Rechtsstreit mit Vermieter - Post kann nicht zugestellt werden

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4 Antworten

Leider wurde bis heute der Rückschein nicht zugestellt und laut Trackingnummer konnte er nicht angetroffen werden und der Brief wurde bisher nicht abgeholt. Nach 7 Tagen wird dieser zurückgeschickt.

Das ist der Nachteil von Einschreiben + Rückschein. Kommt das Einschreiben tatsächlich zurück müßte sich der Vermieter evtl. den Vorwurf der bewußten Zugangsvereitelung gefallen lassen. Genaueres kann Dir Dein Anwalt dazu sagen.

Was ist rechtlich einwandfrei und wie komme ich meinen Pflichten am besten nach? Und was ist vor Gericht standhaft?

In dem Fall am besten die Zustellung durch einen Gerichtsvollzieher. Das ist zwar etwas teurer als per Post, dafür aber vor Gericht "standhaft". Denn der GV bestätigt nicht nur die Zustellung sondern auch den Inhalt des Schreibens.

Vielleicht solltest Du auch die paar € für eine Meldeauskunft investieren. Die, oder besser Dein Anwalt, muß man schriftlich unter Angabe des Grundes beantragen.

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Kommentar von htanmm
26.03.2012, 10:15

Da ist jemand vom Fach! :-) Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Das werde ich so verfolgen.

"Leider" ist der Streitwert jedoch so gering dass mit der Meldeauskunft und die Zustellung per GV der effektive Rückzahlungsbetrag fast aufgebraucht ist. ;-)

Da ich zum ersten Mal in einer solchen Situation stecke: Weißt du ob diese Kosten bei einer Verurteilung dem Gegner (Ex-Vermieter) aufgedrückt werden können?

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Tatsächlich wohnt dieser aber seit meinem Einzug nicht mehr, sondern hat eine andere Wohnung in der Stadt.

Das Einwohnermeldeamt müsste Dir doch die Adresse geben,da ein berechtigtes Interesse besteht.

Mein früherer Vermieter ist sehr kontaktfaul. Er antwortete in einem Jahr nur auf eine E-Mail und ist telefonisch nie zu erreichen. Mailbox ruft er ab, ruft aber nie zurück.

Forderungen,Mängel usw. soll amn immer schriftlich per Einwurfeinschreiben schicken!

Auf E-Mails muss keiner reagieren,ebenso nicht auf Anrufe!

ich planen meinem Anwalt in den nächsten 14 Tagen die Dokumente für einen Rechtsstreit mit meinem Ex-Vermieter zu überreichen.

Der muss doch wissen was man machen muss,wenn nicht,ist er ein schlechter Anwalt!

Wenn man die Adresse weiß,ist ein Einwurfeinschreiben das Beste,der Brief ist dann im Bereich des Empfängers gelangt!

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Kommentar von htanmm
27.03.2012, 08:23

Danke für deine Reaktion!

Im Einwohnermeldeamt ist er aber weiterhin unter der Adresse gemeldet, welche er mir vermietet hat und er seit Jahren nicht mehr drin wohnt...

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Ich würde es an die angegebene Adresse schicken... (also in deiner ehemaligen Wohnung)...... Vielleicht hat er ja eine Postumleitung für dieses Objekt..... Außerdem, hast du dir ja dann auch nichts zu schulden kommen lassen..... Du hast es an die angegebene Adresse geschickt!!! Wie erhält er denn normalerweise seine Post??? Oder wo ist er dann überhaupt gemeldet???

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Kommentar von htanmm
25.03.2012, 20:01

Wo er gemeldet ist, weiß ich natürlich nicht, da ich weder auf seinem Personalausweis gesehen noch auf dem Meldeamt danach gefragt habe (soweit ich weiß ist eine Anfrage gebührenpflichtig).

Postumleitung hat er nicht. Ich habe mehrere Male Post an ihn adressiert im Postkasten gefunden.

Da in der alten Wohnung ja niemand mehr wohnt, kann es ja auch niemand entgegennehmen und daher wird nach 7 Tagen die Post auch zurückgeschickt. Das dürfte das Problem daran sein.

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Kommentar von cloodie
25.03.2012, 20:02

was glaube ich noch geht wäre (im äußersten Notfall), dass Schreiben über einen Gerichtvollzieher überbringen zu lassen. Aber da würden dir zusätzliche Kosten anfallen.... Müsste man sich nochmal genauer erkundigen....

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Bringe es selbst hin mit einem Zeugen.

Als Vermieter ist er Geschäftsmann und kann sich nicht einfach aus der Zuständigkeit entfernen.

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Kommentar von htanmm
25.03.2012, 19:58

Also diesen Zeugen kann ich unter eidesstattliche Versicherung § 156 StGB einsetzen, meinst du das damit?

Er ist im übrigen kein Geschäftsmann, also eK sondern Geschäftspartner nach BGB da er selbst weitervermietet, korrekt?

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