Rechtliche Seite bei “privatem“ Beritt?

11 Antworten

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Reitlehrer und Bereiter sind keine geschützen Berufe, d.h. jemand, der den Beruf ausübt, muss keine besondere Ausbildung irgendeiner Art vorweisen. Somit ist sie genauso Reitlehrerin oder Bereiterin wie ein Pferdewirtschaftsmeister es ist.

Wenn die Versicherungen sie versichern, ist diesbezüglich alles genauso wie beim Pferdewirtschaftsmeister (um bei diesem Beispiel des "Gelernten Bereiters" zu bleiben). Es gibt schon Versicherungen, die einen Kenntnisnachweis verlangen, denn es könnte sich jemand, der noch nie mit einem Pferd zu tun hatte, genauso als Reitlehrer sein Geld verdienen wollen und da ist die Schadenswahrscheinlichkeit dann doch höher. Aber das ist Sache der Versicherung, ob sie den verlangt oder nicht.

Dieser Beritt ist NICHT PRIVAT, wenn die Bereiterin das alles angemeldet und versichert hat. Privater Beritt ist, wenn irgendein Einstellerkollege das Pferd reitet. Das wird dann gehandhabt, wie eine Reitbeteiligung, wobei derjenige kein Geld nehmen darf, sonst kommt er in den Bereich Schwarzarbeit, aber das ist ja ein komplett anderes Thema.

Unfall-, Kranken- und Rentenversicherung muss der Bereiter selbst abschließen. Es kann aufgrund des Berufsrisikos schwierig sein, wirklich alles zu vernünftigen Sätzen zu bekommen, aber es gibt Versicherungen.

Die Reitlehrerversicherung ist eine Berufshaftpflichtversicherung, die meines Wissens Schäden an den anvertrauten Schülern (Menschen und Pferde) sowie an Dritten (Berittpferd tritt gegen irgendein geparktes Auto eines Unbeteiligten) deckt.

Hallo, Danke - jetzt ist mir einiges klarer. Mit “privat“ meinte ich eben, dass die Frau nicht hauptberuflich Pferde bereitet. Angemeldet ist das alles, meine Freundin bekommt immer eine Monatsrechnung und wie gesagt, RL-Versicherung ist vorhanden. Und die Haftpflicht meiner Freundin schließt Fremdreiter mit ein. Dann sollte das man ja alles sauber sein. 

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@onuzz

Das mit dem Fremdreiter ist nur interessant, wenn z.B. Du oder eine Reitbeteiligung reitet. Wenn das Tier irgendwas anstellt an Sachen unbeteiligter Dritter, während die Bereiterin drauf sitzt, muss ihre Berufshaftpflichtversicherung greifen bzw. die darin enthaltene Hüteversicherung, weil ein Dienstleistungsverhältnis vorliegt. Der Fremdreiter deckt nur Schäden, die von nicht-Dienstleistern und nicht dem Versicherten gegenüber Dritten entstanden sind.

Ob man etwas als Haupt- oder Nebenberuf ausübt, ist egal. Der Umsatz, den man macht, spielt bestenfalls beim Beitrag zu den Berufsversicherungen eine Rolle, meist aber nicht mal da.

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@Baroque,

um solche Fragen beantworten zu können, muss man wissen ob es sich um eine gewerbliche oder unentgeltliche Tätigkeit handelt. Außerdem welcher Vertrag zwischen der Eigentümerin des Pferdes  und der Reitlehrerin besteht.

Wenn diese Fakten nicht bekannt sind, können alle gegebenen Antworten falsch sein - auch deine!

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@Apolon

Das ist doch bekannt?!? Aus der Beschreibung ging eindeutig hervor, dass es sich um einen gewerblichen Beritt handelt.

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@Baroque

Aus dem Fragetext - nein.

Meine Freundin hat ihr Pferd momentan in Beritt bei jemandem, die das nur nebenbei macht.

