Redcoon ware nicht erhalten

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4 Antworten

Rechtlich sieht das folgendermaßen aus:


Einen Vertrag hast Du nur mit dem Versandhändler geschlossen. Deshalb sind erst einmal Ansprüche gegen Ihn zu prüfen. Ich schreibe das mal mit ein paar Paragraphen auf, damit Dein Versandhändler ein bisschen mehr schiss kriegt, wenn Du Ihm schreibst. ;)


Der Anspruch ergibt sich aus §433 Absatz 1 Satz 1 BGB. Danach ist der Verkäufer zur Übergabe der Sache und Verschaffung des Eigentums verpflichtet. Grundsätzlich hat der Verkäufer eines Versandhandels nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (http://www.beckmannundnorda.de/bghversendungskauf.html) nur eine sog. Schickschuld im Sinne des §447 BGB. Danach erfolgt beim Versendungskauf der Gefahrübergang durch Übergabe der Sache an eine Transportperson. (darauf spielt Dein Verkäufer an; das ist bei Verträgen im Versandhandel aber ohnehin schon umstritten)


ABER: Gemäß §474 Absatz 2 Satz 2 BGB gilt das definitiv nicht für Kaufverträge mit Verbrauchern. [Davon kann wohl auch in allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht abgewichen werden (Vgl. §307 Absatz 2 Nr. 1). Folglich hat der Verkäufer eine Bringschuld, §446 BGB. Er erfüllt den Vertrag erst, wenn Dir die Sache übergeben wurde.


Da ich schwer davon ausgehe, dass Du den Staubsauger nicht im Namen Deines Gewerbebetriebs gekauft hast, löst das Dein Problem rechtlich gesehen.

Du hast einen Anspruch auf Lieferung eines neuen Staubsaugers. Wenn Du dem Verkäufer eine angemessene Frist zur Lieferung gesetzt hast und er innerhalb der Frist nicht nachliefert, hast Du auch einen Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises.


Eventuell hättest Du auch Ansprüche gegen Deinen Nachbarn aus einer sogenannten Geschäftsführung ohne Auftrag. Würde ich aber dran zweifeln. Außerdem ist das wahrscheinlich eine blöde Idee Dich mit ihm zu streiten. :D Eine Straftat hat er sowieso nicht begangen.


Ich würde Deinem Versandhändler einen Brief mit ungefähr obigem Inhalt schreiben, mit dem Hinweis, dass Dein Anwalt Dir zu einer Klage rät, Du aber bereit bist darauf zu verzichten. Auch die Verbraucherschutzzentrale und die Presse würdest Du für den Fall der Kooperationsbereitschaft nicht informieren Außerdem solltest Du eine Frist von einer Woche setzen + Erinnerungsschreiben, falls keine Antwort kommt.


Tja, und wenn das nichts bringt, musst Du wissen, wieviel stress Du Dir mit der sache noch machen möchtest.

Viel Glück :)

Bei Redcoon: Gar nichts. Lies mal BGB §447:

bundesrecht.juris.de/bgb/__447.html

Der Versender ist aus dem Schneider, sobald er die Sache dem Versanddienst übergeben hat.

Du kannst es bei der Post versuchen, die werden Dich aber genauso abblitzen lassen, da das Paket ja an Herrn XXX übergeben wurde.

Wenn, dann ist Herr XXX der richtige Ansprechpartner, da er das Paket entgegengenommen hat, anschließend aber nicht mit gebotener Sorgfalt verwahrte. Zur Not Anzeige wegen Verdacht auf Unterschlagung des entgegengenommenen Pakets.

Da gibt es keinen bequemen Weg.

Die Haftung für das Paket und deren Zustellung an Dich hat Herr XXX übernommen und darauf kannst Du Dich jederzeit, auch vor Gericht, berufen.

Wenn Du die Kostenerstattung willst, musst Du Dich mit Herrn XXX einigen. Vielleicht hat er ja eine Haftpflichtversicherung, die sowas abdecken würde...

Ansonsten soll er gefälligst auf das aufpassen, das er entgegennimmt. Blöd gesagt könnte man ihn ja durchaus der Unterschlagung bzw des Diebstahls beschuldigen. Er hat angegeben, die Ware zu übernehmen und jetzt ist sie weg... Wer könnte da der Schuldige sein? ...

nix- die haben ganz klar Recht! Die Ware wurde zugestellt.... somit also zuverlässig geliefert. Der Rest ist definitiv dein Risiko- bleibt nur dich an Herrn XXXX zu wenden.

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