Referat Struktur

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Da du an einer österr. Schule bist (wo sonst käme "Der arme Spielmann" ins Gespräch!) beginn mit dieser Aussage :

Eine Person ist nach EU-Definition armutsgefährdet, wenn sie nach Einbeziehung staatlicher Transferleistungen ein Ein­kommen von weniger als 60% des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung des Landes, in dem sie lebt, zur Verfügung hat.

Statistik Austria:

Als armutsgefährdet gelten Personen mit niedrigem Haushaltseinkommen. Die in der europäischen Sozialberichterstattung verwendete Armutsgefährdungsschwelle liegt bei 60% des Medians des äquivalisierten Jahresnettoeinkommens (= bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen) und beträgt laut EU-SILC 2009 in Österreich 994 Euro pro Monat (12 Mal im Jahr) für einen Einpersonenhaushalt. In Österreich sind 12% der Bevölkerung armutsgefährdet, das entspricht rund 993.000 Personen.

Geh aus von den € 994, vergleiche das zunächst mit den € 40 Taschengeld für Asylwerber und mit der Erklärung der Innenministerin, dass € 160, die eine 4-köpfige Familie so erhält, in Afghanistan "viel Geld" sei, weshalb sie das monatliche Taschengeld von 40 Euro nicht mehr ausbezahlen und stattdessen Gutscheine oder eine Quickcard zur Verfügung stellen möchte.

"Man wolle sicherstellen, dass das Geld dem Zweck entsprechend, also für alltägliche Besorgungen, verwendet und nicht in die Heimat geschickt wird, so Mikl-Leitner. "Bei einer vierköpfigen Familie kommen immerhin 160 Euro zusammen und das ist etwa in Afghanistan viel Geld." (Krone)

m1.krone.at/krone/S25/object_id__307125/hxcms/rssmobile.html

Erkläre "realtive Armut" und "absolute Armut"

Dann geh vom Armutsbegriff der EU zurück auf die lit. Beispiele, denn keiner deiner Mitschüler hat wahrscheinlich eine Vorstellung, was "arm" sein wirklich bedeutet hat - auch in unseren Breiten. Lies die "Weber", zitiere, was sie zu essen hatten, vgl. es mit dem heutigen "nicht mehr in der Lage, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können", mit der Katastrophe von heute, "wenn die Waschmaschine oder der Fernseher kaputt gehen", "man die Wohnung nicht richtig heizen kann" - Wohnung??? Wer von den Armen hatte eine Wohnung? "Bettgeher" (WP: "Schlafgänger") mieteten ein Bett für dieStunden, wenn der Wohnungsinhaber nicht selbst schlief!

Lies, was Wikipedia über "Armut" schreibt, google "Relative Armut" ("Unterversorgung an materiellen und immateriellen Gütern und eine Beschränkung der Lebenschancen"), zeig auf, was in den lit. Werken "arm" sein bedeutet hat - in Österreich, Schlesien, Deutschland und auch in den USA (Steinbecks "Die Früchte des Zorns" war wohl zu dick, aber es gibt einen WP-Artikel drüber! de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BCchtedesZorns

Wenn du all das Material hast, wird das Strukturieren leicht sein (auch da nützt der WP-Artikel) - aber vergiss die Lit.-Zitate aus deinen Werken nicht, - selbst, wenn die Armut so poetisiert wird wie bei Stifter - sonst bleibst du unglaubwürdig !

Danke sehr hilfreich! Aber eine Frage noch, kann man das so schreiben?

1844 Die Weber

Naturalismus Drama Geschrieben: 1892

1848 Der arme Spielmann
Realismus Novelle

1857 Die heilige Johanna der Schlachthöfe Episches Theaterstück Geschrieben: 1929/30

Was ist der arme Spielmann für eine Gattung? Kann man da noch ´Daten ergänzen? LG brauche bei dem Thema wirklich Hilfe

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"Vergleichen" heißt ja nicht, Gleiches finden, sondern suchen, ob Gleiches oder Ähnliches überhaupt vorhanden ist. Das bedeutet dann eben, dass du auch Unterschiede oder gar Gegensätzliches ebenfalls darstellen musst.

Die Werke zeigen ja eine Armut, die heutzutage die Masse der sog. "Armutsgefährdeten" sich hierzulande überhaupt nicht mehr vorstellen kann. Da klagt z.B. eine Leserbriefschreiberin, jetzt in der Kältewelle habe es in ihrer Wohnung nur 19(!!!) Grad, weil das Heizen so teuer sei, und sie dusche nur mehr 1x pro Woche. Andererseits sieht es niemand mehr als ein Zeichen von Armut an, wenn 2 Leute nicht heiraten, und nicht jede sucht einen wohlhabenden Erhalter. Streiks werden auch nicht mehr niedergeschlagen, wenigstens nicht in unseren Breiten. Da wird eben lange verhandelt, und Sozialgesetze verhindern eine völlige erbarmungslose Ausbeutung der kleinen Leute.

Die erschreckende Logik eines Karl Marx mit der Vorhersage einer unausweichlichen Revolution einerseits und der gleichzeitige schonungslose Naturalismus der Literaten andererseits, die geradezu mit Genuss die fürchterlichsten Armutsdarstellungen boten, haben dazu geführt, dass alles getan wurde, dass die Revolution nicht eintreten musste.

. Mach eine Tabelle: Zeit der Handlung / Titel/ Entstehungszeit/ Gattung / lit.-gesch. Epoche/

  • Zeit der Handlung:ca. 1830: “Der arme Spielmann" (Entstehung:1846), Rahmennovelle von Franz Grillparzer, lit. Epoche: Bürgerlicher oder Poetischer Realismus

  • Zeit der Handlung:1844: "Die Weber" (Entstehung:1892), Drama von Gerhart Hauptmann, lit. Epoche: Naturalismus,

  • Zeit der Handlung: ca. 1930*) (Weltwirtschaftskrise): "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" (Entstehung:1929/30), episches Drama von Bert Brecht, lit. Epoche: Neue Sachlichkeit

    *) Schilderung der Zustände in Chicago aber von ca. 1900 – Vorlage "The Jungle" von Upton Sinclair (1905)

Danke! Aber wie kann man diese Stücke am besten Vergleichen? Bei beiden geht es um Armut. Beim schlesischen Weberaufstand 1844 kam es zum gewaltsamen Aufruhr der Weber gegen den Fabrikanten. Der arme Spielmann durfte wegen Armut seine Frau nicht heiraten. Bei der Hl Johanna kam es nur zu einem Streik der niedergeschlagen wurde.

Ist bei denen eine Entwicklung der Armut festzustellen? (ich kann das irgendwie nicht...

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@gutefrageuser92

Es hat sich im Laufe des 19. Jh. wohl nicht die gräßliche Armut entwickelt, wohl aber das Bewusstsein der Besitzlosen, die allmählich Armut nicht mehr als ihr Schicksal hinzunehmen bereit waren und sich auch nicht mehr aufs Glück vertrösten lassen wollten, das ihrer dann im Jenseits harre ("Selig sind die Armen, denn ihrer ist das Himmelreich.") Im Vormärz war ein Georg Büchner ja gerade bei der Arbeiterschaft noch auf fast völliges Unverständnis gestoßen, als er den Ausgebeuteten die Ungerechtigkeiten vor Augen führen wollte, unter denen sie zu leiden hatten.

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