Referat,Magersucht,Infos?

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5 Antworten

1. Naja am Anfang hat das viel mit Ehrgeiz zu tun. Da sind noch genug Reserven, die der Körper verbrauchen kann. Nach und nach lässt die Konzentration und auch die Kraft nach. Man baut ab. Also ich konnte am Ende nicht mal mehr eine Seite von einem Buch lesen... Man bleibt nicht ewig fit.

2. Der Körper verbraucht immer Kalorien, zum sitzen, liegen, Atmen, Körper aufwärmen. Zwar sind das nur wenige, aber wenn man lange nicht isst, dann hat man jeden Tag eine negative Bilanz. Über längere Zeit geht die Waage dann auch weiter runter. Umso länger man aber nichts isst, desto langsamer wird der Stoffwechsel.

3. Ich selbst habe zu Beginn täglich Sport gemacht (2x die Woche Joggen, 3x die Woche Badminton und 3x die Woche Fitnessstudio). Mit abnehmender Kraft wurde das auch weniger. Am Ende bin ich jeden zweiten Tag nur noch 10 Minuten spazieren gegangen, weil für mehr die Kraft nicht reichte.

4. Ja gibt es, sogar öfters als man denkt. Ich selbst hatte mal 78kg bei 160 cm. Bin dann runter auf 40,4 kg. Aber ich habe mal in einem Bericht gesehen, das war eine Frau aus England (oder Amerika) die hatte 120 kg und kam in die Magersucht. Das Untergewicht ist ja nur eine Folge der Magersucht. Beginnen tut sie ja im Kopf und das kann bei jedem Gewicht passieren.

5. Die Kontrolle verliert man nicht zwangsläufig. Der Ekel vor Essen ist manchmal so groß, dass man nur ein halben Apfel schafft. Zum Teil ist man da zu diszipliniert und angeekelt, dass man bei kleinen Mengen bleibt. Wenn man mal zu viel gegessen hatte, weil man musste (zb Geburtstag oder die Eltern zwingen einen) da hat jede Magersüchtige ihre eigenen Wege. Das kann Sport sein, brechen, Abführmittel, tagelanges Hungern. 

6. Diese Stimme hat nicht jede. Ich selbst hatte das auch nicht so. Bei mir war das im Kopf immer so ein Zwiespalt, die eine Hälfte wollte Essen, weil man wollte und es brauchte und die andere Hälfte hat es verboten. Ich hatte eine ganz falsche Wahrnehmung von meinen eigenen Körper und auch von den Mengen die ich gegessen habe. Ich saß manchmal mit einer Gabel vorm Essen und spielte darin rum. Ohne eine Gabel tatsächlich zu essen, dachte ich, ich hätte mega die Portion zu mir genommen. Es sind einfach die Regeln und die falsche Wahrnehmung die einen so einschränken und das Ganze dann noch mit einem Haufen Ehrgeiz und Disziplin

7. Da gibt es viele. Ich habe immer viele Schichten getragen (zum einen um nicht zu frieren und um das "Fett" was ich sah zu verstecken und damit mich keiner ansprach. Ich trug teilweise Strumpfhose, Lange Unterhose, Leggings (1-2 Stück), Jeans Kniestrümpfe und Socken, BH, Bustier, Unterhemd, Top, Langarmshirt und Pulli. Dazu immer ein großes Tuch. Das trug einiges immer auf. Zudem war das nie wirklich enganliegende Kleidung sondern nur Weite. Ich habe mich immer geschminkt. Die Augenringe zu verstecken war schwierig. Aber mit ein paar Tricks wurden die auch geringer. 
Ich habe zudem oft erzählt, dass ich in der Schule, bei Freunden oder draußen gegessen habe. Regelmäßig hatte ich kein Appetit wegen meiner Periode. Täuschte Migräne und Zahnschmerzen vor, sodass ich selten was Essen musste. Vor und nach dem Sport habe ich auch nichts gegessen. Oft habe ich meinen Sport auch extra in die Essenszeit gelegt. Wenn ich Essen musste, verschwand dieses zum Teil in Taschen, Servietten und sonst wo. Kartoffelpüree habe ich mal vor Verzweiflung in die Haare geschmiert. Ich habe oft zu Beginn kleine Portionen genommen, dass ich nachnehmen konnte. Habe lange geredet und viel getrunken, langsam gegessen, oft aufgestanden um Wasser oder Salz zu holen. Wenn man das Essen klein macht und vermischt, dann wirkt es kleiner, also als hätte man was gegessen. Ab und zu fiel mal was auf dem Boden oder auf den Tisch. Manchmal habe ich mir auch selbst was zubereitet, weil ich das nicht wollte was Mama machte. Habe auch oft einfach Teller in die Spüle, in die Küche gestellt mit ein paar Krümeln drauf und Frischkäse am Messer. Das gab immer Ärger, dass ich das nicht weggestellt habe, aber so dachten Sie, dass ich essen würde. 

Das sind jetzt selbst meine Erfahrungen, aber das ist bei jedem anders. Das verläuft nie gleich, weil jeder unter anderen Umständen lebt und jeder seine eigenen Regeln macht.

