Reden Eltern über ihre Herkunft?

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2 Antworten

Man kann auch Deutscher sein, wenn man aus Russland gekommen ist. Man muß nicht zwangsläufig sein Leben lang dieselbe Staatsangehörigkeit haben. Dazu kommt noch, daß die Geschichte Europas dazu geführt hat, daß es viele https://de.wikipedia.org/wiki/Russlanddeutsche gibt/gegeben hat. Es ist also überhaupt nicht so einfach.

Ich bin über 50, aber über die Herkunft meiner Eltern und meiner Großeltern gut informiert - bei den Urgroßeltern hingegen gibt es ein paar Lücken. Und meine Nachkommen wissen ebenfalls, wo ihre Eltern herkommen. Warum sollte man daraus ein Geheimnis machen, solange es keine ziemlich dunklen Flecken in der Geschichte der eigenen Familie gab? Vielleicht mag man verschweigen, daß Opa bei der SS war oder ein Onkel ein überzeugter Stalinist - solange wie die beiden noch leben und sich dafür schämen und eventuell sogar gebüßt haben. Aber wenn sie verstorben sind und es niemandem mehr weh tut, dann sollte man sich mit den eigenen Wurzeln auseinandersetzen (dürfen).

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du musst unterscheiden zwischen der staatsangehörigkeit und einer ethnischen herkunft. russland-deutsche sind in den letzten jahrzehnten in hohem maße nach zusammenbruch der udssr nach deutschland gekommen. sie sind aber keine "echten" russen, weil ihre vorfahren vor ein paar 100 jahren von der damaligen zarin katharina (d.g.) aus deutschland geholt wurden, um bestimmte teile das damaligen zarenreiches zu besiedeln und voranzubringen.

nach der oktoberrevolution und insbesondere nach dem 2. weltkrieg hatte diese bevölkerungsgruppe unter stalin viel zu leiden. daher haben sich viele dieser menschen nie als russen gefühlt und berufen sich auf ihre deutschen vorfahren. aber sie hatten bis zur übersiedlung eben russische pässe.

andere "echte" russen, die dauerhaft bei uns leben und ggf. auch schon deutsche pässe haben, mögen alle unterschiedliche gründe für ihre auswanderung haben. aber es bei ihnen nicht viel anders als bei anderen migranten oder flüchtlingen.

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