Reicht das ⬇ für eine Zwangseinweisung?

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11 Antworten

Hallo YanaliaSaira,

ganz sicher reichen allein Selbstmordgedanken nicht für eine Zwangseinweisung! Auch wenn Du Dir das gerade nicht vorstellen kannst: Es kann auch in Deinem Leben wieder bergauf gehen! Normalerweise ist keine Situation so ausweglos, dass es keinen Grund gibt, auf eine Besserung zu hoffen. Denke einmal über die folgenden drei Gründe nach, weswegen es sich für Dich doch noch lohnen könnte, weiterzuleben.

Ein erster Grund: Deine Umstände können sich ändern

Denke immer daran, dass sich belastende Situationen, egal wie ausweglos sie im Moment erscheinen, ändern und sich sogar plötzlich zum Besseren wenden können. Selbst wenn das nicht so schnell geschieht, wie man sich das wünscht, sollte man nicht versuchen, alle Probleme auf einmal zu lösen, sondern jeden Tag für sich zu sehen.

Natürlich gibt es auch immer Umstände, die sich nicht mehr ändern lassen, z.B. wenn man an einer chronischen Krankheit leidet, einen geliebten Menschen durch den Tod verliert oder eine Ehe in die Brüche geht. Auch in diesen Fällen kann man etwas tun: Die eigene Einstellung ändern. Man kann entweder dem unabänderlich Geschehenen endlos nachtrauern oder aber sich innerlich damit abfinden. Dann gelingt es besser, die eigene Situation positiver zu sehen. Auch hält man eher danach Ausschau, wie man mit der Situation klarkommen kann, statt mit drastischen Mitteln allem ein Ende zu machen. So kommt man an den Punkt, wo man einer Situation, die unveränderlich erscheint, nicht mehr völlig hilflos ausgeliefert ist.

Du solltest auch folgendes niemals vergessen: Kann man einen Berg nicht auf einmal ersteigen, schafft man es vielleicht in mehreren Etappen— also Schritt für Schritt. Dasselbe gilt für die meisten Hindernisse im Leben, ganz gleich wie riesig sie einem vorkommen.

Du kannst auch eines sofort tun: Mit jemandem über die Situation reden, zum Beispiel mit einem Freund oder einem Familienangehörigen. Vielleicht kann er oder sie Dir helfen, die Lage nicht mehr so schwarz zu sehen.

Ein zweiter Grund für ein Ja zum Leben: Es gibt Hilfe!

Eine Hilfe können Menschen sein, denen man am Herzen liegt. Das können Angehörige, Freunde und auch andere sein, die persönlich an Dir interessiert sind. Wenn sie auch nicht immer von selbst auf Dich zukommen mögen, so kannst Du sie vielleicht ansprechen und in einem vertraulichen Gespräch Dein Herz ausschütten.

Dann ist da ja auch noch professionelle Hilfe, die man bei Selbstmordgedanken unbedingt in Anspruch nehmen sollte. Oft steckt hinter diesen Gedanken eine schwere Depression, für die sich niemand schämen muss, genauso wenig wie man sich für eine körperliche Krankheit schämen muss. In einem Buch wird die Depression als „Schnupfen“ unter den psychischen Erkrankungen bezeichnet. Rein theoretisch kann sie jeder bekommen— und es gibt Behandlungsmöglichkeiten. Sind Deine Selbstmordgedanken sehr stark oder anhaltend, solltest Du Dich informieren, wo Du Hilfe erhalten kannst, vielleicht bei Notfall-Hotlines oder anderen Beratungsstellen für Suizidprävention. Sie sind mit geschultem Personal besetzt. Hier sind einige Anlaufstellen, an die Du Dich wenden könntest:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800 - 111 0 111
0800 - 111 0 222
0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

- Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen: diese sind in jeder Stadt und Gemeinde Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Probleme.

- Online-Beratung: Hilfe für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de .

Vergiss bitte nicht, dass Du z.B.aus schweren Depressionen allein nicht wieder freikommst, aber wenn Dir jemand hilft, kannst Du es schaffen! Vielen hilft auch eine ambulante Therapie, um wieder mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und Strategien zur Bewältigung der Probleme zu finden. Wichtig ist es auch, jemanden zu haben, zu dem man Vertrauen hat und bei dem man immer sein Herz ausschütten kann.

Hier noch ein dritter Grund, weiterzuleben: Es gibt Hoffnung!

Auch wenn Du schon lange an Deine Grenzen gestoßen bist, heißt das nicht, dass nicht irgendwann ein Hoffnungsstrahl aufleuchtet. Wie bereits gesagt, ändern sich Situationen, es bleibt nicht für immer alles gleich trost- und hoffnungslos. Deine Krankheit kann wie ein langer dunkler Tunnel sein, dessen Ende Du im Moment noch nicht sehen kannst. Denke jedoch daran, dass irgendwann auch der längste Tunnel zu Ende ist und man wieder das Tageslicht erblickt. Vielen vor Dir ist es schon so ergangen, und so kann es auf in Deinem Fall sein! Auch wenn es schwer ist, mache Dir jedoch eines zum Motto: "Aufgeben ist keine Option". Diese Einstellung kann Dir dabei helfen, niemals die Hoffnung zu verlieren, egal wie dunkel es um Dich herum gerade aussieht.

