Rechtsanwalt (unseriös) hat mir Vollstreckungsbescheid geschickt

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8 Antworten

Ein Vollstreckungsbescheid ist bereits ein Titel. Gegen den Mahnbescheid hättest Du bereits Widerspruch einlegen sollen.

Da aber - so habe ich es wenigstens verstanden - die Hauptforderung zu Recht besteht macht ein Widerspruch das Gerichtsverfahren nur noch teurer, denn es fallen höhere Gerichts- und auch Anwaltskosten an. Auch frage ich Dich, wie Du die Klageabweisung begründen willst?

Selbstverständlich muß der Gläubiger auf keinen Ratenvorschlag von Dir eingehen und kann schon eine gewisse Höhe der monatlichen Raten verlangen.

Wenn Du jetzt gegen den Vollstreckungsbescheid Widerspruch einlegst, brauchst Du schon mal vor dem Gericht eine gute Begründung, weshalb Du dies gegen den Mahnbescheid versäumt hast.

Gegen die unseriösen Inkassokosten hättest Du ebenfalls einen Teilwiderspruch einlegen können.

Im übrigen ist es von Seiten des gegnerischen Rechtsanwalts üblich die Forderung zu titulieren und dann evtl. einen Ratenzahlungsvergleich abzuschließen.

Was anderes wäre es, wenn Du glaubhaft machen könntest, dass Du den Mahnbescheid gar nicht bekommen hast - aber das ist fast unmöglich.

Richtig, denn der Postbote notiert auf dem Zustellungsbogen des Mahngerichts wann und an wen er den Mahnbescheid zugestellt hat.

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Grundsätzlich: wenn tituliert ist, kann man kaum noch was dagegen machen. Wenn also z.B. überhöhte Inkassogebühren, oder überhaupt Inkassogebühren neben Anwaltskosten (darf nicht sein, nur eins oder das andere) berechnet werden, würde ich wohl deswegen einen Teilwiderspruch einlegen. Ist natürlich ein gewisses Risiko, aber deshalb muss man sich nicht jeden Mist gefallen lassen. Wenn Zusatzkosten-Forderungen eindeutig überhöht sind, wird auch oft auf Klage verzichtet (die Hauptforderung bleibt ja trotzdem bestehen, und man kann's ja mal versuchen, ob man einen "Dummen" findet), aber leider keine Garantie.

Wenn Du einen VOLLSTRECKUNGSBESCHEID bekommen hast, dann hast Du vorher auf jeden Fall einen MAHNBESCHEID bekommen. Und dieser wird unabhängig von der Sachlage rechtskräftig, wenn nicht innerhalb von 14 Tagen Widerspruch dagegen formal korrekt eingelegt wird. Das hast Du offensichtlich nicht getan - und nun hast Du ein echtes Problem. Der Gerichtsvollzieher wird kommen und den interessiert der zu Grunde liegende Sachverhalt überhaupt nicht. Er hat einen Vollstreckungsbescheid und diesen vollstreckt er. Falls er nichts Pfändbares vorfindet, wird Dein Gläubiger (der Anwalt) Dich in Kürze zur Abgabe der EV auffordern. Was anderes wäre es, wenn Du glaubhaft machen könntest, dass Du den Mahnbescheid gar nicht bekommen hast - aber das ist fast unmöglich. Wende Dich sofort an ein Verbraucherschutz-Büro.

anwalt einschalten - der kennt sich im gebührenrecht bestens aus. zudem würde ich empfehlen, über den gesamtbetrag ein darlehen aufzunehmen und mit diesem die gesamtforderung sofort ausgleichen. falls bereits ein negativer schufaeintrag vorhanden ist frage mal in der familie oder freundeskreis. alternativ kannst du es auch mal (bei geregeltem einkommen) in der schweiz versuchen (schweizer kredit).

Ich würde sofort bei Erteilung des Vollstreckungsbescheides Widerspruch einlegen. Warten würde bei dem besagten Anwalt nichts bringen. Zusätzlich würde ich bei der Anwaltskammer Beschwerde einreichen.

Das ist Quatsch.

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Wenn der Gläubiger eine Bank ist, sind in den meisten fällen die Inkassogebühren NICHT BERECHTIGT!!! Widerspruch gegen den Volstreckungsbescheid macht, aus Kostengründen, wenig Sinn, da die Forderung IN SICH, ja begründet ist.

Sie sollten die Bank DIREKT anschreiben und um Ratenzahlung zwecks Rückführung des Kontos anschreiben. ABER, rein FORMELL würde ich gegen den Vollstreckungsbescheid Widerspruch einlegen. Zum Einen steht der dann nicht in der Schufa UND, der Gerichtsvollzieher steht, zumindest nicht in Kürze, bei Ihnen auf der Matte.

Zwischenzeitlich sollten Sie allerdings auf das EHEMALIGE Konto, auch ohen Zustimmung der Bank, Raten einzahlen. ACHTUNG: Immer auf den Einzahlungsbeleg DEUTLICH vermerken als RÜCKZAHLUNGSRATE. Damit hat die Bank keine Handhabe mehr, Ihnen Zahlungsunwilligkeit vorwerfen zu können.

Viel Erfolg.

Ich würde da einen Anwalt zu Rate ziehen.

Warte ruhig noch ab, wenn Du meinst das ist das beste.

Aber je länger Du wartest mit dem Bezahlen umso höher werden die gesamten Kosten.

Wichtig ist das man erstmal zahlt, auch wenn es nicht die Volle Rate ist. Dann kann man immer noch verhandeln.

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