Reha bei Schlaganfall?

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7 Antworten

die Therapie-Anweisungen befolgen = mitmachen, aber nicht übertreiben (also nicht: in der Freizeit massig mehr Übungen machen oder Wattzahlen eigenmächtig steigern), denn man kann die Zeit, die die Heilung braucht, nicht durch Anstrengung beliebig verkürzen- Überlastung kann auch schaden.

Hoffnung behalten- in der Neurologie sind die Heilungszeiten lange: auch nach 1-2 Jahren sind noch Fortschritte möglich, die mit der Zeit kleiner werden und mühsamer zu machen sind.

die Ziele nicht zu hoch stecken: "so wie vorher werden" ist teils schon möglich, aber man sollte sich frühzeitig damit "anfreunden", dass dies nicht jedem gelingt und man es auch nicht unbedingt selber in der Hand hat (wieder: durch Training kann man das nicht sicher erreichen).

Hallo fruehkartoffel,

Sie schreiben:

Reha bei Schlaganfall?

Ein Verwandter hatte vor 3 Wochen einen Schlaganfall. Er ist seitdem halbseitig gelähmt. Er hat auch noch andere Ausfälle wie kein Gefühl auf einer Seite, Blasenstörung, Doppelbilder und verzerrte Aussprache. Er ist jetzt in der Reha. Was ist in der Reha besonders wichtig?

Antwort:

Zunächst einmal sollte geklärt werden, ob eine Patientenverfügung mit einer entsprechenden Verfügung- und eine Betreuungsvollmacht vorhanden ist!

Ist dies nicht der Fall, dann werden in der Regel die nächsten Verwandten in die weiteren Entscheidungsprozesse mit einbezogen!

Hier geht es dann in den meisten Fällen früher oder später um die Entscheidung, ob eine Magensonde angewandt werden soll und diese Entscheidung läßt sich in den meisten Fällen nicht mehr rückgängig machen, weil sich kaum ein Arzt finden lassen wird, der die Magensonde wieder entfernt!

In diesem Zusammenhang sollten sich die Verwandten rechtzeitig darüber klar werden, daß hier Fehlentscheidungen zu einem jahrelangen Siechtum des betroffenen Patienten führen können!

Vor ein paar Tagen war hier eine ähnliche Fragestellung, welche ich mit dem Beispiel unserer Mutter beantwortet habe!

Ich möchte hierzu nochmals ausdrücklich betonen, daß wir Angehörige unzureichend beraten worden sind und eine bedauerliche Fehlentscheidung zu Ungunsten unserer Mutter getroffen haben, welche eben nicht rechtzeitig eine Patientenverfügung für derartige Fälle getroffen hatte!

So verlief der Leidensweg unserer Mutter nach dem schweren Schlaganfall und dieser Leidensweg dauerte über 9 Jahre, Bewegungsunfähig im Pfegebett:

Hier die Geschichte unserer lieben Mutter, welche ebenfalls einen sehr schweren Schlaganfall erlitten und sich von diesem schweren Schlaganfall nie wieder erholt hat!I

ch kann mich sehr gut in Ihre Situation versetzen, denn unsere Mutter erlitt 2001 im Alter von 83 Jahren ebenfalls einen sehr schweren Schlaganfall mit ebenfalls linksseitiger Voll-Lähmung!

Obwohl der Notarzt innerhalb einer halben Stunde vor Ort und unsere Mutter innerhalb einer Stunde bereits auf der Intensivstation war, stellten sich die Folgen im Nachhinein als nicht mehr reparabel heraus!

Der Aufenthalt auf der Intensivstation wurde nach 3 Tagen ohne unser Einverständnis abgebrochen, es erfolgte Verlegung ins Kreiskrankenhaus, wo unsere Mutter die ersten zwei Tage mangels Bettenplatz im Stationsbad untergebracht worden ist!

Die Betreuung war sehr oberflächlich, eine schwere Lungenentzündung schloß sich an!

Nach ca. zwei Wochen wurde unsere Mutter in die REHA-Schlaganfall-Klinik Passauer Wolf Bad Griesbach verlegt, war jedoch außer Stande, an der REHA-Therapie mitzuwirken, weil Sie viel zu schwach war.

