Rehaverlängerung

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6 Antworten

Die Krankenkasse wird nur zahlen, wenn ärztlicherseits bestätigt wird, dass eine weitere / andere Reha Verbesserungen bringt - sorry .... aber da die Bemühungen in der jetzigen Reha scheinbar nichts fruchten und ich denke schon, dass man alles versucht ... wird letzten Endes nur eine Verlegung in ein Pflegeheim bleiben ...

Danke für deine Antwort

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Eine Rehaverlängerung gibt es nur, wenn die Ärzte dies befürworten. Am besten besprichst Du Dich nochmal mit den Ärzten - vielleicht gibt es doch noch eine kleine Chance. Wenn nicht, dann kannst Du nicht viel erreichen, denn die Krankenkassen verlassen sich da auf die Meinung und auf die Berichte der Ärzte. Ich würde an Deiner Stelle auch alles versuchen. Wünsche Dir und Deiner Mama von Herzen viel Glück und alles Gute!!!

Lieben Dank für Deine aufmunteren Worte

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Hallo Philippokatze,

Sie schreiben:

Rehaverlängerung.Die Therapeuten sagen auch ,dass sie bei den Therapien nicht mitmacht.Wenn sie in den Rollstuhl gesetzt wird,schlaeft sie meistens weiter.Nun wollen sie meine Mama aus der Reha entlassen.<

Antwort:

Mein ausdrückliches Mitgefühl betreffs Ihrer werten Mutter ist Ihnen sicher und auch ich und meine Angehörigen hatten mit unserer Mutter ein sehr ähnliches Schicksal zu verkraften!

Früher oder später muß die REHA aus Kostengründen beendet werden, da ist Ihre werte Mutter leider kein Einzelfall!

Was dann zwangsläufig folgt, das ist meistens die Einweisung in ein Pflegeheim, weil die "Rund-um die Uhr-Betreuung" einer schwerst-pflegebedürftigen Person von den Angehörigen in der Regel nicht machbar ist! Wer diese schwere Last wirklich auf sich nimmt der läuft große Gefahr, daß er früher oder später selbst wegen Überlastung zum Pflegefall wird!

Nach Hause kann ich sie in diesem Zustand nicht holen.Muss sie in ein Pflegeheim geben, möchte ich aber eigentlich nicht.Die Krankenkasse will auch nicht weiter zahlen,weil die Ärzte meinen ,dass es nicht mehr besser wird.<

Antwort:

Auch wenn es Ihnen sehr schwer fällt, entscheiden Sie sich am Besten für das Pflegeheim und dort können Sie Ihre werte Mutter regelmäßig besuchen!

Die Finanzierung des Aufenthaltes ist allerdings extrem Geldzehrend und in der Regel sind vorhandene Ersparnisse ziemlich schnell aufgebraucht! Das Sozialamt leistet erst dann, wenn bis auf einen Selbsbehalt von derzeit 2.600 Euro alle eigenen Vermögenswerte aufgebraucht sind!

Die Krankenkasse will auch nicht weiter zahlen,weil die Ärzte meinen ,dass es nicht mehr besser wird.Ich würde meine Mama gern in eine andere Reha bringen,weiss jemand wie man die Krankenkasse davon überzeugen kann?<

Antwort:

Daß die Krankenkasse nicht mehr leistet, wenn keine Aussicht auf Besserung besteht, ist leider die Regel und gesetzlich so bestimmt! Wenn aus dem REHA-Entlassungsbericht ersichtlich ist, daß keine Besserung zu erwarten ist, dann wird die Krankenkasse keine weitere REHA bewilligen!

Fazit:

Ein Schlaganfall ist für betroffene Patienten und Angehörige ein sehr großer Einschnitt und muß verarbeitet werden!

Wollen Angehörige die anspruchsvolle Pflege in eigener Regie leisten, überschreiten sie in der Regel schnell die physischen Grenzen der Belastbarkeit und setzen sich der Gefahr aus, die eigene Gesundheit zu ruinieren! Besser ist es daher allemal, die Pflege in einem Pflegeheim in Anspruch zu nehmen und den Pflegebedürftigen regelmäßig zu besuchen!

Ist der Pflegebedürftige noch in der Lage, seine Mahlzeiten selbst einzunehmen, stellt sich die Frage der künstlichen Ernährung noch nicht!

Kann der Pfegebedürftige sein Essen aber nicht mehr auf dem natürlichen Weg zu sich nehmen, stellt sich unmittelbar die Frage nach der künstlichen Ernährung mit einer Magensonde!

Hat der Pflegebedürftige in diesem Zusammenhang rechtzeitig eine gültige Patientenverfügung hinterlegt, sind die Angehörigen fein heraus und müßen keine diesbezüglichen Entscheidungen fällen!

Hat der Pflegebedürftige aber keine Patientenverfügung, werden die Angehörigen zwangsläufig in den Entscheidungsprozess einbezogen und müßen sich ggf. gegen die Legung oder für die Legung einer Magensonde entscheiden!

Dies ist für die Angehörigen mit die schwerste Situation, denn hier wird darüber entschieden, ob der Pflegebdürftige eines natürlichen Todes sterben darf oder ab auf unbestimmte Zeit künstlich am Leben gehalten werden soll!

Ist die Magensonde erst einmal angelegt, so wird sich kaum ein Arzt finden lassen, der diese Magensonde ohne Vorliegen einer aktuen Notsituation wieder entfernt!

Im Falle unserer eigenen Mutter wurden wir damals von ärztlicher Seite leider total unzuereichend beraten und wir entschieden uns dann für die Magensonde! Diese Entscheidung bereuen wir noch heute, denn unsere Mutter vegetierte 9 lange Jahre im Dämmerschlaf vor sich hin und hat vom Leben leider nichts mehr mitbekommen!

Die Magensonde wurde erst entfernt, als sich eine sehr schwere Entzündung im Eingangsbereich-Bauchdecke entwickelt hatte! Einer neuen Magensonde hatten wir dann nicht mehr zugestimmt und erst nach neun langen Leidensjahren durfte unsere Mutter dann natürlich einschlafen!

Ihnen, Ihrer werten Mutter und Ihren Angehörigen wünsche ich von Herzen, daß Sie die richtige Entscheidung treffen, wenn sich diese Fragen stellen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Hallo Konrad,lieben dank für Deine Antwort.Gruss Claudia

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Sorry, es mag hart sein aber ich sehe es mit Abstand realistisch.

Die Krankenkasse wird nicht mehr zahlen. Du wirst deine Mutter auch zu hause pflegen können, wenn du die entsprechende "Ausbildung" dafür hast. Dafür ist ab dem Zeitpunkt der Entlassung dann die Pflegekasse zuständig.

Wenn es keinerlei Besserung gibt und sie auch bei den Reha-Maßnahmen nicht mitmacht, dann ist sie ein aussichtsloser Fall für die Krankenkasse.

Die Krankenkasse muss auf die Beiträge ihrer Mitglieder acht geben und wird nicht dazu bereit sein, Geld aus dem Fenster zu schmeißen. So schwer wie das auch für die Angehörigen zu verstehen sein wird.

Für eine Verlängerung der Reha wird auch der Erfolg herangezogen...und der ist bei deiner Mutter gleich 0

Was Du möchtest ist der Krankenkasse egal. Ist leider so. Sie bezahlen nur was sie müssen.

nur, wenn die behandelten ärzte es für hilfreich erachten, sprich mit ihnen - alles gute

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