Rechtsschutzversicherrung 3 monatige Wartezeit?

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6 Antworten

Du weißt seit 26 Jahren, dass irgendwann auf Eigenbedarf gekündigt wird. Und nun willst Du mit gerichtlichen Mitteln gegen eine Eigenbedarfskündigung vorgehen? Du bist Dir auch alles andere als sicher, dass Du vor Gericht gewinnst, denn sonst würdest Du gar keine Rechtsschutzversicherung brauchen.

Die sehr lange Kündigungsfrist und die fehlerhafte Kündigung durch den Vermieter ergeben doch viel bessere Möglichkeiten für Dich. Wobei ich allerdings bezweifle, dass die Kündigung auch noch eigens gegenüber Deiner Ex-Frau ausgesprochen werden muss, wenn sie, wie ich vermute schon lange nicht mehr mit Dir verheiratet ist und schon lange nicht mehr bei Dir wohnt. Aber, egal.

Du musst Dir auf jeden Fall eine andere Wohnung suchen, denn rechtlich kommst Du gegen den Eigenbedarf nicht an. Du könntest aber mit dem Vermieter reden, auf welche Weise er Dir entgegen kommt, wenn Du ihm einerseits zusicherst, dass Du pünktlich ausziehen wirst und andererseits auch noch in Aussicht stellst, dass Du das Haus viel früher zurück geben könntest. Vielleicht ist es dem Vermieter einige Hunderter oder gar eine vierstellige Summe wert, diese Summe zu bekommen, wenn Du das Haus ordentlich und möglichst ohne Schäden zu einem bestimmten früheren Zeitpunkt zurück gibst. Damit wärst Du am Ende sehr viel besser dran, als wenn Du versuchst, etwas zu verzögern und auch noch einen Haufen Geld damit aufs Spiel setzt.

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WolffRueger 08.06.2016, 20:01

Vielen Dank für deine Mühe, aber du hast den Sinn verfehlt.

Nein das wußte ich nicht vor 26 Jahren aber wenn der Vermieter es wußte, wäre ja da schon der Schaden eingetroffen, war auch nur hyphotetisch.

Es geht viel mehr darum, dass bei Auszug es Streitigkeiten geben wird, wo ich eventuell Anwaltliche Hilfe brauche. Und nein ich habe kein Schaden angerichtet, habe das Haus im regelrechten Rohbau übernommen und saniert, aber nach 26 Jahren sind halt einige Mängel. Und mit einem Vermieter um zu gehen, der einem Urkundenfälschung vor wirft, weil ich auf einer Wohnungsanmeldung angegeben habe, das er der Besitzer ist, ist nun wirklich nicht so einfach.

Und die Frage ob die Kündigungsfrist mit der gültigen Kündigung beginnt ist wichtig.

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bwhoch2 09.06.2016, 00:25
@WolffRueger

Ich hab den Sinn verfehlt? Wenn ich genau auf das antworte, was Du schreibst, ohne zu wissen, was Du noch weißt oder sonst noch wissen willst, das aber verschwiegen hast?

Wenn es Dir viel mehr darum geht, dass es bei Auszug Streitigkeiten geben wird, dann schreib das auch in Deine Frage rein. In Deinem Fragentext geht es nur um die Kündigung an sich und nicht um Streitigkeiten, die irgendwann beim Auszug hoch kommen könnten. Und von Urkundenfälschung war auch nichts zu lesen.

Und die Frage ob die Kündigungsfrist mit der gültigen Kündigung beginnt ist wichtig.

Wenn Dir diese Frage so wichtig ist, dann stelle sie auch. Die Frage, wann die Kündigungsfrist beginnt, ist nämlich ebenso wenig in Deinem Fragentext enthalten, sondern nur die Frage nach dem Beginn des Rechtsschutzes.

Ob die Kündigung Dir gegenüber ausgesprochen wurde, kann letztlich, wenn es hart auf hart kommt, tatsächlich nur ein Gericht klären oder Dir ein Rechtsanwalt erklären, der sowohl das Gesetz, die Auslegung und vor allem die Dokumente kennt, um die es geht.

Die Rechtsschutzversicherung wird Dir hierbei nicht helfen, aber wenn es nach neun Monaten zu Streitigkeiten rund um die Übergabe des Hauses kommt, ist das eine neuer Fall (oder mehrere), für die die Rechtsschutzversicherung wieder aufkommen muss, denn der Rechtsfall "Widerspruch zu einer Kündigung" hat nichts mit Reklamationen bei der Übergabe zu tun.

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Bei der RS-Versicherung ist der Versicherungsfall immer die "Änderung der Rechtslage". Diese ist durch die mündlich ausgesprochene Drohung der Kündigung bereits eingetreten.

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Und wie sieht das aus mit der 9 monatigen Kündigungsfrist, bleibt die trotz ungültiger Kündigung bestehen, oder beginnt sie neu mit dergültigen Kündigung?

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bwhoch2 08.06.2016, 19:04

Sie würde neu mit der gültigen Kündigung beginnen.

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Das erklärt dir deine RS-Versicherung. Ich denke aber, dass dann der Rechtsschutz besteht.

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Nein, weil das Problem der Kündigung schon vor Inkrafttreten der Rechtschutzversicherung aufgetreten ist.

Hier wird dir die Versicherung nichts bezahlen!

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WolffRueger 08.06.2016, 17:33

Naja, so gesehen hat das Problem ja schon vor 26 Jahren bei Abschluss des Mietvertrages bestanden, da er irgendwann mal wegen Eigenbedarf kündigt, Tatsache ist, das die Kündigung nicht wirksam ist und somit Gegenstandslos

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Bin nicht sicher aber bei einem Freund, der ein ähnlihces Problem hatte, hat die Versicherung nichts bezahlt, da der Fall ja schon vorher eingetreten war.

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