Rechte vom minijobber in Gastronomie.. Trinkgeld,Arbeit auf Abruf ,Vertrag mündlich nicht schriftlich usw ,bitte um Rat?

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4 Antworten

Dein Freundin hat Anspruch auf bezahlten Urlaub und auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall; auf beide Leistungen des Arbeitgebers kann weder freiwillig noch "erzwungen" verzichtet werden.

Die Höhe der Entgeltfortzahlung richtet sich nach dem durchschnittlichen Verdienst der vorangegangenen 13 Wochen/3 Monate bzw. nach dem, was sie hätte arbeiten müssen, wenn sie nicht krank geworden wäre.

Die Höhe des Urlaubsanspruch (auf Basis des gesetzlichen Urlaubsanspruchs bzw. des allgemein gewährten Urlaubs im Betrieb, wenn er höher ist als der gesetzliche [wohl kaum anzunehmen]) richtet sich nach der durchschnittlichen Zahl der Wochenarbeitstage der vergangenen 12 Monate (bzw. bei erst kürzerem Arbeitsverhältnis: in dieser Zeit).

Wenn keine wöchentliche bzw. tägliche Arbeitszeit vereinbart worden ist, gilt gilt eine Mindestarbeitsdauer von 10 Stunden wöchentlich bzw. 3 Stunden täglich als vereinbart; so schreibt es das Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG § 12 "Arbeit auf Abruf" Abs. 1 Satz 3 und 4 vor. Für diese Zeit wäre Deine Freundin zu bezahlen, auch wenn sie weniger arbeitet.

Diese Recht sind gesetzliche Mindeststandards und gelten selbstverständlich auch bei nur mündlich geschlossenen Verträgen. Im Übrigen ist der Arbeitgeber nach dem Nachweisgesetz NachwG § 2 "Nachweispflicht" Abs. 1 verpflichtet, die wesentliche Vertragsbedingungen (sie werden dort genannt) innerhalb eines Monats nach Arbeitsbeginn schriftlich niederzulegen und Deiner Freundin unterschreiben auszuhändigen.

Im Übrigens muss der Arbeitgeber nach dem Mindestlohngesetz MiLoG § 17 "Erstellen und Bereithalten von Dokumenten" die Arbeitszeiten Deiner Freundin dokumentieren und die Aufzeichnungen aufbewahren.

sie ist noch 1 -2 mal auf abruf die woche was ja nicht bezahlt wird

Was soll das denn heißen? Selbstverständlich ist auch diese Zeit zu bezahlen.

sie darf das trinkgeld nicht behalten

Selbstverständlich hat sie Anspruch darauf, das ihr gezahlte Trinkgeld zu behalten. Arbeitsvertraglich könnte allenfalls vereinbart werden, dass das Trinkgeld der Arbeitnehmer gesammelt und gleichmäßig oder proportional an die Arbeitnehmer verteilt wird (damit z.B. auch ein Koch etwas "abbekommt"). Keinesfalls darf der Arbeitgeber das Trinkgeld einbehalten (möglicherweise geht es dabei dann auch noch um Steuerhinterziehung, wenn er das Geld behält und nicht als Einnahmen verbucht); zum Trinkgeld heißt es in der Gewerbeordnung GewO § 107 "Berechnung und Zahlung des Arbeitsentgelts" Abs. 3 Satz 2, dass es "ein [ist] Geldbetrag, den ein Dritter ohne rechtliche Verpflichtung dem Arbeitnehmer zusätzlich zu einer dem Arbeitgeber geschuldeten Leistung zahlt.".

Ganz offensichtlich läuft in dem Betrieb, in Dem Deine Freundin arbeitet, so einiges "falsch"!

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Nein, dass ist nicht normal. Wenn sie ihr Geld  Abrechnung) bekommen hat, dann gar nicht mehr dahin gehen. Normaler weise behält man das Trinkgeld und muss es nicht abgeben.Verträge werden selten in solche Kneipen gemacht, daher ist es schwierig seine Rechte einzufordern. Es sei denn sie arbeitet in einem angesehenen Hotel/Restaurant, da bekommt man einen Vertag.

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hallo meine freundin arbeitet als minijobber in der gastronomie sie hat keinen richtigen arbeitsvertrag unterschrieben nurihre sozialversicherungsnr und adresse usw wurde aufgeschrieben ...sie arbeitet meistens 1 - 2mal die woche für 8 50 € ..meistens so für 4std sie ist noch 1 -2 mal auf abruf die woche was ja nicvt bezahlt wird ,sie darf das trinkgeld nicht behalten ,sie bekommt keinen urlaub ubd keine lohnzahlung im krankenfall ...eine abrechnung mit den std erhält sie aber ....mündlich wurde nichts grossartig wegen arbeitszeit und urlaub usw besprochen.. Meine Frage ist das alles rechtens vom Chef aus und wenn ja was und was nicht..und hat sie rechte obwohl es keinen Vertrag gibt und mündlich kaum was besprochen wurde..vielen Dank ;)

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Nein. Ist nicht rechtens.

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