Rechtliche Frage zum Pferdekauf! Sehr dringend!

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13 Antworten

Auch bei Pferden gibt es so wetwas wie Garantie und Rücknahme. Frag doch mal einen Tierarzt, der sollte sich damit auskennen. Zumindest, wenn er auch Pferde behandelt. Mein Nachbar ist auch pferdebesitzer, und er musste schon ab und zu Pferde zurücknehmen, auch wenn der Verkauf Monate her war, und die Mängel durch die Haltung der neuen Besitzer hervorgerufen wurden. Bei Euch: ohne Kaufvertrag können die Käufer nicht beweisen, wieviel sie bezahlt haben, oder?

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  1. Wenn ihr die Ponies zurückholt seit ihr zur Herrausgabe der 700 € verpflichtet, da ihr das Rechtsgeschäft für nichtig erklärt, somit ist jede Partei zur Herrausgabe der Sache verpflichtet ( einmal die Ponies, einmal das Geld).
  2. Lasst die Zeugen eine schriftliche Aussage machen und sammelt diese, ihr habt keine arglistige Täuschung versucht, also können sie euch damit nicht kommen.

Natürlich seit ihr jetzt in der schlechteren Lage, denn ihr wollt nicht, dass die Ponies geschlachtet werden, aber einen Rechtsanspruch auf Rückgabe der Ponies haben die neuen Besitzer nicht, denn der "Mangel" war bekannt. Und da Tiere wie Gegenstände behandelt werden gilt auch für die, "Die Ware muss unverzüglich geprüft werden". Wobei unverzüglich, innerhalb von drei Tagen heißt.
Ihr seit also im Recht, wenn ihr sagt, die Käufer haben von der Krankheit gewusst und könnt darauf bestehen, dass sie die Ponies behalten, aber was dann passiert, hast du schon geschrieben. Aber ihr habt kein Recht die Ponies einfach abzuholen ohne das Geld zurückzuzahlen.

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Es sollte auf jeden Fall ein Anwalt hinzugezogen werde. Aber m.E. liegt das Problem nicht darin, dass die beiden Ponies eine Rehe-Erkrankung haben, sondern das sie als (bedingt) reitbar verkauft wurden. Da dies ja laut Tierarzt nicht zutrifft, liegt hier wahrscheinlich doch ein Mangel vor, der die Rückabwicklung des Kaufes rechtfertigt. Das die Käufer von der Grunderkrankung wußten, ist dabei nicht relevant. Denn zwischen "bedingt" reitbar und überhaupt nicht einsetzbar liegen Welten.

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AN ALLE! : DANKE FÜR EURE ZAHLREICHEN ANTWORTEN, ECHT SUPER VON EUCH!!!!

Wir wollen es nun so versuchen:

Wir möchten die Ponies dort auf jeden Fall wegholen! Zu uns können sie leider nicht, das klappt finanziell nicht. Also versuchen wir ein neues Zuhause für die beiden zu finden!

Deshalb hier die dringende Frage: Wer hat Interesse oder kennt jemanden, der 2 Ponies als Beisteller bei sich aufnehmen würde???

Über jede Hilfe sind wir unendlich dankbar! Wir wollen nur dass sie ein schönes Zuhause bekommen bei Leuten, die sich mit Reheponies auskennen und die diese Krankheit nicht scheuen! Wie gesagt,Bei uns wurden sie ohne Probleme geritten, was genau sie nun auf einmal haben sollen, ??? Die Käufer können kein Gutachten etc. vorlegen, beharren nur auf der Meinung die 2 seien seit einem Jahr nciht mehr reitbar (wo wir doch das Gegenteil erlebten)

Also Bitte: Bei Interesse meldet euch!!!! Die 2 sind super Kinderponies!!!!

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Schaltet eine Anwalt für Pferderecht ein.

Das Problem ist, dass Ihr keinen Kaufvertrag habt, aber gerade in einem solchen Fall sollte man das immer mit einem Vertrag machen. Und da müssen dann die Mängel direkt drin penibel aufgelistet sein. Verträge findet man im Netz sehr viele als Muster.

Der Käufer hat durch Schmied und Arzt eine AKU machen lassen, was durchaus üblich ist. Der hat die Tiere halt als unreitbar eingestuft und dem entsprechend kann der Käufer auch vom Vertrag zuzücktreten.

