Refomationstag ein Feiertag?

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5 Antworten

Der Reformationstag ist als Feiertag nicht abgeschafft worden (das verwechselst du vielleicht mit dem Buß- und Bettag). Nur fünf Länder (Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) haben den Reformationstag als Feiertag eingeführt.

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Kommentar von robi187
31.10.2015, 09:09

oh das kann sein -:) bin halt ein schlechter kirchgänger. danke

aber die frage nach 1. Mai der kirche bleibt bestehen.

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Kommentar von Rolf42
31.10.2015, 09:13

Ich bin nicht einmal Mitglied einer Kirche, aber als Arbeitnehmer kenne ich die Feiertagsregelungen.

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Die Mehrzahl der Feiertage in Deutschland sind christlichen Ursprungs, doch nur zwei sind explizit evangelischer Herkunft. Dazu gehört neben dem Buß- und Bettag der Reformationstag. Er ist immer am 31. Oktober. 2016 fällt er auf einen Montag. Als gesetzlicher Feiertag ist der Reformationstag in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Kalender verankert. In anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Niedersachsen gelten besondere Regeln: So ist in Baden-Württemberg schulfrei und in Niedersachsen können sich evangelische Schüler an diesem Tag freistellen lassen.

Im Zentrum des Reformationstags steht die Erinnerung an Martin Luthers Thesenanschlag 1517 und der damit beginnenden Reformation. Ob Luther sich zur Schlosskirche in Wittenberg begab, um seine 95 Thesen an die Tür zu schlagen, ist umstritten. Einig sind sich Historiker in der Tatsache, dass Luther seine Thesen veröffentlichte und an geistliche und staatliche Würdenträger verschickte, um diese zu diskutieren. Seine Absicht bestand nicht darin, die Kirche zu spalten, sondern sie zu reformieren. Wichtigster Punkt seiner Thesen ist die Erlösung allein durch den Glaube an Gottes Gnade und nicht durch Ablassbriefe, wie es zu der Zeit gehandhabt wurde.


Die Info habe ich von hier (gibt´s noch ein paar weitere Erklärungen): http://www.kalender-2016.de/feiertage/reformationstag/
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Der erste Mai wurde im Dritten Reich geschaffen als "Tag der Arbeit", dann später übernommen und heute noch als Feiertag in ganz Deuschtland gültig, hat aber nichts mit der Kirche zu tun. Der Reformationstag, der an den Anschlag der 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg durch Martin Luther erinnert (31. Oktober 1517) wird als Feiertag in den fünf neuen Bundesländern gefeiert, da diese überwiegend evangelisch sind. Einige meistens katholische Bundesländer, wie Rheinland-Pfalz, Bayern und das Saarland haben dafür Fronleichnam (1. November) als kirchlichen Feiertag. Zum Lutherjubiläum am 31. Oktober 2017 wird in ganz Deutschland ein Feiertag sein.

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Kommentar von Nordseefan
01.11.2015, 17:18

Blödsinn: Fronleichnam ist am 2. Donnerstag nach Pfingsten. Was du meinst in Allerheiligen. Und das wiederum hat eine andere Feiertagsregelung als Fronleichnam

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Der Reformationstag war immer in wenigen Bundesländern ein staatlicher Feiertag, und das ist er jetzt immer noch.

Der erste Mai ist als Tag der Arbeit, wo Arbeiterrechte durchgesetzt wurden, ein rein staatlicher Feiertag. Erst später hat die katholische Kirche diesen Tag genutzt, um dort den "Hl. Josef den Arbeiter" zu feiern.

Ein "1.Mai der ev. Kirche" -  meinst du damit: Tag der Befreiung? oder eher, dass noch (Tag der) Arbeit bleibt? Arbeit bleibt allerdings, denn die Kirchentrennung, an welche an diesem Tag erinnert wird, ist eine Aufgabe für alle Christen. Ob wir mit dieser Arbeit eine Wiedervereinigung beider Kirchen zum Jahr 2017 schaffen, ist zwar fraglich, aber dennoch wünschenwert.

Als Tag der Befreiung oder als Geburtstag der evangelischen Kirche würde ich den Reformationstag nicht sehen. Nach der Reformation ist die katholische Kirche ja nicht in den damaligen Missständen stehengeblieben, sondern hat sich bemüht, die angeprangerten Übel zu korrigieren (Gegenreformation, Rekatholisierung, katholische Erneuerung).

Es gibt natürlich immer in beiden Konfessionen Missstände, aber beide Konfessionen haben auch ihre Stärken, und es liegt an uns, ständig darauf hinzuarbeiten, dass die Kirche ein Ort ist, wo Menschen Befreiung (und vieles andere Heilsame) erfahren. Aber nicht nur das, in erster Linie geht es in der Kirche ja nicht um unsere so modernen Wellness-Bedürfnisse, sondern um Gott. Daher ist die Kirche zu allererst da, um Gott die Ehre zu geben.

Wenn man den Reformationstag feiern will, dann eigentlich nur ökumenisch in einer Haltung, dass die Kirche beständig Reformen braucht, um wieder auf den rechten Weg zu kommen.

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Kommentar von robi187
01.11.2015, 16:51

der erste schritt zur befreiung der absoluten kirche? des ablass?

ja beständige reform wäre gut statt vorschriften wie man gauben muss. wiedervereinigung der kirche? das wird es nie geben wenn nicht mal die alt-katoliegen dazu bereit sind?

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Der Feiertag ist nicht abgeschafft worden - er gehört zu den nicht-bundeseinheitlichen Feiertagen, d.h. in manchen Bundesländern (v.a. in den östlichen) ist er Feiertag, in anderen nicht. Was das mit dem 1. Mai zu tun haben soll, weiß ich nicht, was du meinst.

Die Bewertung der Reformation jedenfalls ist höchst unterschiedlich: die einen feiern die Freiheit von Rom, die andern betrauern die Spaltung der Kirche, die nach dem Willen ihres Stifters eigentlich eins sein soll.

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