beraten und angelogen hat. Da musst du auf jeden fall was machen. Denn was man dir erzählt ist das eine, was im Vertrag steht -grade im kleingedruckten- eine andere! Und nur das zählt!!

Andere können dir sicher noch viel mehr und bessere Tipps und Ratschläge geben. Viel Glück!

du hast doch einen vertrag vorliegen,wo im kleingedruckten steht "mündliche vereinbarungen sind unwirksam oder bedürfen der schriftlichen bestätigung" oder weisst du nicht,was du unterschrieben hast??

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