Rechtsschutzversicherung - Abschluß möglich vor Verfahren?

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11 Antworten

Im konkreten Fall (aus dem VertragsRS)besteht kein Versicherungsschutz. Hier hat nach Ihren Angaben der Versicherer bereits die rechtseinschränkende Einrede  vorgebracht.

Angenommen, der Schaden in der Gebäudeversicherung wäre eingetreten , aber noch  keine Anzeige an den Versicherer erfölgt , dann wäre der Abschluss der RSV noch möglich. Nicht bei jeder Gesellschaft, sondern nur bei denen, die den Versicherungsfall beim VertragsRS nach der Folgeereignistheorie definieren. Da kann sich dann auch die Wartezeit auf 2 Monate  reduzieren.






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 Im konkreten Fall geht es nämlich darum, daß die eigene Wohngebäudeversicherung einen Schaden nicht komplett regulieren will, weil sie grobe Fahrlässigkeit unterstellt, was aber aus meiner Sicht nicht der Fall ist.

Da der Streitpunkt ja schon vorliegt, bringt eine RS für diesen Fall nichts mehr, aber man sollte sinnvollerweise eine RS abschließen, denn auch in der Zukunft sind solche Vorfälle noch möglich.

Ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt, kann ich nicht beurteilen, da ich die Schadensursache nicht kenne.

Aber vielleicht machen Sie ja dazu noch ein paar Angaben.

Für die Zukunft empfehle ich ihre Versicherungsverträge überprüfen zu lassen und auf neue Bedingungen umstellen zu lassen.

Bei neuen Produkten ist meist in der Gebäude- wie auch in der Hausratversicherung die grobe Fahrlässigkeit mitversichert.

Gruß

Norbert Uhrig 

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In der Rechtsschutzversicherung gilt der Versicherungsfall der Zeitpunkt der

"Änderung der Rechtslage"

Zeichnet sich also bereits ein Verfahren ab, ist für diesen Fall der Abschluss zu spät.

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Kommentar von Franz577
18.03.2016, 11:43

Ein Verfahren ist ja nicht unumgänglich, wenn z.B. auch eine gütliche Einigung erzielt werden kann. Nur falls sich meine Versicherung auf stur stellt, würde ich eine Klage anstrengen wollen.

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Eine Versicherung für bereits bestehende Streitanlässe bietet keine Gesellschaft an. Im konkreten Fall ist ja der Anlass für den eventuellen künftigen Rechtsstreit die Ablehnung des Gebäudeversicherers. Diese ist bereits erfolgt, damit wäre ein künftiger Rechtsstreit in dieser Sache nicht mehr versicherbar.

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Kommentar von Franz577
18.03.2016, 11:58

Ok, und hätte es mir was gebracht, wenn ich die RSV noch vor der Schadensmeldung an die Versicherung abgeschlossen hätte oder wäre das auch schon zu spät gewesen (wegen der Karenzzeit)?

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Du hast meist ne warte Frist was aktuelle laufende Verfahren betrifft. Sonderkeistungen wie telefonische Beratung kannst du aber teilweise auch nutzen. Wenn du schon eine RSV hast, dann kann man die warte frist verkürzen.

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Die Wartezeit beträgt frü sowas i.d.R. 3 Monate - aber Du kannst das gelich vergessen. Denn, die Ursache des Rechtsstreites liegt ja schon vor (Leistungsfall Wohngebäudeversicherung), deshalb wird keine RSV hier Deckung erteilen.

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Das kommt auf das Kleingedruckte drauf an.

Stichwort Ereignistheorie. Nur solche Policen können auch Schäden abdecken, die vor Vertragsabschluss entstanden sind. Aber da muss man immer genau drauf achten. Am besten den konkreten Fall mit der jeweiligen Versicherung besprechen, ob ein Abschluss da sinnvoll ist.

Ach ja, bei deiner Wohngebäudegeschichte ist der Zug bereits abgefahren.


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Kommentar von Franz577
18.03.2016, 11:50

Zug abgefahren warum genau? Noch gibt es ja keine Klage meinerseits.

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Kommentar von DolphinPB
18.03.2016, 11:54

Du schmeißt mit Begriffen um Dich von denen Du nicht viel Ahnung zu haben scheinst.

Die sogenannte Folgeereignistheorie kommt nur beim Schadenersatz zum Tragen, darum geht es hier nicht.

"Nur solche Policen können auch Schäden abdecken, die vor Vertragsabschluss entstanden sind." Nein, genau das ist nämlich gem. der Folgeereignistheorie dann genau nicht der Fall.

"Am besten den konkreten Fall mit der jeweiligen Versicherung besprechen, ob ein Abschluss da sinnvoll ist." Ja, genau, die Versicherung fragen ob man noch schnell abschließne darf. Also wirklich, was für ein Unsinn, da wird es keine belastbare Aussage (außer ein definitives Nein) geben.

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Der übliche "Vorlauf" beträgt mindestens 6 Monate!

Und so lange kann man laufende Angelegenheiten nicht rauszögern. Die Versicherung fragt ohnehin nach dem Schadensdatum, das erfährt sie auch von der Gegenpartei... und schon bist du dran wegen falscher Angaben, Betrugsversuch etc.

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Kommentar von Franz577
18.03.2016, 11:45

Hab ja gar nicht vor, falsche Angaben zu machen. Mir geht es ja nur darum, ob eine RSV noch wirksam abschließbar ist, wenn zwar noch kein Rechtsstreit begonnen hat, aber die Ursache für den Rechtsstreit schon gegeben ist.

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Eine Rechtsschutzversicherung tritt nur dann ein, wenn ein Sachverhalt nach deren Abschluss passiert ist.

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Kommentar von Apolon
18.03.2016, 12:53

Kann sein, muss aber nicht, denn in vielen Bereichen gibt es eine Wartefrist von meist 3 Monaten.

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Je nach Rechtsgebiet ist da eine Sperrfrist von mehreren Monaten vorgesehen. Und ist der Grund für den Rechtsstreit vor Versicherungsbeginn gegeben, greift sie selbst dann nicht. Auch nicht, wenn deine Klage wenig aussichtsreich oder mutwillig erscheint.

G imager761

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Der Fall um den es geht ist bereits eingetreten. Da findest du keine Versicherung die das reguliert.

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Kommentar von Franz577
18.03.2016, 11:41

Naja, inwiefern eingetreten? Eine Klage bzw. ein Verfahren gibt es ja noch nicht.

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