Reicht ein Raspberry Pi 3 für mein Vorhaben (Server, Mini-PC, Automatisierung)?

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3 Antworten

"Auf W-Lan und Bluetooth könnte ich übrigens gut verzichten"

Nennt sich Pi 2 - bei den neueren ist da sogar gleicher Prozessor verbaut wie beim Pi 3. Andererseits kostet der auch nicht weniger :). Von daher...


"Datei/Backupserver (für den Hausgebrauch, kein Wifi-Streaming, Datenmengen regulär <1GB/Tag"

Musst dir halt bewusst sein, dass der Pi langsames Speicherinterface hat. Dadurch, dass LAN und USB über den elben Controller laufen - es dauert einfach lange. Ein GB ist jedoch nicht viel - wenn das im Hintergrund läuft, kann das einem eigentlich egal sein.


"Videostreaming bis zu 1080p"

Videostreaming Youtube funktioniert. Netflix, Amazon, ProSieben und so weiter ist so eine Sache. Nämlich Kopierschutz.
Es gibt Möglichkeiten. Die laufen aber i.A. nicht von allein :).


"Internet [also Web-Browsing?],(...) Office & kleinere Tools"

Ich benutzte tatsächlich gelegentlich den Pi, um PDFs anzuzeigen. So etwas wie Libreoffice? Uh... Das ist eine Geduldspartie... Auch Web-Browsing - es dauert alles einfach länger.

Bin vermutlich auch verwöhnt, von meinem Desktop-Rechner. Und arbeite sowieso fast ausschließlich Commandline.

Aber so mit grafischer Interaktion - ich möchte das nicht wirklich machen.

"Automatisierung eines kleinen Gartens und Gewächshauses mit zusätzlichen Sensoren und Relais"


Das ist wiederum ein Traum-Einsatzgebiet für den Pi.



"ob er alles gleichzeitig könnte, ohne erhebliche Performanceeinbußen"

Das ist wiederum kein Problem (sofern du nicht Videostreaming und Office gleichzeitig machen willst ;) ). Ich habe bei mir alles mögliche drauf laufen - das klappt erstaunlich gut :). Der Pi hat ja auch 4 Kerne und so...



"Odroid Xu4"

Ja, den halte ich auch für sehr interessant - habe ich auch in meine engere Auswahl für: "Irgendwann man nachrüsten" getan. Kann dir aber nicht aus persönliche Erfahrung sagen, wie viel besser Office ist und ob das mit dem Odroid auf Dauer zumutbar ist.


Zusammenfassung

Aus meiner Sicht rentiert sich ein Pi immer :). Ich finde, irgendetwas findet man immer, was der machen kann.

Einzig für Surfen und Office würde ich ihn aber nicht nehmen - ebensowenig wie andere Einpaltinenrechner aus dieser Gegend.

Weiß natürlich nicht, was du für Hardware herumstehen hast. Idee wäre z.B. Bluetooth Tastatur und Maus zu kaufen und dann mit dem Tablet viel zu machen (für viele Verwendungszwecke reicht das auch aus).

Ich habe auch einfaches, billiges Laptop herumliegen. Der Celeron braucht auch nicht zu viel Strom - und den Laptop brauche ich, wenn ich doch was für unterwegs brauche.

Oder man kann den Prozessor ein bisschen heruntertackten, ich habe z.B. soweit ich weiß auch die Option, nur X viele Kerne zu nutzen. Und auf Onboard Grafik umschalten. Das wären so Sachen, wie man Strom sparren kann ohne bei Office wirklich was von weniger Leistung zu merken :).

Gruß

Tuxgamer

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Kommentar von pikk99
05.03.2017, 16:33

Danke für die ausführliche Antwort! :) Scheint ja alles dafür zu sprechen, dass ich den Versuch mal wage. Wie du schon sagst, fällt mir über kurz oder lang wahrscheinlich sowieso irgendwas ein, was ich notfalls damit machen könnte, sei es auch nur, meine Automatisierungsaufgaben dann exklusiv auf dem RPI laufen zu lassen.

Ein Bisschen besser gefällt mir der Banana Pi M2. Gibt es um die Ecke beim großen C zum etwa gleichen Preis. Etwas niedriger getaktet, dafür aber mit schnellerem LAN. Meinst du, das könnte die Geschwindigkeit positiv beeinflussen? Mit "Internet" war natürlich Surfen, eMail und der ganze Standardkram gemeint und im Officebereich ist es auch nur ein Bisschen Schreiben, Tabellenkalkulation und mal was scannen oder drucken. Im Grunde brauche ich nur ein besseres Smartphone mit Monitoranschluss. Außerdem hab ich noch einen 40" Plasmabildschirm im Keller, der nur über LVDS angesteuert werden kann und zufällig besitzt der BPI so einen Anschluss (ich weiß, dass die nicht zwangsläufig kompatibel sind).

Da ich aber auch noch ziemlich unsicher mit Linux und der Materie insgesamt bin, ist die Raspberry-Community sicher ein nicht zu unterschätzendes Argument für den RPI, oder gibt sich das nichts angesichts meiner doch recht bescheidenen Wünsche?

Einen Server aus meinem alten Computerschrott zu bauen, hab ich mir auch schon 100 Mal vorgenommen, aber die Energieersparnis ist so ziemlich meine Hauptmotivation dabei, weshalb die bis zu 20W beim Xu4 schon meine Schmerzgrenze wären im Dauerbetrieb.

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Der raspberry kann in sollen Sachen manchmal schon nerven.
Als Backupserver Schaft er über LAN 10-15 Mbit im WLAN ist er etwas flotter aber die Verbindung nicht so stabil.

Office arbeiten machen mit ihm keinen Spaß selbst das reine surfen im Internet ist aufgrund der geringen Geschwindigkeiten nicht effizient, da kann man besser zum Smartphone greifen.

Deswegen läuft auf meinen raspberry zur zeit nur noch KODi und recalbox bis ich Zeit habe mich mit ihm richtig zu beschäftigen.

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klingt intressant - ich habe den Raspberry für eine Sensorsteuerung eingesetzt - allerdings ohne Office Nutzung...bin mal gespannt, ob das klappt.

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