Regelmäßig über 450€ verdienen?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Es ist unfassbar, dass es Menschen gibt die studieren aber den Unterschied zwischen Steuern und Sozialversicherung nicht kennen. Unser Bildungssystem ist entsetzlich.

Wenn du aus abhängiger Beschäftigung regelmäßig mehr als 450,- € verdienst (keine kurzfristige Beschäftigung), so ist diese versicherungspflichtig in der Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung.

Als Werkstudent gibt es hier Sonderregeln. Keine Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung, Kranken- und Pflege sind pauschalisiert und nicht vom Einkommen abhängig.

Steuern werden erst ab einem Verdienst von gut 1.000,- € abgezogen und sofern dein Minijob pauschal versteuert läuft ist dieser auch raus aus der Rechnung und wird nicht hinzuaddiert. Daher ist fraglich ob du überhaupt Steuern zahlst, die du zurück bekommen kannst.

Wer mehr als 20 Stunden die Woche außerhalb der vorlesungsfreien Zeit arbeitet ist kein Student sondern Arbeitnehmer.

Das Praktikum mit den 750€ läuft über die Uni, also es handelt sich
dabei um ein Praxissemester (40h-Woche). Bei den anderen beiden Jobs an
der Uni handelt es sich jeweils um Tutorien (zusammen ca. 15h-Woche).
Dafür reicht jeder Professor einen Antrag an der Uni ein, also zwei
getrennte Verträge.

Sollte ich somit lieber eine 450€-Stelle streichen?

Ich bin auch immernoch familienversichert!

0

Bei dem 750 € Job bist du pflichtversichert, Familienversicherung ist dann passe`.
Ein Nebenjob kann als begünstigter Minijob bleiben (der, der zuerst angenommen wurde). Der andere Nebenjob wird mit dem Hauptjob zusammengerechnet, es wird auch da SV-Beitrag abgeführt und die Abrechnung erfolgt auf Steuerklasse 6. Wie kannst du eigentlich an einer Uni zwei getrennt abgerechnete Minijobs haben? Das ist eine Abrechnung und auch nur ein Beschäftigungsverhältnis.
Du musst sämtliche Arbeitgeber über die anderen Arbeitsverhältnisse informieren, damit diese ordnungsgemäß melden und abrechnen können. Zuviel bezahlte Lohnsteuer kannst du über die Veranlagung erstattet bekommen, du bist sogar verpflichtet (durch die Stkl. 6) eine Steuererklärung abzugeben.

Das Praktikum mit den 750€ läuft über die Uni, also es handelt sich dabei um ein Praxissemester (40h-Woche). Bei den anderen beiden Jobs an der Uni handelt es sich jeweils um Tutorien (zusammen ca. 15h-Woche). Dafür reicht jeder Professor einen Antrag an der Uni ein, also zwei getrennte Verträge.

Sollte ich somit lieber eine 450€-Stelle streichen?

Ich bin auch immernoch familienversichert!

0

Damit ist es kein Minijob mehr und du musst darauf vor allem erst mal Sozialversicherungen zahlen und fällst damit aus der Familienversicherung raus. Das hat mit Sicherheit mehr Auswirkungen als die paar Euros, die du vielleicht Steuern zahlen musst. Die fallen erst ab ca. 1000 Euro im Monat an.

Die Steuern kann man ggf. zurückholen, falls du welche gezahlt hast, die Sozialversicherungen nicht.

Die Steuern sind ja nicht das große "Problem". Diese können ja zumindest teilweise durch die Einkommenserklärung wieder erstattet werden.

Du solltest Dich mal schlau machen über die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung.

Für Studenten 9,35% RV und KV/PV-Pauschal für ca. 85,- € im Monat.

0

Was möchtest Du wissen?