Rechtsabbiegen aus einem untergeordneten Weg

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Hallo Daddyray

Eure Tochter hat den Vorrang nicht beachtet und ist daher in meinen Augen die allein Schuldige. Auch wenn der auf der übergeordneten Straße fahrende auf der linken Seite gefahren ist. Hätte er in das parkende Auto fahren sollen?

Gruß HobbyTfz

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wer nach rechts abbiegt, muss auch nach rechts schauen, ob von dort einer ggf. auf der Gegenfahrbahn fährt. denn die Vorfahrt gilt über die gesamten Fahrbahnbreite.

Ausnahmen allenfalls dann, wenn es dort eine durchgehende Linie (Fahrstreifenbegrenzung) gab oder derjenige grundlos zu weit links fuhr (bei letzterm Schadensteilung). Schuldteilung auch allenfalls noch dann, wenn der von rechts kommende den Ausfahrenenden rechtzeitig erkennen konnten - was wiederum nicht bei Ausfahrten und beim Ausfahen aus einem VB gilt (ergo auch beim Ausfahren über abgesenkten Bordstein).

http://www.verkehrslexikon.de/Module/VorfahrtRechtsfahrgebot.php

Müssen wir uns das so gefallen lassen??

Nö, aber eine Klage hätte wohl wenig Erfolgsaussichten.

Fazit: in Zukunft auch beim Abbiegen nach rechts immer vorher abhalten und nach rechts schauen - erst recht dann, wenn man dort auf der rechten Seite geparkte Autos oder auch andere Hindernisse wie Blumenkübel, etc. sieht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was die Polizei sagt, ist eigentlich irrelevant. Der Vorschlag, sich auf 50/50 zu einigen, ist eben nur ein Vorschlag.

Gerade wenn die Versicherungen zahlen sollen, einigen sich normalerweise die beiden Versicherungen (die eigene und die des Unfallgegners).

Ansonsten läuft so etwas auf ein Gerichtsverfahren hinaus. Leider sitzen die Versicherungsgesellschaften mit ihren guten Anwälten am längeren Hebel.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Aus den hier geschilderten Fakten zum Schadenhergang ist klar definiert, wer den Unfall verursacht hat. Inwieweit eine Überschreitung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit durch den Unfallgegner eine Unfallvermeidung erschwert hat, läßt sich auch durch eine Unfallrekostruktion nicht gerichtsverwertbar darstellen.

Leider ist die Aussage der gegnersichen Versicherung sachlich korrekt, die Vorfahrtsregel gilt für die gesamte Strassenbreite (StVO).

Mit einem Vergleich 50/50 würde der Unfallgegner quasi ein Teilschuld eingestehen.

Sehen Sie es als Lehrgeld an und schonen Sie Ihre Nerven und Ihre Gesundheit.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Um ehrlich zu sein,ich hätte die 50/50 Regelung auch angefochten.Fakt ist,deine Tochter kam aus einem Weg mit abgesenktem Bordstein und ist damit gegenüber dem anderen Verkehr Wartepflichtig,egal ob von links oder rechts.Ob der Geschädigte tatsächlich zu schnell war kannst du nicht feststellen wenn die Polizei nichts ermittelt hat.Soweit ich die Situation einschätze trägt deine Tochter den Hauptteil der Schuld.Solltest du anderer Ansicht sein kann dir nur ein Rechtsanwalt evtl helfen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Eichbaum1963
01.09.2013, 00:19

Um ehrlich zu sein,ich hätte die 50/50 Regelung auch angefochten.

Nicht nur du. ;)

Denn in der Tat erstreckt sich eine Vorfahrt auf die gesamte Fahrbahnbreite. D. h.: auch beim abbiegen nach rechts immer vorher auch nach rechts schauen, ob da nicht einer gerade überholt oder an einem geparkten Fahrzeug vorbei fährt.

DH!

1

Was möchtest Du wissen?