Rechtlich in Ordung was mein Ausbildungsbetrieb macht?

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7 Antworten

Oh Mann, hier sind ja wieder Eggschbärden unterwegs und verzapfen nur Müll.

Fakt 1: Du bist verpflichtet, die in deinem Ausbildungsvertrag genannte Stundenzahl zu leisten.

Fakt 2: Du bist (noch) minderjährig, somit ist hier sowohl das BBiG als auch das JArbSchG einschlägig.

Daraus ergibt sich:

- JArbSchG §§15, 16: Du hast eine 5-Tage-Woche, der Samstag ist arbeitsfrei - es sei denn, dein Chef hat ärztlichen Notdienst, dann muss er aber unter der Woche einen freien Tag geben.

- JArbSchG §9: Dauert der Berufsschulunterricht 5 Schulstunden oder mehr, dann wird er - aber nur *EINMAL* pro Woche! - als voller Arbeitstag mit 8h angerechnet. Am anderen Tag wird nur die Schulzeit inkl. Pausen und Wegezeit angerechnet, der Rest ist Arbeitszeit.

- JArbSchG §8: Die höchste erlaubte Arbeitszeit liegt bei 8,5h pro Tag.

Klingt jetzt kompliziert, daher ein Beispiel:

Montag Berufsschule 6 Schulstunden => zählt als kompletter Arbeitstag mit 8h

Dienstag Berufsschule 6 Schulstunden von 8:00 bis 13:00 (inkl. Pausen) plus 30 Minuten Weg von Schule zum Ausbildungsplatz => 5,5h werden angerechnet, 2,5h musst du noch arbeiten.

Mittwoch bist du freigestellt, da du am Samstag arbeiten sollst. 

Donnerstag und Freitag arbeitest Du je 8,5h, da am

Samstag mit kürzeren Öffnungszeiten nur 7h gearbeitet wird.

Aufsummieren: 8+5,5+2,5+0+8,5+8,5+7 = 40h; d.h. die vereinbarte Wochenarbeitszeit wurde geleistet.

Wenn dein Chef sich nicht an die hier genannten Gesetze halten will, dann kannst Du dich an deine Berufsschule oder die Ärztekammer wenden.

Bei weiteren Fragen kannst du mir einen Kommentar schreiben. 

P.S. Bitte beachten: Das alles gilt nur, so lange du minderjährig bist!

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Da Du keine fünfundzwanzig Stunden Berufsschule in der Woche hast ist es so korrekt, ansonsten hättest Du Minusstunden auf Deinem Konto und das wäre wiederum nicht in Ordnung. Für die Samstage wirst Du wohl einen Ausgleichstag in der nächsten Woche bekommen. Sobald Du achtzehn wirst, dann musst Du mehr arbeiten, dass heißt das Du auf eine Stundenzahl von sechzig Stunden (Woche) kommen könntest. Normal sind achtundvierzig Stunden (Woche) ,also solltest Du Dich schon mal daran gewöhnen. Du stehst im Arbeitsleben und besuchst keine reguläre Schule mehr, daran solltest Du immer denken.

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Kommentar von Rheinflip
28.02.2017, 08:19

60 StundenWoche?  Sowas von falsch.  

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Kommentar von clemensw
28.02.2017, 08:24

60h pro Woche? Ist dein Kalender anno 1893 stehen geblieben?

FAIL!

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Dass Du nach der Schule noch für zwei Stunden zur Arbeit musst ist normal, wenn ein Schultag nur 6 Schulstunden á 45 Minuten hat. Pausenzeiten sind ja keine Arbeitszeiten.

Ärzte haben ja meist an zwei Nachmittagen die Woche auch früher zu so dass die beiden Samstage im Monat wahrscheinlich zu den vertraglich festgelegten Wochenstunden passen.

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Kommentar von Rheinflip
28.02.2017, 08:13

Falsch 

1
Kommentar von clemensw
28.02.2017, 08:27

Die Fragestellerin ist minderjährig, dann werden auch Schulpausen angerechnet. 

