Regen- und Abwasserbeseitigung auf einem Grundstück

2 Antworten

Nach dem BGB und den jeweiligen Nachbarrechtsgesetzen der Bundesländer ist jeder Grundstückseigentümer verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Oberflächenwasser von seinem Grundstück nicht auf Nachbargrundstücke übertritt. Wenn das Nachbargrundstück eine öffentliche Strasse ist, ist das zusätzlich eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit.

Umgekehrt kann man sich auch dagegen wehren, dass Wasser von der Strasse aufs eigene Grundstück übertritt.

Wenn die Strasse umgebaut wird ist zu prüfen, ob der frühere Zustand von wem geändert wurde. Dann muss der Verursacher den Wasserübertritt verhindern. Das hätte aber im Planfeststellungsbeschluss der Fernstrasse aufgenommen werden müssen.

Du bist für die Entwässerung auf Deinem Grundstück zuständig.

Also mußt Du auch dafür sorgen, daß das Wasser ordnungsgemäß versickert oder in den Kanal geleitet wird.

Das ist von der Umbaumaßnahme an der Straße unabhängig.

Fazit: Ja, Du bist verpflichtet, die Rinne (oder ein Drainrohr, wird aber noch teurer) einzubauen.

Weißt Du evtl. wo das steht? Verordnung, Gesetz etc? Bisher war ja auch keine Rinne da!

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@Kaemmerer

Bisher hat es einfach keinen interessiert.

Gesetz, Verordnung: Gemeindeordnung. Wasserwirtschaftsrecht. Irgendwas mit Abwasser- und Regenwasserbeseitigung.

Also unsere Nachbarn ihren Vorgarten pflasterten, mußten sie auch auf einmal so ein Drainrohr anbringen.

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Mauer an Grundstücksgrenze, Nachbar Gefälle zu meiner Grenze

Hallo,

mein Nachbar hat eine gepflasterte Auffahrt, die er genau bis zur Grundstücksgrenze gepflastert hat. Das Gefälle geht vom Haus weg zur Grundstücksgenze. Dazu kommt noch, dass unsere Grundstücke beide von der Straße abfallen, also im schlimmsten Fall durch die Auffahrten Wasser aufs Grundstück fließt. Sein Wasser wird dann komplett zu unserer gemeinsamen Grenze durch das Gefälle geleitet. Nun möchte ich dort gerne meine Parkflächen machen, der Unterboden ist eh nur Betonmüll.

Meine Frage. Kann ich genau an die Grenze Feldsteine legen und eine kleine Mauer (ca. 50cm) an die Grenze bauen? Der Beton meiner Mauer würde dann mit seinen Begrenzungsplatten an der Grundstücksgrenze abschließen. Eigene Begrenzungsplatten (komme jetzt nicht auf die genaue Bezeichnung) kann ich ja nicht machen, da sein Beton wo seine eingelassen sind, ja schon auf meinem Land sind. Das stört mich aber nicht.

Was wenn beim nächsten großen Regen sein Pflaster unter Wasser steht? Kann er mir dann was?

Ich will nicht stenkern, aber ein freundschaftliches Verhältnis haben wir auch nicht gerade. Nachdem er das Haus vor kurzem gekauft hat, bat er mich eine 1m entfernte Kiefer (3m hoch) zu entfernen, da diese später mal gegen seinen Careport (direkt bis suf die Grenze gebaut) beschädigen könnte. Die Kiefer habe ich dann umgehend weggemacht.

Doch muss ich echt mit seinem Wasser auf meinem Grundstück leben?

Ich danke für jeden Tip und lieben Gruß

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