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Der Gesetzesentwurf ist hier: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/085/1908581.pdf einsehbar. Durch die Änderung ändert sich der (Prüfungs-)Stoff des Studiums nicht. Das ist weiterhin den Ländern vorbehalten. Eine Erhöhung des Stoffes verbunden mit der Verlängerung der Regelstudienzeit wäre auch sinnwidrig, da ausweislich der Gesetzesbegründung dem Auseinanderfallen von tatsächlicher Studiendauer und gesetzlich vorgesehener Studiendauer begegnet werden soll.

Im Gegenteil wird derzeit, zumindest unter vielen Profs, diskutiert, den Stoff für die erste Staatsprüfung zu beschneiden und im Gegenzug die Grundlagen der juristischen Methodik in den Vordergrund zu stellen. Problematisch ist mE vor allem, dass die Länder den Prüfungsstoff eigenständig bestimmen können und dadurch bundesweit unterschiedliche Anforderungen an das Bestehen gesetzt werden. In Bayern beispielsweise gehört das IPR nicht zu den Pflichtfächern. Baden-Württemberg hat vor allem für das Europarecht Änderungen vorgenommen.

Letztlich hat die Novelle in erster Linie Auswirkung auf die BaFöG Förderung.

Daraus entnehme ich, dass auch die jetzigen Jura-Studenten mit Bafög-Förderung von der Neuregelung betroffen sind?

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wenn ich es richtig sehe, wird ja nicht nur ein Semester angehängt, sondern ein erweiterter oder intensivierter Lehrstoff wird auf die Gesamtzahl der Semester insgesamt verteilt; somit kann er nur für Neueinschreibungen zum Tragen kommen;

So wie ich das kenne, haben Studis, die schon angefangen haben, quasi immer 'Bestandsschutz', d.h. es gilt die alte Studienregelung.

Nur wer neu anfängt, startet dann zu den neuen Bedingungen.

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