Reha-Antrag -> Wie lange?

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1 Antwort

Hallo odenwald2013,

Sie schreiben:

Reha-Antrag -> Wie lange?

Ich (seit 3 Jahren beziehe ich volle Erwerbsminderungs-Rente) habe einen Antrag für eine berufliche Rehabilitation bei meiner Rentenversicherung gestellt.

Antwort:

Hoffentlich sind Sie sich darüber im Klaren, daß Sie durch diese Vorgehensweise der DRV signalisieren, daß sich Ihre gesundheitliche Situation wesentlich gebessert hat und Sie gefährden ggf. Ihre volle Erwerbsminderungsrente!

Zumindest riskieren Sie eine erneute Leistungsprüfung!

Denn:

Voll Erwerbsgemindert bedeutet ja in der Regel, daß die Leistungsfähigkeit dauerhaft auf unter 3 Stunden, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, abgesunken ist!

google>>

deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Selbst wenn Ihnen eine berufliche REHA bewilligt werden sollte, wer garantiert Ihnen dann, daß Sie im Anschluß an diese Maßnahme auch tatsächlich einen entsprechenden Arbeitsplatz erhalten und den Anforderungen an diesem Arbeitsplatz dauerhaft gewachsen sind?

Aus den oben genannten Gründen sollten Sie sich nochmals gründlich überlegen, ob Ihre Vorgehensweise tatsächlich sinnvoll ist, denn Sie müßen damit rechnen, daß Sie ggf. schlafende Hunde wecken und Ihrer bereits bewilligten, vollen Erwerbsminderungsrente hinterherlaufen müßen!

 Ich wollte nun wissen, wie lange es etwa dauert, bis ich eine Antwort bekomme, ob diese bewilligt wurde oder abgelehnt wurde. 

Antwort:

Es gibt keine allgemein verbindliche Aussage, wie lange Sie mit einer Antwort Ihrer zuständigen DRV-Rentenanstalt rechnen müßen!

Sie haben aber jederzeit das Recht und die Möglichkeit, sich bei Ihrem zuständigen Sachbearbeiter "bei der zuständigen DRV-Rentenanstalt" (dort wo Sie Ihr Anliegen eingereicht haben) zu erkundigen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Kommentar von odenwald2013
25.08.2015, 13:55

Ja ich weiß. Ich bin fast 23-da bin ich froh, dass es mir endlich besser geht und mich meine Psyche nicht mehr unterdrückt. Ich wurde schon vom Arbeitsamt getestet, diese aber verneinten eine betreute Ausbildung. Wenn aber die Rehabilitation bewilligt wird und ich diese positiv abschließe, dann hab ich Möglichkeiten auch gerichtlich (natürlich der letzte Ausweg) gegen ihre Entscheidung anzukämpfen. Mir wurde von meinem Arbeitsvermittler gesagt, dass das Arbeitsamt die betreute Ausbildung nur deswegen nicht bewilligt, weil ich ja noch Geld von einer anderen Kasse (Rentenkasse) beziehe. Auch die Begründung "Ich geh in keine Discothek, ich fahre nicht selbstständig zum Supermarkt, ich gehe nur 1x die Woche einkaufen,..." finde ich nicht gerecht betrachtet. Mich nimmt jemand aus dem Dorf wo ich Wohne mit in die Stadt. Ich gehe einkaufen, rufe ihn an und werde wieder Heim gefahren. Ob ich 1x die Woche einkaufe oder 3x-das ist ja auch völlig irrelevant. Und ich bin nun mal ein "Dorfkind", was sich in der Natur wohl fühlt. Wir zelten mit Freunden, gehen spazieren, ich fotografiere und und und...aber das darf sich wohl heute keine durchschnittliche junge Frau mehr erlauben..

Ich möchte halt nicht noch ein drittes mal die Erwerbsminderungsrente beantragen müssen, wenn es mir besser geht. Klar: Ausschlafen, kein Zeitdruck,...alles Vorteile-aber auch nur für eine geringe Zeit, danach kann man sich selbst schon fast nicht mehr aushalten. (bei mir zumindest ist es so). Achso und wenn ich mir anschaue, was alte Menschen heute an Rente bekommen, dann hab ich ein schlechtes Gewissen, noch ein weiteres Jahr (oder länger) die EM-Rente zu beziehen. Auch wenn es an deren Situation nichts ändern wird, aber ich hab endlich ein ruhiges Gewissen.

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