Rechtsfrage: Täter behauptet mich zu kennen?

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9 Antworten

Du bist beklaut worden und der ermittelte Täter behauptet nun, dass du ihm die Sachen geschenkt hättest. Richtig so?

Nun, solche Schutzbehauptungen hören Polizei, Staatsanwalt und Richter jeden Tag. Sie wissen sie zu werten. Evtl.wirst du nochmal dazu vernommen und kannst die Schenkung abstreiten. 

Schöne Theorie, die für deine Person A schlecht ausgehen dürfte.

Wenn Person A behauptet, du hättest ihm die Ware geschenkt, dann räumt er ja damit ein, dass die Ware bevor er sie erhalten hat, dein Eigentum war. Weiter muss er als derjenige, der die Schenkung behauptet, diese im Streitfall auch beweisen können.

Mangels einer entsprechenden Bestätigung der Schenkung deinerseits dürfte dieser Beweis wohl kaum zu führen sein. Eine Schenkung ist seitens des Schenkenden ein freiwilliges Rechtsgeschäft. Damit würde ja eine Anzeige wegen Diebstahls gegen Unbekannt gar keinen Sinn machen.

Im Übrigen kannst du sämtliche Argumentationen bezüglich "Aussage gegen Aussage" in einem Strafprozess vergessen. Deine Person A ist hier der Angeklagte. Das heisst, er muss vor Gericht nicht aussagen. Und wenn er aussagt, darf er lügen. Das heisst, seine Aussage ist nichts wert. Du hingegen musst die Wahrheit sagen. Eine Falschaussage deinerseits hätte strafrechtliche Konsequenzen.

Nehmen wir die beiden Absätze zusammen, ist es für Person A praktisch unmöglich, ohne wirkliche "Beweise" mit dieser Behauptung durchzukommen.

Frage lesen UND verstehen! Person A ist hier Opfer, nicht wie von dir dargestellt der Täter! ( am Anfang deiner Antwort, am Ende selbiger ist Person A wieder Opfer )

Natürlich macht eine Anzeige wegen Diebstahl Sinn. Nur weil der Gegenpart behauptet, statt einen Diebstahl begangen eine Schenkung erhalten zu haben, ist es doch nicht gleich sinnlos eine Diebstahl Anzeige zu stellen!

Der Angeklagte darf schweigen oder wird für eine Falschaussage nicht bestraft. Und ein Zeuge muss die Wahrheit sagen. Und deswegen steht der Zeuge automatisch schlechter da? Wo hast du das denn her?!

Auch ohne Beweise kann ein Zeuge ( Anzeigenerstatter ) erfolgreich vor Gericht sein. Wenngleich die Wahrscheinlichkeit nicht so hoch ist. Unmöglich ist es nicht.

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@MoralGott

Sorry, ich hatte die Frage nicht richtig gelesen. Ich ging irrtümlicherweise davon aus, dass Person A der Täter und nicht das Opfer wäre.

Ersetze bitte in meinem Kommentar "Person A" durch "der Täter", dann wird deutlich, was ich meinte.

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Der "Täter" beschuldigt also Dich, von A das Diebesgut geklaut und ihm dann geschenkt zu haben?

Anhand der Fragestellung nehme ich stattdessen an, dass Du A bist.

"Mein Ex hatte mir ein IPhone geschenkt und behauptet nun, ich hätte es ihm geklaut" - auch solche Fragen habe ich hier bereits mehrfach gesehen.

Geht man nun neutral an die Sache heran, muss man halt die Tatsachen erforschen. Die sind aber nicht in der Frage enthalten. Der Täter wird vermutlich deshalb als solcher bezeichnet, weil er das "Diebesgut" in Besitz hatte.

In welcher Art und Weise hat der Diebstahl stattgefunden? Wenn es mit einem Einbruch in Zusammenhang stand, wird der Täter einen schweren Stand haben, weil man Geschenktes üblicherweise übergeben bekommt und nicht auf diese Weise in Besitz nimmt.