Und da Ihr keine Verträge und vermutlich auch keine Zeugen habt, dass das wirklich erwähnt wurde, kann das sehr schwierig werden zu beweisen. Und das Reiten deiner Bekannten kann dann flasch eingestuft werden.

Da sollte sie wirklich in den sauren Apfel beißen und die Tiere zurückholen und alle Kosten (außer der AKU) tragen. Auch wenn der Reheschub von der Haltung am neuen Stall kommen kann, so ist das jetzt leider schweirig zu beurteilen.

Wie gesagt, Anwalt suchen, der sich mit Pferderecht auskennt. die findet man in der Cavallo oder Anderen pferdezeitschriften meistens mit Anzeigen.

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Kommentar von CrazyDaisy
05.10.2011, 22:58

DH.

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Ich fürchte, da könnt ihr ohne Anwalt gar nichts machen. Die Leidtragenden werden in jedem Fall die Ponys sein. Ihr könnt sie nicht einfach zurück holen, ohne den Kauf zu wandeln, sprich: das Geld zurückzuzahlen.

Wenn ihr im Sinne der Pferde entscheidet, gebt ihr das Geld zurück und kauft die Tiere somit frei.

Der neue Besitzer wird sich nicht mit zwei kranken Ponys belasten wollen und sie zum Schlachter bringen - was möglicherweise für die Tiere das beste wäre, wenn sie weiterhin für Reheponys ungeeignet gehalten werden. Allerdings wird er das möglicherweise hinauszögern, weil er ja von euch Geld verlangt und erwartet.

Wenn der Fall vor Gericht geht, steht Aussage gegen Aussage. Es wird zu einem Vergleich kommen.

Ich habe ein Pferd an Hufrehe verloren, weil eine Tierklinkik eine falsche Diagnose stellte. Ich habe mich damals überreden lassen, die Tierklinik zu verklagen. Immerhin handelte es sich um ein M-Dressurpferd. Es kam zu einem Vergleich (mit lächerlichen 4000 Euro, von denen ich noch den Anwalt bezahlen musste), obwohl ein Gutachter eindeutig nachgewiesen hatte, dass es ein Verschulden der Tierklinik war.

Die Begründung: Wenn das Pferd nun doch an Hufrehe erkrankt war, dann wäre es - auch als M-Dressurpferd - nichts mehr wert!

Heute würde ich nicht mehr vor Gericht ziehen.

In eurem Fall: Was wollt ihr genau erreichen? Danach müsst ihr eure Aktionen ausrichten.

Wie gesagt, wollt ihr die Ponys retten, dann zahlt das Geld, wollt Ihr Recht bekommen, dann schaltet den Anwalt ein, ist euch alles egal, dann wartet, bis euch der "Gegner" anzeigt und auf die Restsumme verklagt.

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Kommentar von Melle91
05.10.2011, 23:36

Wir wollen die Ponies "retten". Sie wurden zum einen aus finaziellen Gründen verkauft. Immoment sind wir noch mit den Käufern am Diskutieren, kam noch kein Einlenken. Denn wurde der Rehschub bzw. was auch immer die Ponies nun haben sollen, sie gab noch keine genaue Diagnose (ja das versteh ich auhc nicht recht) durch die verursacht müssen wir ja theoretisch für deren Schaden aufkommen, was mir iwie unrechtens erscheint....naja, ich bleibe dran an den Leuten, in der Hoffnung dass sie im Wole der Pferde entscheiden!

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Nein, die Käufer haben keinen Anspruch auf Rückgabe. Denn wer den Schutz eines Vertrags nicht sucht, der verdient ihn auch nicht. Geh mal in eine Unibibliothek und schau in ein Lehrbuch zum Thema BGB AT und Kaufrecht, am Besten eines vom Beck Verlag :-) Und lasst Euch von den Käufern nicht verrückt machen, klar dass die jetzt mit der Schiene "dann kommen sie zum Metzger" wieder an ihren Kaufpreis kommen wollen.....

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Ihr habt die beiden verkauft. Der Käufer hat kein Recht von euch einen Betrag (auch keinen Differenzbetrag) zu fordern. Ihr müsst die Ponys auch nicht zurücknehmen. Der Käufer kann mit den Ponys machen was er will, kann sie eben auch zum Schlachter bringen oder weiter verkaufen.

Wenn ihr aber an den kleinen hängt solltet ihr sie für die gleichen 700 € zurücknehmen. Einen verlust habe ihr ja nicht gemacht, mit Glück bringt der Neue Besitzer euch ja auch die Ponys zurück, selbst wenn nicht, was ist daran so schlimm.