Lies JArbSchG §9.

FAIL!

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Als Arbeitszeit wird an Schultagen  de gesamte Schultag  incl Wegzeit gerechnet.  Wenn da dann 8 Std erreicht sind, ist die Arbeit erledigt.  Pausen werden mitgerechnet.  

Für Samstage müssen andere Tage frei  gegeben werden. Du hast im Vertrag sicher eine  5 Tage Woche? 

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Kommentar von Rheinflip
28.02.2017, 08:28

Nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 JArbSchG dürfen Jugendliche an einem Berufsschultag mit mehr als 5 Unterrichtsstunden von je mindestens 45 Minuten Dauer nach dem Berufsschulunterricht nicht mehr arbeiten. Die Regelung gilt aber nur für einen Berufsschultag in der Woche. Dieser Arbeitstag wird dann mit 8 Stunden auf die gesetzliche Höchstarbeitszeit von vierzig Stunden pro Woche angerechnet, auch wenn die tarifliche oder betriebliche Wochenarbeitszeit kürzer ist.

An dem zweiten Berufsschultag in der Woche kann der jugendliche Auszubildende wieder arbeiten, sofern die zulässige tägliche Arbeitszeit von 8 bzw. 8,5 Stunden noch nicht ausgeschöpft ist. Die Unterrichtszeiten einschließlich der Pausen und der Wegezeit von der Berufsschule zur Arbeitsstätte werden an diesem Tag auf die Arbeitszeit angerechnet.

 

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Kommentar von clemensw
28.02.2017, 08:28

Ob im Vertrag eine 5-Tage-Woche steht, ist bei Minderjährigen IRRELEVANT.

FAIL!

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Was steht bei dir im Ausbildungsvertrag, wieviele Wochenstunden hast du ab zu legen?

Ohne den Vertrag zu kennen, ist es schwer dazu eine AUssage zu treffen.

Rechtlich gesehen ist es in Ordnung, wenn du nach der Berufsschule noch arbeitest. Du hast warscheinlich einen 8 Std Tag

Eine Unterrichtsstunge geht nur 45 Min sind somit nur mit Pausen max 4 Std.

Dann kommst du auf 6 Std für den Tag.

Samstag ist ein normaler Arbeitstag. Er kann dich auch d zur Arbeit bitten.


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Kommentar von Rheinflip
28.02.2017, 08:18

Falsch 

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Kommentar von clemensw
28.02.2017, 08:25

Lies JArbSchG §9.

FAIL!

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Dass du an den Berufsschultagen noch arbeitest, ist ok

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Kommentar von clemensw
28.02.2017, 08:34

An einem Tag: Ja 

An beiden: NEIN.

FAIL!

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Rechtlich wäre es ok! Ich selber kenne jedoch keinen Betrieb der einen nach der Berufsschule einen zur Arbeit antanzen lässt..zu mal die B. Schule schon stressig genug ist.

Bei Unterrichtsausfall könnte ich es verstehen, dass man dafür arbeiten geht.

Als Betrieb wäre mir lieber, wenn die Azubies sich am Schultag nur auf die B. Schule konzentrieren.

Nach 6 std. Unterricht + die Anfahrt zum Betrieb welche Produktivität hätte man da als Mitarbeiter noch? Man wäre müde..und im Kopf ist man auf B. Schule gepeilt..

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Kommentar von blackforestlady
28.02.2017, 07:45

Der Arbeitgeber bezahlt den Azubi, daher hat er das Recht zu bestimmen. Entweder man macht eine schulische Ausbildung, da sitzt man noch länger (zehn Stunden und das mehrmals in der Woche) in der Berufsschule als in der dualen Ausbildung. Dort bekommt man auch den Schul Besuch als dualer Azubi vergütet. Also Azubis in der dualen Ausbildung haben es doch viel besser, man muss halt auch mehr Leistung erbringen.

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Kommentar von clemensw
28.02.2017, 08:32

Rechtlich ist es gleich mehrfach nicht OK, da der Ausbilder gegen das JArbSchG verstößt.

FAIL!

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