Außer diesen praktische Hinweisen, möchte ich Dir zum Schluss auch noch einen kleinen Tipp aus der Bibel geben. Ich fand einmal einen sehr schönen Text in den Psalmen, der zeigt, dass wir uns mit unseren Sorgen und Problemen jederzeit an Gott wenden können. Der Text lautet: " O Hörer des Gebets, ja zu dir werden Menschen von allem Fleisch kommen." (Psalm Kapitel 65, Vers 2). Ich selbst habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Gebete nicht einfach ins Leere gehen. Gott kann einem helfen, auch wenn er nicht durch ein Wunder die Krankheit beseitigt.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du es mit der Hilfe und Unterstützung anderer schaffst, Dein schlimmes seelisches Tief zu überwinden und Du die Entdeckung machst, dass es sich auch in Deinem Fall lohnt, weiterzuleben. Alles Gute!

LG Philipp

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Eine Zwangseinweisung ist meist das letzte Mittel - wenn der Psychiater beispielsweise der Meinung ist, dass er den Patienten nicht lebend wieder sieht, wenn er ihn jetzt gehen lässt.

Das ist aber für Hilfe oft überhaupt nicht notwendig, du bist ja, so wie ich das verstehe, sehr willig, dir Hilfe zu holen und das geht natürlich auch völlig ohne Zwang. Der Gang zur Schulpsychologin ist schon mal ein guter und starker Schritt und wird dir auf jeden Fall weiterhelfen. Sie kann dir Anlaufstellen nennen, an die du dich wenden kannst, das können Psychologen, Sozialpädagogen, Psychotherapeuten oder auch Psychiater sein, da ist mit Sicherheit etwas für dich dabei.

Wenn du aber schon so oft am Abgrund deines Lebens standest, wäre für dich ein Klinikaufenthalt vielleicht ja doch recht sinnig? Denke doch nochmal über diese Möglichkeit nach. Das wirst du aber dann mit einem Psychiater oder Psychologen besprechen, du wirst zu nichts gezwungen.

Ich wünsche Dir alles Gute.

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Für eine Zwangseinweisung müsstest Du quasi mit dem Strick um den Hals auf dem Dachboden stehen.

So sieht das bei Dir aber offenbar nicht aus.

Die Schulpsychologin wird mit Dir gemeinsam schauen, wo Deine Probleme liegen. Und sie wird mit Dir gemeinsam schauen, was Du gegen diese Probleme unternehmen kannst.

Das kann auch ein stationärer Aufenthalt in der Psychiatrie sein. Ich kenne einige Jugendliche, denen das insgesamt sehr geholfen hat. Es kann aber auch sein, dass Du ganz andere Hilfen brauchen kannst.
Und das wird sie mit Dir besprechen.

Nur Mut! Es ist gut, dass Du Dir Hilfe holst.

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Du wirst zwangseingewiesen, sobald du konkrete Suizidpläne schilderst.

Davon abgesehen kann es passieren, dass du mit der Zustimmung deiner Eltern eingewiesen wirst.

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Kommentar von YanaliaSaira
17.06.2017, 18:53

Reicht es wenn man 2 verschiedene Pläne äußert und einen Abschiedsbrief hat?

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Kommentar von depressivekunst
17.06.2017, 19:05

das kommt ganz darauf an, wie konkret und wie ernstzunehmend das ist.

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Geh zu Deiner Schulpsychologin und erzähl ihr ehrlich,wie du dich fühlst.

Sie wird Dich sicherlich erstmal fragen WARUM du dich umbringen willst-und mit Dir zusammen überlegen,welche Lösungen es für Deine Probleme so gibt.

Das macht dir hoffentlich wieder Mut,deine Zukunft ein wenig heller zu sehen und leben zu wollen.......

Ich wünsche Dir Alles Gute!

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Nein, so schnell wird man nicht Zwangseingewiesen. Schließlich bist du ja keine Gefahr für die Öffentlichkeit sondern gefährdest höchsten dich selbst.

Lass dir aber bitte unbedingt helfen. Du kannst auch z.B. zu deinem Hausarzt gehen und dich an einen Psychiater überweisen lassen.

Oder gehe direkt zu einem Psychiater und regele das mit der Überweisung nachträglich. Auch das sollte funktionieren.

Aber lasse dir unbedingt helfen.

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Kommentar von marla80
17.06.2017, 18:33

wo hast du denn die Info her...Du wirst dann zwangseingewiesen, wenn du eine Gefahr für dich selbst oder andere bist...wenn man selbstmordgefährdet ist und kann nicht versichern, dass man es nicht versucht, fährst du ein und zwar auf die geschlossene...ich spreche aus Erfahrung

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Ich bin mir ziemlich sicher das du nicht eingewiesen wirst. Lass dir Helfen nur so kann sich etwas verändern.

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das wird dir hier keiner sagen. rede erst mit ihr

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Wie wäre es wenn du das mit Zwang mal weglassen würdest?

Ich denke das du Hilfe zulassen willst ist doch Super!

Hier gleich mal ein Tipp wenn du magst schau dir mal den Link an:

http://www.psychenet.de/psychische-gesundheit.html

Gerne mehr Tipps!:)

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Du musst nicht extra zur Schulpsychologin du kannst auch direkt ins Krankenhaus und sagen, dass du dich umbringen willst. Die werden dich da dann nicht nach Hause schicken :)

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Kommentar von endymionn
17.06.2017, 19:07

oder zur Psychatrie

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Das liegt im Ermessen der Personen, mit denen zu tun hast.

Niemand kann deren Entscheidung vorhersehen.

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