Rechtsfrage! Lohnabzug wegen zuspätkommen.

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Dir steht der vertraglich vereinbarte Lohn zu. Verspätungen können eine Abmahnung zur Folge haben, aber nicht eine Kürzung des Lohns. Das ist Gesetzwidrig (soweit ich weiß).

Er kann dir auch die 20 Minuten vom Lohn abziehen - aber keine vollen 8 Stunden von dir verlangen umsonst zu arbeiten.

Rufmord ist strafbar - das würde ich an deiner Stelle lassen. Aber das Konkurrenzangebot wäre ne großartige Idee! Zeig ihm einfach, wie es besser geht.

Dann würde ich ihn auch noch per Anwaltsschreiben auf die vollständige Auszahlung deines Lohns zwingen. Er darf dann natürlich den Anwalt gleich mitbezahlen.

Eine Klage wird nur nötig, wenn er sich weigert - da hast du aber gute Chancen, Recht zu bekommen. Da so eine Verhandlung normalerweise öffentlich ist, könntest du zu dem Termin ein paar seiner Geschäftspartner einladen ;-)

Danke für Deine schnelle Antwort. Heute ist mein letzter Tag. Ich mache meine Arbeit sauber, da seine Auftraggeber nichts dafür können.

Ich habe schon mit ein Kumpel von mir gesprochen um mir "Luft zu machen". Die 60 Euro bringen zwar nicht um aber ich bin so sauer und musste mich erst mal "freischreiben" um den Tag zu verarbeiten.

Ich mag Anzeigen nicht wirklich aber da ich alle Arbeitsabläufe aus dem Effeff kann und in der Brange viel Geld zu holen ist, werde ich kommenden Monat an Wochenenden "auf seiner Weide grasen" , sein Lehrgeld zahlt er so von selbst.

Ich nehm mir meine 60 Euro raus und für jede Stunde 6,87 und den Rest spende ich einfach. Dann haben mehr etwas davon und "sein Geld" landet mal nicht in seiner Tasche. Die mehr Arbeit mache ich mir gerne.

1

Grundsätzlich darf der Arbeitgeber bei Verspätungen den Lohn kürzen - allerdings nur proportional zur Fehlzeit. Etwas anderes gilt nur, wenn die Verspätung unvermeidbar war und persönliche Gründe hatte, also zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit einen Verkehrsunfall gehabt (§ 616 BGB). Unpersönliche Gründe wie Zugverspätungen oder Stau zählen nicht.

60 € sind daher völlig überzogen, hier hätten nur 1/3 des Stundenlohns abgezogen werden dürfen.

Wenn die Verspätung vom Arbeitnehmer grob fahrlässig verschuldet oder gar vorsätzlich begangen wurde und dem Arbeitgeber dadurch ein Schaden entstanden ist, der über das Fehlen der eigenen Arbeitsleistung hinaus geht, könnte unter Umständen eine Schadenersatzpflicht bestehen.

Zu deinen drei Punkten:

Nr. 1 kannst du machen, sofern kein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart wurde, wovon bei einem 450-€-Job nicht auszugehen ist. Mit einer direkte Ansprache der Kunden deines Exchefs wäre ich aber vorsichtig!

Nr. 2 ist zwecklos. Es liegt kein Anhaltspunkt für eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat vor. Das ist eine zivilrechtliche Angelegenheit, und damit haben Polizei und Staatsanwaltschaft nichts zu tun.

Nr. 3 ist legal, wenn du deine Behauptungen beweisen kannst - kannst du das nicht, machst du dich strafbar! Allerdings würde ich mir das gut überlegen - wäre ich Kunde, würde das auf mich eher befremdlich wirken, und das wäre eher ein Grund, dich nicht zu buchen. Von euren internen Streitigkeiten will ich als Kunde nichts wissen, zumal es meist zwei Versionen der Geschichte gibt. So ein nach außen getragener Zickenkrieg wirkt einfach unprofessionel. Lass es lieber!

Davon stnad nichts im Vertrag, nur dass ich die und andere zumutbare Arbeiten verrichten kann/soll. Ich habe mich für 70,- Euro beraten lassen und mir ein Nebengewerbe angemeldet.

Dann habe ich mir ein einfaches Konzept zur Neukundengewinnung einfallen lassen und seine ganzen Kontakte die ich auch im Handy gespeichert habe abgegrast. ca. die Hälfte wollten einen Kostenvoranschlag und andere Wollten gleich per Telefon meine Preise wissen. Ich habe die Preise übernommen und bin immer 50,- Euro unter dem was er verlangt gegangen.

Das Ganze mache ich jetzt schon zwei Wochenenden. In der Woche kann ich leider keine Aufträge entgegennehmen, da ich noch normal arbeite. Ein paar Aufträge musste ich leider absagen, da ich zur zeit täglich Anfragen bekomme.

Die Kosten halten sich alle noch im Rahmen bis auf zwei einmalige Anschaffungen (ca. 2.000,- Euro) der Materialverbrauch an sich liegt nur bei 20,- Euro pro Tag und halt die Fahrtkosten. Die Ausgaben habe ich aber jetzt schon wieder drin.

Ich versteh nicht, wie man bei so einer Auftragslage so geizig wie mein Exchef sein kann. Es war ein etwas merkwürdiges Gefühl Ihn mal anzutreffen aber sein doofer Blick hat mich innerlich zum Lachen gebracht.

Jetzt wollte ich mich noch erkundigen was Personal kostet und wie ich das Ganze abrechnen muss. Ich hätte in schlechten Monaten 3400,- Euro pro Person zur verfügung und in guten 10300,- Euro. Platz wäre für 20 Personen und Aufträge hätte ich bis August 2014 blos das Ganze wäre mir sicher etwas zu viel. Ich rechne mit einer Arbeitszeit von 200 tagen zu je 7 stunden pro Tag, da die Menschen ja auch mal Krank werden, Urlaub haben und ihr Wochenende. Die sollen ja auch einen guten lohn bekommen und etwas davon haben, wenn ich das machen sollte.

Ich möchte nicht reich werden aber meinen Exchef gerne in die Pleite treiben. (Ich bin sehr nachtragend.)

1
@DooferChef

Danke für die interessante RRückmeldung zum weiteren Verlauf. Das klingt ja alles recht positiv. Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg!

Nur das mit dem In-die-Pleite-Treiben solltest du dir überlegen. Er mag sich nicht ganz integer verhalten hanen, aber das legitimiert keine Existenzvernichtung.

0

Üble Nachrede wäre für dich fatal . o bleib sauber! Fordere den ausstehenden Lohn schriftlich ein.

Ein "Profi" macht das nicht öffentlich!!!!

Wenn Du willst, klage Dein wegen 20 Min. Verspätung einbehaltenen Lohn ein.

Alles andere zeigst Du Dir selbst und evtl. Kunden. Korrekte Arbeit, angemessenens Preis/Leistungsverhältnis (nicht billig!!!!), gewissenhafte Arbeit, zuverlässig etc.

Nur so und nicht anders verhält man sich richtig und wird respektiert/gebucht

ich würde die arbeit dort einstellen und klagen...

Ja, wäre sicher das sinnvollste

0

Was möchtest Du wissen?