RECHTSFRAGE WEGEN EIGENTUMSWOHNUNG

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7 Antworten

Ja, er hat einen Erstattungsanspruch.

Da du aber deinerseits einen Anspruch auf 50% der Kreditzahlungen gegen ihn hast, kannst du seinen Anspruch mit deinen Kreditzahlungen aufrechnen. Da dies in der Regel mit einem Streit endet, ist es klüger gleich einen Rechtsanwalt einzuschalten.

Hallo. Wer die Wohnung nutzt muß diese auch bezahlen.Ist das der Fall wäre es ratsam das der Nichtzahlende aus dem Grundbuch ausgetragen wird.Das erledigt ein Notoar.Geh mal mit deinen Unterlagen,Grundbuchauszug zum Notar und schilder ihm den Fall. Gruß Ralf

ich nutze die Wohnung mit den gemeinsamen Kindern. Er weigert sich aus dem Grundbuch rauszugehen.

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@GEORGIA68

Hallo. Habe im Internet einen Fall gefunden der deinem sehr ähnelt.Die Entscheidung des Gerichts war das die Eintragung nichtig ist.Das dürfte damit zusammen hängen. http://dejure.org/gesetze/GBO Gruß Ralf

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hallo, nur wenn er aus dem Grundbuch gestrichen wird, dann steht dir alles zu. ich würde zum RA gehen und mich genau erkündigen

Ja er hat Anspruch darauf allein aufgrund der Tatsache dass er im Grundbuch als Miteigentümer steht.

Die Schulden haben ja nichts mit dem Eigentum an der Immobilie zu tun. Eigentümer ist immer, wer im Grundbuch steht, und da ihr dort nun mal beide steht, gehört ihm nach wie vor die ideelle Hälfte der Wohnung.

Hinsichtlich des Kredits kommt es wiederum darauf an, wer eigentlich Kreditnehmer ist. Seid ihr das beide (als Gesamtschuldner), hast du insoweit, wie du "für ihn mit" bezahlst, einen Ausgleichsanspruch gem. § 426 Abs. 2 BGB. Bist du hingegen alleine Kreditnehmerin, hast du gegen den Ex keinen Anspruch, weil du ja nur deine eigenen Schulden tilgst - egal, wofür die von dir aufgenommenen Kreditmittel einst verwendet worden sind.

lieben Dank für deine Antwort.... wir sind beide als Gesamtschuldner bei der Bank eingetragen. Was heisst denn Ausgleichsanspruch?

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@GEORGIA68

Ausgleichsanspruch heißt, dass der, der für den anderen mitbezahlt, von dem anderen verlangen kann, dass der die Hälfte des Bezahlten ausgleicht - auf deutsch: erstattet. Entweder in Geld oder durch die Übertragung des Eigentumsanteils an der Wohnung.

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@blackleather

dann kann mir doch im Grunde nichts passieren, wenn ich die alleinige Zahlerin bin...er sagt immer, er müsste nichts dazubeitragen, weil er ja Miete zahlen muss....sein Anwalt hätte wohl gemeint, er müsste den Kredit nicht mittilgen, weil er selber nicht in der Wohnung lebt.

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@GEORGIA68

er sagt immer, er müsste nichts dazubeitragen, weil er ja Miete zahlen muss

Was er nebenbei oder sonstwo noch anmietet, hat doch mit eurer Eigentumswohnung und dem Kredit nichts zu tun. Das ist Blödsinn.

sein Anwalt hätte wohl gemeint, er müsste den Kredit nicht mittilgen, weil er selber nicht in der Wohnung lebt

Das hätte ich auch gesagt, wenn ich sein Anwalt wäre. Wenn ich deiner wäre, würde ich was anderes sagen.

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@blackleather

Ein Anwalt darf Aussagen äußern, die absolut falsch sind? Aber doch nur außergerichtlich, oder?

Hatte neulich eine Fortbildung zu Strafrecht. Der Verteidiger ist zwar ebenfalls ein unabhängiges Organ der Rechtspflege, muss sich aber nicht an die "Verfahrensvorschriften" halten, unter anderem darf er Fragen stellen, die das Aussageverweigungsrecht eines Zeugen unterlaufen, während der Staatsanwalt solche Fragen gar nicht stellen darf....

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@Meandor

Wenn er seinen Standpunkt plausibel begründen kann, kann er ihn immer als seinen Rechtsstandpunkt verkaufen und einen Rechtsstandpunkt zu haben, auch wenn er von der herrschenden Meinung sowie von Gesetz und Rechtsprechung abweicht, kann einem ja niemand verbieten. Schlimmstenfalls kann man sich damit nicht durchsetzen.

Dein Beispiel im Strafprozess hinkt insofern, als der Staatsanwalt dort natürlich bestimmten Dienstpflichten unterliegt, die ihm bestimmte Fragestellungen von vornherein verbieten (ebenso, wie er im Ermittlungsverfahren nicht täuschen darf). Für den Verteidiger gilt das nicht, weil es dem ja schon an einem Dienstherrn mangelt, der ihm irgendwas verbieten könnte. Er kann also munter drauflos fragen, was er will, und wenn der Zeuge das nicht beantworten mag oder darf, dann muss der Zeuge selbst sagen, dass er die Aussage verweigert. Allenfalls hat noch der Richter die Pflicht, den Zeugen über dieses Recht zu belehren und er kann den Verteidiger an dieses Recht des Zeugen erinnern; aber verbieten darf er dem auch keine Frage, und sei sie noch so abstrus. Sie wird ja deswegen nicht illegal, und des Verteidigers Pflicht ist es ja gerade, alle nur irgendwie denkbaren legalen Mittel zur Verteidigung des Angeklagten zu verwenden.

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@blackleather

Als Beamter hab ich auch das Recht gewisse Eigenschaften meiner Person unbeantwortet zu lassen, zum Beispiel meine Privatanschrift (wenn ich als Zeuge in dienstlicher Eigenschaft vernommen werde).

Verteidiger fragen aber gerne dazu nach, bzw. nehmen das als Aufhänger um den Zeugen einzuschüchtern.

Genauso wie sie im Strafverfahren versuchen Beamte dazuzubringen vor Gericht das Steuergeheimnis zu verletzen.

In der Hinsicht frag ich mich halt, ob das wirklich gerechtfertigt ist. Den Zeugen zu einem Rechtsbruch zu verleiten, nur um den Mandanten zu verteidigen...

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@Meandor

Als Verteidiger würde ich darauf einwenden, dass ich den Zeugen ja nicht verleite, sondern davon ausgehe, dass er seine Rechte und Pflichten kennt und davon nach seinem Dafürhalten Gebrauch zu machen versteht.

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Na sicher ! Ab zum Rechtsanwalt !

ja hat er

du kannst dann dafür dir den anteiligen kredit einklagen jetzt

du msust zum linksverdreher

Vor allem gehört ihm dann nicht nur die Wohnung zu 100%, er könnte auch noch ggf. anteilig eine Nutzungsentschädigung fordern.

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