Reichen Monatlich 800€ Brutto für ein Auto?

15 Antworten

Wenn du von dem Geld nur das Auto und deine Freizeit bezahlen musst, sollte es locker reichen. Wenn du noch Miete, Strom, Internet, Handy, Nahrungsmittel, Schulsachen etc. davon zahlen musst, reicht es nicht.

Mal grob gerechnet: Bei 25 Arbeitstagen pro Monat wären es 1750km. ca. 7 Liter auf 100km wären dann also 122,5 Liter Benzin. Kosten zur Zeit etwa 1,30€ pro Liter, also 159,25€ pro Monat reine Spritkosten. Dazu kommen dann noch Steuern und Versicherung von schätzungsweise 800€ pro Jahr (wenn die Versicherung auf jemand anderes läuft, dann natürlich günstiger). Und du solltest mindestens 500€ pro Jahr für irgendwelche Reparaturen und Verschleißteile einplanen (wenn du das Auto nach Checkheft pflegen willst, dann mehr). Dazu kommen dann natürlich noch Ausgaben für die allgemeine Fahrzeugpflege, wie z.B. einmal im Monat in die Waschanlage oder irgendwelche Cremes, die kaufst, sagen wir mal 15€ pro Monat.

Das wären dann 3391€ pro Jahr, also 282,58€ pro Monat. Dazu kommt halt noch das Geld, was das Auto an sich kostet. Je nachdem, ob du das auf einen Schlag bezahlst oder eine monatliche Rate bezahlst.

Also etwas mehr als ein Drittel des Bruttolohns (Netto ist es ja bekanntlich etwas weniger) gehen nur durch das Auto weg.

Hallo,

war in der Ausbildung in fast der gleichen Situation: 30 km Arbeitsweg und mit ÖPNV praktisch nicht zu erreichen. Ein Auto ist da nicht nur Luxus sondern Notwendigkeit. Von deinen 800,-€ bleiben dir ca. 600-700€. Wenn du keine weiteren Ausgaben hast reicht das schon um den Wagen zu finanzieren.

Ich kann dir jetzt nicht sagen wir hoch die Steuern sind (kannste ja deinem Kumpel fragen) aber der Betrag ist zu vernachlässigen.

Die Hauptkosten sind Sprit:

ca. 60-100€ die Woche  (je nach Fahrstil und was du privat noch rumfährst)

und

Versicherung + Wartung:

Hier liegt eigentlich der Hase im Pfeffer. Als ich damals meinen ersten Wagen auf mich alleine angemeldet und versichert hatte musste ich im Jahr sage und schreibe 1600€ Haftpflicht auf 240% blechen. Du solltest auf jeden Fall schauen da günstiger einzusteigen indem du z.B. den Wagen auf einen Elternteil laufen lässt über die Versicherung. Außerdem kostet ein Auto Geld im Unterhalt. Ölwechsel, Reifen, Verschleissteile sind kosten die nicht jeden Monat anfallen aber doch anstehen und mitbedacht werden sollten. Ein neuer Satz Reifen kostet dich z.B. gerne mal 200€ + Montage.

Es gibt aber auch Möglichkeiten da noch etwas rauszuholen vom Arbeitgeber:

Du solltest mal nachfragen ob der AG dir Fahrgeld zahlen könnte. Das wird pauschal versteuert und dir monatlich zusätzlich zum Ausbildungslohn gezahlt. Ist besonders wenn man gering verdient und das Geld eigentlich jeden Monat braucht ne gute Alternative zur Pendlerpauschale die du per Steuererklärung geltend machen kannst und nur Jährlich erstattet wird.

Das finde ich extrem knapp. Würde sogar sagen, dass das nicht geht.

Wenn du 6 Mal die Woche 70 km fährst, verbrätst du dafür schon eine Tankfüllung pro Woche, also etwa 40€. Gehen wir mal etwas positiv von 150€ Kraftstoffkosten pro Monat aus.

Für die Versicherung musst du wahrscheinlich auch ca. 500€ im Jahr rechnen, also nochmal 40€ pro Monat. Hinzu kommen die Steuern, vielleicht 10€ pro Monat.

Da bist du schon bei ca. 200 im Monat nur für die Betriebskosten.

Unterschätze zudem auf keinen Fall unerwartete Reperaturkosten, da bist du ganz schnell im dreistelligen Bereich. Dafür würde ich 50 oder 100€ im Monat zurücklegen oder zumindest 500€ parat haben.

Natürlich bekommst du Betriebskosten und Spritkosten über die Steuererklärung anteilig zurück, aber das mit erheblicher Verzögerung. Ausgeben musst du es erstmal.

Ich würde dir also nicht unbedingt dazu raten, ein Auto anzuschaffen, wenn du nebenbei noch auf eigenen Beinen stehst. Kommt natürlich drauf an, wie hoch deine sonstigen Ausgaben sind.

Steuererstattung dürfte leider ausscheiden, weil bei dem genannten Einkommen keine Steuern anfallen.

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Bei dem Arbeitsweg (was ist mit Berufsschule?) könnte eine Steuererklärung bei dir trotzdem Sinn machen (wegen ggf möglichen Verlustvortrag, der dir in späteren Jahren angerechnet wird)

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