Aber er hat zwischenzeitlich ja meine Fragen beantwortet und da hat er mitgeteilt dass die Frau ein Gewebe hat.

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@Apolon

@Apolon: alles, was für Geld gemacht wird, fällt unter gewerblich. Da zählt nicht wie viele Pferde oder was genau sie macht. Sie nimmt Geld für den Beritt, somit ist es eine gewerbliche Handlung.

Ein Gewerbe ist grundsätzlich jede wirtschaftliche Tätigkeit, die auf eigene Rechnung, eigene Verantwortung und auf Dauer mit der Absicht zur Gewinnerzielung betrieben wird, mit Ausnahme freiberuflicher oder landwirtschaftlicher Tätigkeit. Im engeren Sinne versteht man unter Gewerbe die produzierenden und verarbeitenden Gewerbe in Industrie und Handwerk sowie diverse dienstleistende Einrichtungen und Betriebe. Ein Gewerbe wird durch einen Gewerbetreibenden in einem Gewerbebetrieb ausgeführt.

Quelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerbe

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Zum einen: nein, deine Freundin ist im Normalfall nicht haftbar, wenn der Bereiterin was passiert. Um das aber restlos abzusichern, würde ich mir den Versicherungsnachweis zeigen und kopieren lassen. Ebenso würde ich mir auch eine Gewerbeanmeldung vorlegen lassen, um nicht "schwarz" zu bezahlen (kann übrigens blöd ausgehen). Ohne diesen Nachweis sieht das aber anders aus! Denn sollte es vor Gericht gehen, warum auch immer, und sind keine Rechnungen und keine Gewerbeanmeldung vorhanden, fällt dies unter Privat und somit wäre automatisch entweder deine Freundin dran oder deren Tierhalterhaftpflicht, die sich sicherlich mit Händen und Füßen wehren wird.

Zum anderen: wenn diese Bereiterin ein Gewerbe hat, hat auch sie eine Haftpflicht in der sie abgesichert ist und nicht selbst regresspflichtig gemacht wird. Auch hier würde sich anbieten, sich diese Versicherung vorlegen zu lassen.

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Mir sind durchaus professionelle Bereiter bekannt und auch an meinem Hof tätig, auch habe ich selbst Pferde im Beritt. Ein Nachweise für o.g. Versicherungen ist für mich immer Pflichtbeigabe bei einem Bewerber.

Die Frage ist aus meiner Sicht zu brisant und problematisch, als dass man hier in Kürze eine Antwort geben kann. Eine Rechtsberatung sollte in dem Fall entweder die Versicherung geben können, die zuständig ist, oder alternativ ein Rechtsanwalt.

Zuständige Versicherungen:
- Reitlehrerhaftpflichtversicherung der Reiterin, die für evtl. Fehler der Reiterin aufkommen müsste
- Kranken- und Unfallversicherung der Reiterin für evtl. gesundheitliche Schäden - und diese Versicherungen werden tatsächlich prüfen ob es eine private Freundschaftsleistung ist oder eine gewerbliche Dienstleistung. (auch ein privates Reiten ohne Geld kann gewerblichen Charakter haben)
- Haftpflichtversicherung des Pferdes für evtl. Schäden an fremdem Eigentum oder auch gesundheitliche Schäden der Reiterin (hier wäre zu klären ob generell ein Fremdreiterrisiko abgedeckt ist, wie es bei Beritt und Ausbildung ist und welche Versicherungsfälle abgedeckt sind).

Dringend zu klären wäre also tatsächlich:
- Wer kommt bei einem Unfall der Reiterin auf: Entweder die Unfallversicherung der Reiterin ODER die Tierhalterhaftpflicht aufgrund der Tiergefahr?
- Was musst du bei deiner Versicherung ggf. angeben oder anmelden, damit du auf der sicheren Seite bist?
- Und bitte dringend beachten: Alleine die Tatsache, ob Geld fließt oder nicht, ist nicht maßgeblich dafür, ob es eine private Gefälligkeit oder Beritt ist!

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