Rechtsanwalt Erstberatung anrechenbar, wenn Versicherung diese gezahlt hat?

2 Antworten

Nach dem ergänzenden Vortrag war Ihr Anwalt im Sozialrecht tätig.

Rat- und Auskunfterteilung in Fragen, die dem Sozialrecht zuzuordnen sind, bemisst sich nach Nr. 2101 VV RVG. Der Gebührensatz beträgt zwischen 10€ - 260€. Ist der Ratsuchende Verbraucher im Sinne des § 13 BGB, beträgt dich Höchstgebühr der Erstberatung €190,- , Nr. 2102 VV RVG.

Hat der Anwalt sich schriftlich zu den Erfolgsaussichten eines Rechtsmittels geäußert gelten Nrn. 2202, 2203 VV RVG (ab 1.7.06: Nrn. 2102 und 2103 VV RVG n.F.) beläuft sich die Gebühr auf 10 bis 260 EUR bzw. bei schriftlichen Gutachten auf 40 bis 400 EUR.

Alle Gebühren sind auf die Verfahrensgebühr anzurechnen, auch wenn das Mandat später ausgeführt wurde. Insofern unterscheidet sich m.E. das RVG von der alten BRAGO (BundesRechtsAnwaltsGebührenOrdnung).

Sie müssen den Versicherer unterrichten. Dieser wird Gebühren zurückfordern und gegebenfalls auch Gebühren der späteren Tätigkeit rügen und zurückfordern.

Ich weise aber vorsorglich darauf hin, dass Sie bei Nichtunterrichtung des Versicherers mit Regressansprüchen desselben zu rechnen haben.

Mhh der andere User hier meinte als Kommentar, dass beim >>Sozialrecht<< das nicht anrechenbar ist (Erstberatungsgebühr). Was nun richtig? Danke.

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@roman954

Wenn Sie der Meinung sind, der andere hat recht, dann folgen Sie dessen Meinung. Ich habe Ihnen als Jurist und Versicherungsmakler nach besten Wissen geantwortet.

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Dies ist richtig nach dem RVG und nach dem richtigen Streitwert berechnet (habe kontrolliert)

Und wie hast Du das kontrolliert? Von welcher Ausgangssituation bist Du ausgegangen?

Na Streitwert liegt bei 2000 EUR. Nach RVG Tabelle im Internet war es richtig. Weiß jetzt aus dem Kopf nicht mehr die Nummer... RVG 7002 oder sowas. Und die 1,3 Berechnung geht ja max. in Ordnung. Also das passt schon. Fraglich ist die Gebühr 2x zu nehmen. Auftrag war dafür zu sorgen, dass Krankenkassenbeiträge rückwirkend übernommen werden. Er hatte Kontakt mit Krankenkasse und Arbeitsamt, da einer die Kosten übernehmen soll. Die zweiten 250 EUR stützt er darauf, dass er einen ALG ll Antrag rückwirkend gestellt hat. Wow. Rest musste ich alles machen mit dem Jobcenter. Und zahlen tut bis heute keiner, obwohl er versprochen hat, dass einer zahlen wird und MUSS.

Sonst hätte ich es beim Erstgespräch belassen. Muss wohl Schadensersatz fordern durch anderen RA. Aber das ist anderes Thema...

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@roman954

Dafür, dass die Anträge (noch) keinen Erfolg haben, kann der Anwalt nichts. Aber für die Stellung eines ALG-2-Antrags Geld zu verlangen, anstatt den Hinweis zu geben, dies doch einfach selbst zu tun, ist schon ganz großes Kino.

Im Sozialrecht ist eine Anrechnung der Beratungsgebühr (anders als bei der Beratungshilfe-Gebühr) auf die folgenden Gebühren nicht vorgesehen.

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Okay Schade, hätte ja sein können bez. Erstberatungsgebühr. Ja, wusste auch nicht, dass er 2x Geld berechnet! Hätte ich das gewusst, hätte ich den Antrag selber natürlich gestellt! Erst bei der Rechnung die ich später erhalten habe wusste ich, dass er dafür eine eigene Sache draus gemacht hat...

Ist auch noch ein Anwalt aus dem TV. War zwar in der Vergangenheit höflich, aber hilft mir nun alles auch nix. So viele schwarze Schafe dabei. Schlimm.

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Die 30,00 € werden sich mit der Zahlung überschnitten haben - soweit so gut. Ist es jedoch rechtens, neben der Rechtsanwaltgebühr auch noch Mahngebühren zu berechnen?

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  • Goofy -
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