Reicht die Kopie einer Kündigung vor Gericht?

6 Antworten

Ich verweise zunächst auf die zutreffende Antwort von "FordPerfect".

"die Kündigung welche nicht in einem Briefumschlag drinnen war"

Eine Kündigung sollte man NIEMALS in einem verschlossenen Umschlag übergeben - hier wurde es also grundsätzlich richtig gemacht --> die persönliche Übergabe ist, neben der Zustellung durch einen Gerichtsvollzieher, die einzige sichere Zustellungsmethode...

Aber:

Man muß sich die Entgegennahme auch bestätigen lassen - z. B. durch Unterschrift auf einer Kopie des übergebenen Schreibens..

Wenn die Entgegennahme durch den Verein bestritten wird, bist Du in der Nachweispflicht - das kann ggf. nicht möglich sein, es sei denn Du hättest einen (glaubhaften) Zeugen...

Eine Kündigung ist immer eine einseitig empfangsbedürftige Willenserklärung. Daher ist es zwar schön, dass Du eine Kopie Deines Kündigungsschreibens vorweisen kannst, aber für den Sachverhalt selbst ist das völlig bedeutungslos. Wenn es keinen Beleg dafür gibt, dass Dein Schreiben den Empfänger auch tatsächlich erreicht hat und Selbiger dies bestreitet, dann ist die Kündigung nie rechtswirksam geworden.

Das reicht nur dann, falls unstreitig sein sollte, dass das Original der Kündigung zugegangen ist. Für den Zugang der Kündigung ist derjenige beweispflichtig, der sich auf ihre Rechtsfolgen (hier: Wegfall der Zahlungspflicht) beruft.

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