Nach ca. 3 Wochen wieder schwere Lungenentzündung und Rückverlegung an die Uni-Klinik in Ulm!

Dort wußte das Personal nicht einmal, wie man mit so einem schwergeschädigten Schlaganfall-Patienten umzugehen hat!

Nach ca. 3 Tagen erfolgte dann Verlegung in die Bethesda-Klinik-Geriatrie Ulm!

Dort wiederum war unsere Mutter auf Grund der extremen Lähmungen außerstande, Nahrung und Getränke zu sich zu nehmen!

Es erfolgte der Versuch, intravenös Nahrung zuzuführen, unsere Mutter vertrug dies jedoch nicht und litt unter schlimmen Erbrechen!

Dann kam der Stationsarzt auf uns Angehörige zu und stellte uns zwei Alternativen zur Auswahl:

Entweder die Angehörigen sind mit der Legung einer Magensonde einverstanden oder unsere Mutter wird verhungern und verdursten!

Wir wurden sehr schlecht über die Folgen der Anwendung einer Magensonde aufgeklärt und entschieden uns in dem Glauben, richtig zu handeln, für die Verlegung der Magensonde!

Diese Entscheidung bereuen wir bis heute zutiefst, denn für unsere Mutter begann damit ein 9,5 Jahre andauerndes Leiden in verschiedenen Pflegeeinrichtungen mit allem, was dazu gehört, denn die Patienten werden künstlich am Leben erhalten, ob diese das so wollen oder nicht!

Es läßt sich dann in der Regel kein Arzt finden, der diese Magensonde wieder entfernt, das ist der totale Horror!

9,5 Jahre bewegungslos im Pflegebett, nicht mehr essen, nicht mehr trinken, nicht mehr sprechen, Schmerzen, Schmerzen, Medikamente und nachfolgende, weitere Schlaganfälle!

Unsere Mutter hatte es versäumt, rechtzeitig eine Patientenverfügung zu erstellen und dort für derartige Situationen vorzusorgen!

So werden dann die Angehörigen zur Entscheidung gezwungen und müßen mit entsprechenden Schuldgefühlen fertig werden!

Ich wünsche Ihrem Verwandten von ganzem Herzen, daß er nicht denselben schweren, langen Leidensweg wie unsere Mutter gehen muß, denn das ist für die Betroffenen Patienten und für die Angehörigen ein Fiasko!

Was sollte man beachten?

Antwort:

Lassen Sie bitte unbedingt fachkundig und objektiv beraten, bevor Sie als Angehörige der Verlegung einer Magensonde zustimmen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Vertrauen! Er und DU müssen den Therapeuten vor Ort vertrauen! Anders kann das nicht klappen! Er wird dort nach seinem können gefördert und so wird ein Anfang gemacht den er im Alltag weiter mavhen muss! Er wird nicht völlig gesund aus der Reha kommen können! Sowas braucht zeit! 

Bei der Reha hat er verschiedene Übungen. Physiotherapie damit er wieder gehen und die Arme bewegen kann. Ergotherapie damir die Tiefensensibilitär wieder funktioniert. Logopätie damit die Sprache wieder erlernt wird. Ber der Ergozherapie wird auch das greiffen und halten der betroffenen Hand geübt. Also alle Übungen um die betroffenen Körperteile wierder zu erlernen. Das geht langsam aber es geht. Viel Üben und den Mut nicht verlieren. Gegebenenfalls eine zweite Reha beantragen. Alles Gute.

Das sagt man ihm dort dann schon. Und auch den Angehörigen. 

Die Reha dient ja dazu, den Patienten nach dem Schlaganfall wieder zu stabilisieren und evtl. Schäden so gering wie möglich zu halten. Zudem werden dort Übungen erlernt, die dazu führen, dass andere Gehirnteile die Aufgaben der zerstörten Regionen übernehmen. Aber es ist wichtig auch nach einer Reha noch weiterhin Therapien zu machen, die diesen Vorgang unterstützen.

Alles gesagt

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Trainieren ist wichtig. Mitmachen und die Hoffnung nicht aufgeben.

Tapfer sein und daran glauben, das alles wieder besser wird.

Viel Mut

Es muss sofort mit der richtigen Therapie begonnen werden, dann kann man gute Ergebnisse erzielen.

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