Rein Rechtlich kann keiner von euch ws daran drehen. Sie Ponys sind gekauft worden, es ist ales erwähnt worden. Bei einem Rechtsstreit würde auch nichts rauskommen.

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Klar - nachher ist man immer schlauer. Ein Vertrag regelt und schützt alle Beteiligten (auch die Ponies)

eine Ankaufsuntersuchung ist für einen Pferdekäufer eigentlich Pflicht. Vor allem wenn man mit den Begriffen "Rehe" nicht so viel anfangen kann.

Die Bekannte hat die Ponies allerdings mit Sattelzeug verkauft - naja dass die Käufer daraus schlossen dass die Ponies voll belastbar sind ist verständlich.

Weit unter wert? Naja Ponies die gute Papiere haben, eingeritten, gefahren usw sind, sind immer noch ziemlich billig und meist eher zum Schlachtpreis zu haben.

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Fakt ist: Auch als privater Verkäufer muß man eine Art Garantie abgeben wie zB ein Autoverkäufer. Drin muß sein was drauf steht. Da Pferde rechtlich eine Sache sind, kann man sie also mit einem Auto gleichsetzen.

Mündlich wurde die Erkrankung genannt - aber gibt es Zeugen dafür?

Bei einem gerichtlichen Verfahren entstehen nur Kosten und zwei glückliche Rechtsanwälte die sich ihren nächsten Urlaub finanzieren können.

Versucht euch bitte außergerichtlich zu einigen. Die Ponies sollen schließlich nicht zum Schlachter?! Vielleicht kann man sich auf einen Vergleich einigen und vor allem die Ponies (denn das sind die Leidtragenden) schützen. Evtl. bereits angefallene Kosten für Tierarzt, Schmied, Unterkunft usw. sollte man versuchen den Käufern abzudrücken, die könnten diese nämlich sich durch eine Klage einfordern!!!

Also lieber den Kauf rückgängig machen. Das ist die einfachste Lösung - vorrausgesetzt Deine Bekannte hat das Geld nicht bereits ausgegeben.

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Hat Deine Bekannte denn Zeugen für den Verkauf und was dort explizit zu Vorerkrankungen und zu künftiger Haltung gesagt wurde?

Wer keinen schriftlichen Kaufvertrag mit Rücknahmeausschlüssen macht, hat das Nachsehen - ich kann davon nur abraten.

Auch wenn der Wert der Ponys gegen Null tendiert, so wird das nur ein Rechtsanwalt klären und lösen können - keine Ahnung, ob Deine Bekannte das investieren will - aber so ein Beratungsgespräch kostet nicht die Welt.

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Kommentar von Melle91
05.10.2011, 23:32

Ja, Zeugen gäbe es genug. Und es wurde explizit die Krankheit erwähnt und auch der Haltungsrahmen.

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"Meine Bekannte möchte natürlich nicht, dass sie zum Schlachter gehen. Sie würde sie gerne zurücknehmen, jedoch ist sie nicht bereit, die 700€ zu erstatten, da die Käufer schließlich von der chronischen Krankheit der Ponies wussten. "---die günstigste variante wäre,die tiere für 700€ zurückzunehmen---alles andere ergäbe einen langen und TEUREN (rechts)streit.

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Wenn schriftlich nichts weiter vereinbart wurde, heißt es doch beim Pferdekauf normalerweise "gekauft wie besehen".

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Kommentar von Melle91
05.10.2011, 22:36

heißt soviel wie wir können die 2 zurückholen wen sie es unbedingt wollen, aber wir bezahlen da ncihts zurück!

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Kommentar von crazyrat
05.10.2011, 22:49

Das ist, wie Du schon korregiert hast, leider nicht mehr der Fall.

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Soetwas sollte man immer zu Papier bringen.Was man hat weiß man dann.Ich weiß das Pferdekauf mit Handschlag besiegelt wird.Da heist es gekauft wie gesehen.Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei.

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Kommentar von CrazyDaisy
05.10.2011, 22:48

Hat sich wohl geändert, jetzt werden Pferde wie Elektrogeräte behandelt. Eine absurde Situation. Eigentlich sollte man gar keine Pferde mehr verkaufen - schließlich kann auch das bravste Pferd bei einem anderen Besitzer rasend gemacht werden und schon steht man in der Verantwortung...

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