Reihenhaus Regenrohr vom Nachbarn läuft über. Habe nassen Keller gerissene Wand und Schimmel Wer zahlt den Schaden?

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9 Antworten

Aus dem Foto geht leider nicht so eindeutig hervor, wem nun welches Haus gehört, respektive wie genau der Rinnenverlauf insbesondere im Bereich der Eingangsüberdachung gelöst wurde.

Hallo, nach ca. 8,60 Metern treffen meine und die Wand meines Nachbarn
zusammen . In dieser Ecke befindet sich das Regenrohr meines Nachbarn.
Dieses ist sehr sehr eng an der Wand angebracht.

Das ist vermutlich seit Errichtung der Gebäude so, was wohl irgendwann in den 80er Jahren datieren dürfte?

2013 haben wir das Haus gestrichen. Vor ca. 3 Monaten stellen wir einen
Moosbefall hinter dem Rohr an meiner Hauswand fest. Das deutet schon
auf extreme Feuchtigkeit hin.

Naja -je nach Ausrichtung könnte das eine NO-Ecke sein. Da ist es dann immer kühl und feucht. Darauf deutet im Übrigen auch der Moosbewuchs auf dem rechts im Bild zu sehenden Mülltonnenhäuschen hin. Wäre das vollsonnig, gäbe es da kein Moos.

Mein Nachbar ignorierte meine Bitte den Schaden zu beheben.

Dazu müsste erstmal ein Schaden vorliegen. Der Bewuchs auf den Eternitschindeln oder auf der darunterliegenden Wand ist zunächst mal nur ein Symptom.

Vor ca. 4 Wochen stellte ich im Keller fest, das Wasser die Wand
herunter läuft. Die Wand ist bereits gerissen und schimmlig. Wir suchten
die Ursache im Haus. Konnten nichts finden. Genau dort wo sich sein
Regenrohr befindet ist der Schaden.

D.h., auf der Kellerinnenseite an der Ecke?

Bei Regen schafft sein Rohr nicht, dass Wasser komplett auf zu fangen. Es läuft an seinem Rohr herunter.

Ersteres ist ein Mangel, weil ggfs. der Durchmesser des Fallrohres für die aufzunehmende Wassermenge unterdimensioniert ist. Allerdings kann das auch ein Zeichen für eine Strangverstopfung im Fallrohr selbst sein. Das müsste dann aber schon früher aufgetreten sein.

Die Wand von meinem Haus kann nie richtig trocknen.

Das ist unlogisch. Wenn es nicht regnet, sollte die Wand auch mal trocken sein, wenn es am Fallrohr läge.

Am Haus konnten wir keinen Beschädigungen ( Aufplatzen des Putzes) finden.

Das muss auch nicht sichtbar sein. Allerdings kann ich mir in diesem Kontext einen direkten Zusammenhang mit dem Fallrohr eigentlich nicht vorstellen. Wenn die Feuchtigkeit in die Wand selbst eindringt, diese aber ausschließlich im Keller austritt, dann spricht weit mehr dafür, dass ihr eine Leckage im Bodenbereich habt, eben in der Ecke, in der sich die Zuleitung des Fallrohres samt Einleitung in den Abwasserstrang befindet. Das ist dann aber nur zum Teil das Problem des Nachbarn. Bei funktionierender Abdichtung könnte selbst bei einem undichten Abwasserstrang per se kein Wasser ins Mauerwerk vordringen. Ich fürchte, dass ihr ohnehin bereits eine defekte Abdichtung an dieser Stelle habt, und das überlaufende Regenwasser macht die Sache natürlich nicht besser.

Hier muss ein Sachverständiger hinzugezogen werden. Die Ursachenfindung wird aber mindestens ein Ausschachten der Außenmauer bis zu einer Tiefe von ca.1m oder mehr voraussetzen. Je nach Befund des SV muss auch die Eternitverkleidung obrirdisch zur Prüfung entfernt werden. Ob dies zum Teil oder überhaupt zu Lasten des Nachbarn respektive seiner VGV geht, ist zumindest zweifelhaft. Wenn eine Grundbesitzer-RS vorliegt, wäre das ein guter Fall, um sie einzuschalten. Schlechte Nachricht: Mit den Kosten müsst ihr gewaltig in Vorleistung gehen. Ich schätze den Prüf- und Sanierungsaufwand Pi mal Damen auf wenigstens € 10000.--, denn schon der SV kostet locker € 3500.--.

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Wenn der Nachbar das nicht gütlich regelt, wird dir nichts anderes übrig bleiben, als das von einem Bausachverständigen prüfen und bestätigen zu lassen.

Wenn die Gefahr tatsächlich vom Nachbarhaus ausgeht, ist er haftbar.

Seine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung wird das NICHT regulieren, weil es sich dabei um ein "allmählich" eintretendes Schadensereignis handelt.

Trocknungsmaßnahmen auf eurer Seite sind so lange sinnlos, bis die Ursache beseitigt ist.

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Solltest du da nicht einen Fachanwalt hinzuziehen? So wie es aussieht, wird er freiwillig doch sowieso nichts zahlen. Also geh zu deinem Anwalt und schildere die Situation. Oder lass vorher ein Gutachten erstellen und konfrontiere ihn damit.

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Ja. Das sind gute Ideen. Bin alleinerziehend und meine Mittel sind sehr beschränkt, dass weiß er auch. Gutachter kosten richtig viel habe mich schon schlau gemacht. Aber ich muss was unternhemen sonst nimmt das Haus auf dauer Schaden.

 - (Recht, Haus, Versicherung)
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Kommentar von kabbes69
10.07.2017, 16:23

interpretier ich das jetzt richtig: Dir ist das "blaue" Haus, die rote Rinne in der Ecke und alles was nach vorne geht ist Herr Nachbar? Hast du schon mal Rat bei deinem Bauamt gesucht? Sieht doch für mich so aus, als ob er auf deinem Grundstück entwässert? 

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Lass einen Gutachter ein Gutachten erstellen und Fordere die Kosten
Notfalls gerichtlich

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Kommentar von FordPrefect
10.07.2017, 16:59

Gegenfrage: Und wer zahlt das? Ohne entsprechende Versicherung ist das ein Vabanque-Spiel mit höchst ungewissem Ausgang. Alleine der SV kostet schon locker € 3500.--.

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Kommentar von Dave0000
10.07.2017, 17:01

Ja so ist das aber nunmal

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.... der Eigentümer. Was kann denn der Nachbar dafür, daß Dein Haus nicht wasserdicht ist?

Wohin entwässert denn der Nachbar? Nur in die Erde vor Deiner Wand?

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Um festzustellen, wer für dei Schäden verantwortlich ist, wirst du wohl erst mal einen Bausachverständigen beauftragen müssen. Dann kannst du dich ggf. an einen Rechtsanwalt wenden.

Die Kosten musst du bis dahin aber erst mal selbst tragen.

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Wende dich an einen Anwalt.

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Sorry aber hier muss ein Fachanwalt ran, da kann dir kein Internet Portal weiterhelfen. Vielleicht hast du ja eine Immobilien Rechtsschutz Versicherung?

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