Reinen Wein eingeschenkt....

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6 Antworten

Es ist nicht einfach, jemanden im Leben zu haben, mit dem man nichts mehr zu tun haben möchte.

Doch eines ist klar: Nach der Zeugung ist die Vaterschaft kein Wunschkonzert mehr. Trage ihn doch als Vater ein und nehme dem Kind nicht die Chance auf seinen Vater. Nimm ihn in die Pflicht. Deine persönlichen Belange, darfst Du jetzt nicht vor die Rechte des Kindes und des Vaters stellen, dass hättest Du dann vor der Zeugung machen müssen. Den selben Spruch wird der Vater auch vom Gericht zu hören bekommen, wenn er die Vaterschaft nicht freiwillig anerkennt.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut, Dich Deiner Situation zu stellen.

Wenn dein neuer Freund die Vaterschaft anerkennt, dann IST er GESETZLICH der 'leibliche Vater' - d. h., dann ist er voll unterhaltspflichtig für ein Kind, das nicht seine Gene trägt ... und für DICH in den ersten 3 Jahren nach der Geburt übrigens auch ... will er das wirklich?

Und willst du ihm das wirklich antun?

Du kannst auch GAR KEINEN Vater eintragen lassen - dann gibt's allerdings auch keinen Unterhalt, weder fürs ind, noch für dich.

Das nur mal so in Kürze ...

Wir sind uns dessen bewusst. Mein jetziger Lebenspartner kann keine Kinder zeugen, daher steckt er wohlmöglich auch mit so viel Herzblut dahinter. Man könnte schon fast meinen, dass er sich mehr freut als ich mich und das ist genau das, was ich mir für mein Kind wünsche und um Unterhalszahlungen geht es absolut nicht.

Mit dem was er sagt, legt er mir doch nahe, dass er kein guter Vater sein könnte/möchte und dann gebe ich lieber jemand anderem die Chance, der zwar niemals den Erzeuger ersetzen kann, aber die Rolle des glücklichen Vaters....

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Ich bin ehrlich, ich habe mir nicht deinen ganzen Text durchgelesen. Ich fasse zusammen, was ich herausgelesen habe: dein Ex wollte das Kind nicht, hat versucht, dich zur Abtreibung zu drängen. Jetzt wirst du deinen neuen Partner als Kindsvater eintragen. Soweit gecheckt. Ist dir klar, dass dein Kind mit einer Lüge auswachsen wird? Du redest von Rücksicht (auf den Ex, auf den Neuen, auf dich - aber auf dein Kind?) Es gibt keine Wahrheit, die schlimm genug wäre, sie einem Kind vorzuenthalten! Das sage ich dir als Pflegemutter, die mit dem Kind teilweise wesentlich schlimmere Biografien als die deines Kindes zu erarbeiten hat. Ich habe NULL Verständnis dafür, einem Kind die Herkunft vorzuenthalten. Es wird, wenn es denn mal harauskommt (und das wird es!) dir wie ein Bummerang zurückkommen.

Ich habe meinen Ex-Partner mitgeteilt, dass ich ihn nach der Geburt seines Kindes nicht als Vater eintragen lasse (sondern meinen neuen Lebenspartner),

Was willst du damit erreichen? Bedenke die Rechte, sowohl von Kind als auch leiblichem Vater.

Deine Idee ist total bescheuert und wenn ich dein neuer Freund wäre, würde ich das auf keinen Fall mit mir machen lassen. Dein neuer Freund ist ja anscheinend definitiv NICHT der Kindsvater, hätte durch die Eintragung als Vater jedoch alle Rechte und Pflichten. Er müsste also im Fall einer Trennung für ein Kind Unterhalt zahlen, das nicht seins ist. Der leibliche Vater hingegen ist fein raus und kann sich ein tolles Leben machen...

Ganz schön dämlich oder?!

Es gibt auch noch Menschen auf dieser Welt, für die es wichtigeres im Leben gibt als Geld. Als ich ihm von meiner Schwangerschaft erzählte und etwas später auch von der ganzen Situation, hat er mich darum gebeten, ihm diesen Wunsch zu erfüllen, wenn der leibliche Vater sich so quer stellen würde. Mehr Zuneigung und Anerkennung hätte mir ein anderer Mann nicht geben können. Gerade weil er diese ganze Verantwortung auf sich nehmen möchte, zeigt es mir, dass er mehr Vernunft als der leibliche Vater beweist und somit auch im gesamten einfach die bessere Vaterrolle übernehmen könnte.

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du lebst in einer welt, die nicht praxistauglich ist.

du entscheidest keinesfalls,nachträglich, wer der vater zu sein hat.

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