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Meiner Meinung nach kann man das Ganze schlecht generalisieren, aber ich versuche es mal:

1. Anorexie ist meist mit extremer Zielstrebigkeit verbunden. Klar nimmt die Konzentration ab, aber dann strengt man sich halt noch mehr an.

2. Ja, der Stoffwechsel verlangsamt sich extrem, der Körper läuft sozusagen auf Sparflamme. Aber wenn man dem Körper lange Zeit nichts gibt, muss er quasi mit dem leben, das vorhanden ist.

3. Das ist unterschiedlich. Einige machen jeden Tag Sport, andere nicht. Ich hatte am Ende nicht mal mehr Kraft, aufzustehen, Sport ist also oft gar nicht mehr möglich.

4. Durchaus. Untergewicht ist zwar ein Symptom von Anorexie, jedoch ist es nicht immer zwingend vorhanden, besonders zu Beginn der Krankheit. Starkes Übergewicht ist jedoch meist mit einer Binge-Eating Störung verbunden.

5. Das ist auch unterschiedlich. Ich hatte nie Erfahrung mit Essanfällen. Bei mir war es eher so, dass wenn ich mehrere Wochen nicht gegessen hatte, und dann dazu gezwungen wurde, mein Körper sich dagegen wehrt. Einfach, weil er kein Essen mehr gewohnt ist.

6. Das ist nicht immer der Fall. Es gibt so genannte "Pro-Ana" Websites, auf denen meist junge Betroffene sich gegenseitig weiter in die Magersucht treiben. Hier ist das Motiv meist Gewichtsverlust und Schönheit Das ist jedoch keinesfalls die eigentliche Krankheit. Magersüchtige wollen nicht immer abnehmen, es ist meist einfach die Folge. Dass Magersüchtige nicht essen, weil sie dünn sein wollen, ist größtenteils ein Mythos.

7. Mit der Zeit eignet man sich viele Tricks an, die Krankheit wird zum Alltag. Wenn man noch bei seinen Eltern wohnt, ist es natürlich schwieriger, durch Lügen und Verstecken bleibt die Krankheit jedoch oft lange unentdeckt. Häufig wollen die Eltern auch nicht sehen, dass etwas nicht stimmt und verdrängen die Probleme. Meist endet das Ganze im Krankenhaus. Jeder zehnte Betroffene stirbt an der Krankheit. 

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen. Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gern an mich wenden.

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Ich hab keine Magersucht, aber ich hab mich 2 Jahre lang damit auseinander gesetzt, weil ich es so interessant fand. 

1. Magersüchtige sind meist extrem zielstrebig, dazu gehört es auch in der Schule gute Noten zu haben. Vor allem konzentrieren sie sich auf andere Dinge, damit sie nicht ans Essen denken müssen. Erst gegen "Ende" der Magersucht klappt das alles nicht mehr. 

2. Klar gibt der Stoffwechsel auf, aber wer den Tank nicht füllt, muss halt auf Sparflamme funktionieren. Die essen soo wenig... zudem machen sie übertrieben viel Sport, dabei verbrennen sie meist viiiiiel mehr als sie überhaupt zu sich nehmen. Dadurch nimmt man halt ab, weil man einfach nichts mehr zu sich nimmt. 

3. Sie machen täglich Sport und das kann zwischen 1-4 Stunden variieren. Jeder ist da anders! Sie machen krankhaft viel Sport. Aber bedenke, dass es immer Ausnahmen gibt!! Es gibt auch Magersüchtige, die weniger Sport machen, weil sie einfach unsportlich sind. Kommt aber eher selten vor. Sie nutzen jede Gelegenheit aus um sich zu bewegen. Es gibt sogar Tipps, nach denen sollte man in der Schule gerade sitzen oder immer mit dem Fuss wackeln um extra Kalorien zu verbrennen. 

4. Ja. Magersucht ist eine PSYCHISCHE Krankheit. Es ist ganz egal, wie viel man wiegt. Sogar jemand mit einer Tonne könnte Magersucht haben. Es geht allein darum, was im Kopf vorgeht. Einen Magersüchtigen zum Essen zu zwingen, wird ihn nicht heilen. Die Gedanken bleiben und gehen nicht von heut auf morgen weg. Das Essen ist *nicht* die Heilung. Die Heilung ist die *Befreiung* von den Zwangsgedanken! Was sehr schwer ist. 

5. Meinst du einen Fressanfall? Wer lange Zeit nichts isst, der bekommt Fressanfälle bei denen er sich tausende von Kalorien gleichzeitig reinstopft. Einige machen danach entweder extrem extrem viel Sport und andere rutschen in die Bulimie...was bedeutet, dass sie sich den Finger in den Hals stecken und erbrechen. Die Kontrolle muss wieder hergestellt werden.

