Redeflussstörung, was kann ich tun?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Hallo,

Deine Beschreibung lässt auf eine Form des Stotterns schließen. Sicher ist der Auslöser der Stotterns oft Kopfsache. Andererseits spielen auch gewohnte Verhaltensmuster eine Rolle. Das Stottern passiert dann quasi automatisch. Es ist ein Zusammenspiel von Gedanken, Emotionen, Reflexen, Atem und Muskelspannungen.

Mit Dir ist sicher alles O.K. Wenn man stottert, heißt das nicht, dass man krank oder nicht normal ist.

Ich war selbst auch ein starker Stotterer. Die folgenden Übungen zeigen einen Teil von dem, was mir selbst geholfen hat, das Problem ganz gut in den Griff zu bekommen. Lass Dich von den gezeigten Techniken inspirieren. Die Übungen sind kostenlos.

http://www.stop-stottern.de/sofort-besser-sprechen.html

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Trainieren. Gib mal Feedback, wenn Du magst.

Liebe Grüße

Hans

Hans und Isabel haben schon gute Antworten gegeben.

Hier vielleicht noch eine Ergänzung. Du hältst Deine Redeflussstörung, das was man üblicherweise als "Stottern" bezeichnet, für das "größte Problem" (Deines Lebens), das Dein Leben "ein wenig einschränkt". Darauf möchte ich ein bisschen eingehen.

Nach dem, was Du schreibst, scheint mir tatsächlich Dein größtes Problem zu sein, dass Du Dich durch das Stottern so einschränken lässt. Du veränderst Deinen Sprachstil (nicht die Art zu sprechen, sondern den z.B. Satzbau und evtl. die Wortwahl) und sagst manchmal nichts, obwohl Du etwas Interessantes und Wertvolles sagen möchtest. Ich war, wie Hans, ein langjähriger schwerer Stotterer (bis zum 32. Lj) und fand diesen Aspekt des Stotterns, die Vermeidung, immer den entwürdigendsten.

Die Lösung, zu der ich Dir rate, kommt jetzt vielleicht etwas überraschend: Lerne, anders mit dem Stottern umzugehen, oder kurz, lerne anders zu stottern. "Anders" soll dabei natürlich nicht mehr und nicht krampfhafter heißen, sondern natürlich weniger und lockerer. Das ist möglich! Die Erfahrung die ich in der Therapie, die ich durchführe, immer wieder mache, ist, dass Teilnehmer, die lernen, gut und sicher zu stottern (klingt paradox, oder?) immer flüssiger sprechen. Das ist natürlich eine "Kopfsache", wie Du das nennst, d.h. eine Sache der Bewertung. Vormals bedrohliche Situationen werden mit gutem und sicherem Stottern "kuschelig", werden zum Teil der "Kuschelzone" (comfort zone).

Wenn Du Lust hast, Dich Deinem "größten Problem" von dieser Seite zu nähern, schau mal mit Google nach "Viermalfuenf". Da findest Du mein Therapieangebot unter diesem Namen.

Hallo,

ich bin Isabel und arbeite seit einigen Jahren für die Kasseler Stottertherapie.

Ich schließe mich stottboy an, dass Deine Beschreibung Stottern sein könnte. Wenn Du sicher gehen willst, kannst Du Dir bei Deinem Hausarzt ein Rezept für die Diagnostik bei einem Logopäden verordnen lassen. Ein Logopäde kann dann mit Dir Tests machen, um rauszufinden, ob es Stottern ist. Achte aber dabei darauf, dass sich der Logopäde gut mit Redeflussstörungen auskennt.

Danach kannst Du Dich zwischen verschiedenen Therapiemöglichkeiten entscheiden. Es gibt auch intensive Therapien. So etwas bieten wir an. Das ist
aber sicher erst der 2. Schritt. Der 1. ist eine gute Diagnose.

Wenn Du noch mehr rund ums Stottern wissen willst, oder unsere Therapieform, kannst Du gerne auf unserer Website  vorbeischauen. Hier  haben wir auch einen Chat, in dem Du uns gerne Fragen stellen kannst.

http://www.kasseler-stottertherapie.de/stottern/was-ist-stottern/

Alles Gute,

Isabel

Was möchtest Du wissen?