Rechtliche Frage zu GEMA-Gebühren

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7 Antworten

Sobald du Musik öffentlich abspielst (also nicht für zuhause im Garten) und das im Rahmen einer Maßnahme (Schwimmen, Baden...) geschieht, die von den Zuhörern durch Zahlung von Eintrittsgeldern ermöglicht wird, musst du zahlen! Du bist wirtschaftlich tätig!

Ist euer Freibad Eigentum eines Vereins, gilt das Vereinsrecht. Bei vereinsseitig angesetzten Sportkursen/Sportveranstaltungen ("Schwimmen nach Noten") z. B. ist die Nutzung von Musik durch die Zahlung der Beiträge an den LSB (Landessportbund) abgegolten, weil dort GEMA-Gebühren mit drin sind!

Das ist - leider - rechtens, da dies nach den Maßstäben der GEMA als "öffentliche Aufführung" gilt. Und die Verwertungsgesellschaften langen recht kräftig zu, wenn es was zu holen gibt...

Auch Supermärkte, Diskotheken etc. müssen GEMA-Gebühren zahlen - unabhängig davon, ob sie CDs abspielen oder das Radioprogramm auf die Lautsprecher geben, denn es handelt sich dabei um eine "öffentliche Aufführung".

egal ob Geschäft oder öffentliche Einrichtung. wo musik gespielt wird muss man bei der gema abdrücken. alleine die gema zahlt keine gebüren wenn in ihren Häusern musik gespielt wird. die gema hat sogar einen kindergarten verklagt die Weihnachtslieder draussen gesungen haben... soviel zur gema

Das Freibad hat ja, theoretisch gesehen, auch einen Nutzen von der Musik. Wenn ihr euch die Kosten ersparen wollt solltet ihr einfach Lizenzfreie Musik verwenden. Im Freibad ist es doch eh unwichtig was für Musik läuft.

Ihr könntet natürlich auch GEMAfreie Musik abspielen, da gibt es sicher auch Möglichkeiten.

Ich glaube der Punkt ist auch, dass Radio prinzipiell dazu ausgelegt ist an einzelne Menschen/Objekte zu senden und die Musik auch an einzelne Menschen bzw. kleine Gruppen "auszuliefern. Wenn man es ganz eng sieht, besteht zwischen dem Freibad und einen Radio kein Unterschied. Beide senden an "größere" Menschenmengen und öffentlich.

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