6. Verwechsle Ana nicht mit der Magersucht. Es gibt eine Seitenkategorie, die "Ana" anhimmeln. Diese Leute *wollen* magersüchtig sein und behandeln die Magersucht (Anorexia nervosa ---> Ana) wie eine Art Göttin. Sie stellen sich Regeln auf, was sie dürfen und was nicht. Das ist sehr gefährlich, denn diese Leute tun das alles sehr bewusst. Andere Magersüchtige haben auch eine Stimme im Kopf, aber sie geben ihr keinen Namen. Und diese Stimme, nennt sich psychische Krankheit. Jede psychische Krankheit geht mit solch einer Stimme einher, die merkwürdige Dinge erzählt. Das ist natürlich keine richtige Stimme, sondern eher sind es Zwangsgedanken die sich über lange Zeit hinweg entwickelt haben auf dem Weg zum Ziel. Wenn du dich lange und intensiv mit verschiedenen Dingen beschäftigst, dann kannst du einen Zwang entwickeln. 

7. Sie sind ja nicht körperlich krank. "Nur" psychisch. Das ist sehr einfach zu verbergen anfangs. Entweder sie erzählen sie hätten keinen Hunger, oder sie hätten längst gegessen. Sie nehmen das Essen mit zur Schule und werfen es dann weg. Oder sie erzählen den Eltern, dass sie im Zimmer essen und spülen es dann das Klo runter. Wenn man sich mit Freunden trifft, sagt man, man habe bereits zu Hause gegessen. Wenn es mal um Süsskram geht, erzählt man halt, man hätte Bauchschmerzen. Oder man versucht diese neue Diät aus einer Zeitung aus. Magersüchtige lügen extrem viel und wirken sehr fröhlich. Es ist relativ schwer etwas zu merken, wenn man nicht darüber informiert ist. Sie bleiben ja nicht im Bett liegen! Die bewegen sich und sind gut in der Schule, wie sollte also jemand merken, dass etwas nicht stimmt? Und Müdigkeit kann man überschminken. Das einzige was man nicht verstecken kann, ist das Dünner-werden. 

Hoffe ich konnte dir helfen.

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Ich war vor 2 Jahren in Therapie wegen Magersucht. Meiner Meinung  nach, kann man diese fragen nicht generell beantworten, aber so wie es bei mir war würde ich sie so beantworten:

1. Ja die Konzentration  nimmt ab. Viele sagen dass magersüchtige  stark leistungsorientiert sind, aber ganz ehrlich, bei mir war es nicht so. Es ist einfach nurnoft so dass die "klüger" unter magersucht leiden, da sie probleme sehen und hinterfragen, die für andere nicht wichtig erscheinen.

2. Hungern., mehr nicht. Ich hab tagelang nichts gegessen. Man nimmt einfach nur noch wasser zu sich und kaut kaugummi.

3. Man kann nicht allgemein sagen wieviel und welchen sport msgersüchtige machen. Viele sind vorher bestimmt schon in einem verein, zb tanzen. Ich bin so gut wie jeden tag joggen gegangen und hab abends immer bauchmuskelübungen gemacht

4. Ja das gibt es.

5. Weinen. Sich hassen. Manche übergeben sich (bulemie). Manche ritzen sich zur bestrafung. Es entsteht ein kleiner persönlicher weltuntergang. Man hat in seinen augen versagt. 

6. Die stimme ensteht einfach durch unterschiedliche  motive. Man fühlt sich nicht gut genug, oder ausgeschlossen. Ich persönlich habendas gefühl vermitttelt bekommen dass ich einfach nichts kann. Also nehme ich eben ab.  Ana war an meiner seite um mir beizustehen, es gibt den betroffenen Halt. Man wollte anderen menschen etwas beweisen. Zeigen welche Selbstdisziplin  in einem steckt.

7. Ganz ehrlich, man kann es nicht verbergeb. Die Leute  um einem heruk wollen es oft einfach nicht wahr haben. Es gibt zwar ausreden  wie "ich hab vorhin schon mit meiner freundin etwas gegessen" ,aber bei einem bestimmten zustand ist einfach nurnklar dass es sich um lügen handelt.  Aber wer will schon ein gestörtes kind haben?! Die mitmenschen wollen die tatsache einfach verdrängen.  Von alleine erwähnt die betroffene person ja nichts.

Wenn du noch fragen hast, kannst du mir gerne schfeiben :)

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Kommentar von Kim123456789
25.02.2016, 14:26

Danke für deine Antwort, ich hätte da noch Fragen :) Wie kann man dir denn Schreiben oder geht des hier net :O ?

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ms ist sucht die zum tot führ auf raten:

wieso möchtest du da anleitung? warst doch schon in der klink?

eine sucht möchte immmer mehr mehr mehr..... und hört nicht auf?

ms möchten meist keine frau werden mit all den vor und nachteilen?

ab und an möchten sie die kindliche rolle verlassen und möchten beweisen dass sie schon ganz gross sind und schreiben dann im wahn der perfektion eine eins nach der anderen?

helfen kann wie bei jeder such nur ein facharzt für süchtige.

z.b.

https://www.klinik-am-korso.de/#_

also möglichst schnell hilfe holen damit ms nicht mehr macht über das kindliche verhalten hat.

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