Nein. Er hat keinen Beweis und muss das Diebesgut zurückgeben, und wahrscheinlich eine Strafe zahlen, angepasst an den verlorenen evtln. Nutzen des Objekts. Wenn ihr euch kennen würdet, würdet ihr das vermutlich unter euch ausmachen, also wird man ihm wenig Glauben schenken

das geht nicht so einfach mit seiner Behauptung, denn wenn es sich um ein Diebesgut mit höherem Wert handelt, muss man eine Schenkungsurkunde vorweisen können. Also diejenige Person, die einer anderen etwas Wertvolles schenkt, sollte immer eine Schenkungsurkunde anfertigen. Um was für ein Diebesgut geht es, wie hoch ist der Wert von diesem? Es ist auch möglich, dass du einen neutralen Zeugen zusätzlich bei einer Schenkung dabei hast. Also, der Täter ist der Täter, denn du hast ja Anzeige erstattet.

Also diejenige Person, die einer anderen etwas Wertvolles schenkt, sollte immer eine Schenkungsurkunde anfertigen.

Schon mal gemacht?

Laut BGB bedarf das Schenkungsversprechen der notariellen (!) Beurkundung. Damit aber z.B. an Weihnachten nicht außer dem Weihnachtsmann auch noch die Notare von Haus zu Haus ziehen müssen, kann ein Formmangel durch das Bewirken der versprochenen Leistung geheilt werden.

Eine fehlende "Schenkungsurkunde" allein ist also kein Beweis dafür, dass keine Schenkung stattgefunden hat.

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@RobertLiebling

ich selbst nicht, aber ein Bekannter hat es gemacht; er hat als Zeugen zwei Nachbarn gehabt.

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Eine Schenkung ist ein mehrseitiges Rechtsgeschäft und beruht auf korrespondierenden Willenserklärungen. Wenn du deine Willenserklärung hinsichtlich der Übereignung der Sache nicht abgegeben hast, dann dürfte die Schenkung doch auch nicht rechtsgültig sein. Dementsprechend müsstest du ein Recht auf Herausgabe der Sache haben, denn das Eigentumsrecht sollte in dem Fall bei dir sein.

Schau mal im BGB nach: http://dejure.org/gesetze/BGB/516.html

PS: Bin kein Rechtsanwalt.

Es steht aussage gegen aussage, da wird es dann zwischen den anwälten/Gericht geklärt was der richter dann glauben wird.
Aber ich denke jenachdem was es für einen Warenwert es hat und Freunde und Familie z.B bestätigen kann dass du mit dem eig nichts zu tun hast, sollte man dir das auch glauben können.
Und ob er seine Behauptung unter Gericht dann auch noch behalten will ist auch noch soetwas...immerhin wäre das dann ja eine Falschaussage.

Das ist nicht der erste Dieb, der auf diese grandiose Idee kommt. Jetzt muss er nur noch einen Richter finden, der ihm dieses Märchen abkauft...

Nichts machen. Es steht Aussage gegen Aussage. Stell bitte nicht so dumme Fragen wie, ob er damit durch kommt! Das ist grenzwertig ungesund, sowas zu fragen!

Denn genau das können wir nicht wissen! Die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob sie das Verfahren einstellt oder ob sie Anklage erhebt. Über beides erhältst du bescheid. Wird Anklage erhoben, geht das zumeist mit einem Gerichtstermin und für dich mit einer Zeugen Vorladung einher.

Es steht Aussage gegen Aussage.

Wenn Person A wegen Diebstahl angeklagt wird, ist dessen Aussage nichts wert, da der Angeklagte auch im Fall einer Falschaussage keine Konsequenzen zu fürchten braucht.

In Verbindung mit der Anzeige gegen Unbekannt geht Person A schweren Zeiten entgegen.

Hier ist nicht von einem Patt auszugehen, sondern davon, dass Person A ganz ganz schlechte Karten hat.

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@Interesierter

Wenn Person A wegen Diebstahl angeklagt wird, ist dessen Aussage nichts wert, da der Angeklagte auch im Fall einer Falschaussage keine Konsequenzen zu fürchten braucht.

Die Aussage eines Angeklagten kann generell immer etwas vor Gericht an Wert haben!

Das hat mit der Nicht Strafbarkeit von Aussagen des Angeklagten nichts zu tun!

Person A ist in diesem Fall hier übrigens der Beklaute! Deine Aussagen ergeben juristisch und logisch keinerlei Sinn!

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